ÖVP: Blaulichtorganisationen stärken statt Sicherheitspartner ausbauen

Eisenstadt, 17. 1. 2020

Der Einsatz der Sicherheitspartner kostet viel Geld. „Das Land hat hier in den letzten Jahren Millionenbeträge ausgegeben, ohne einen entsprechenden Mehrwert zu erhalten. Das ergab die von Landeshauptmann-Stellvertreter Tschürtz beauftragte Evaluierung des Projektes durch die Fachhochschule Burgenland“, so Sicherheitssprecher Rudolf Strommer. Auch die gestern veröffentlichte Bilanz der LSZ über die Sicherheitspartner kann nicht über diese massive Geldverschwendung hinwegtäuschen. Das jährliche Budget wurde nun auf knapp eine Million Euro noch weiter aufgestockt, mit den AMS-Fördermitteln ergeben sich sogar Kosten von rund 1,3 Millionen Euro.

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Ing. Rudolf Strommer, ÖVP, 2. Landtagspräsident

 

„Die Leistungen, die die Bürger für die Kosten von 1,3 Millionen Euro erhalten, sind Beobachtungen von Privatpersonen, die mit Handy und Kamera ausgestattet, Kennzeichen notieren, kaputte Straßenlampen oder geöffnete Fenster melden“, resümiert Strommer den kargen Output der verschwendeten Budgetressourcen. „Der FH-Bericht hat bereits im vergangenen Jahr ergeben, dass die Gemeindevertreter keinen hohen Mehrwert bei den Sicherheitspartnern sehen und dass keine Gemeinde bereit wäre, das Projekt auf eigene Kosten fortzuführen“, berichtet Strommer und führt fort: „Ein Zusammenhang mit einem Rückgang der Kriminalität in Gemeinden kann nicht nachgewiesen werden. Interessant ist auch, dass das allgemeine subjektive Sicherheitsgefühl auch in Gemeinden ohne Sicherheitspartner insgesamt als hoch eingeordnet wurde. Salopp gesagt: Außer Spesen nichts gewesen.“

 

Blaulichtorganisationen stärken

Diese Geldverschwendung ist unverständlich. „Das Burgenland ist bei unseren Blaulichtorganisationen bestens aufgehoben, das sollte Tschürtz endlich einsehen. Die eingesetzten Mittel wären besser bei Polizei, Rettung und Feuerwehr angelegt. Oder für die Sanierung unserer Feuerwehrschule, die aus den 70er Jahren stammt. Man braucht hier das Rad nicht neu zu erfinden“, so Strommer. Unsere Blaulichtorganisationen leisten hervorragende Arbeit. Es wird endlich Zeit, diesen Unfug zu beenden und die in Ruhe arbeiten zu lassen, die zu mehr Sicherheit in unserem Land beitragen – Polizei, Bundesheer, Rettungsdienste und Feuerwehr.

 

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