BR Hackl fordert Senkung der Lohnnebenkosten statt unfairem Einheitslohn

Eisenstadt, 12. 12. 2019

Am Ende der heutigen Landtagssitzung soll der Einheitslohn von 1700 Euro netto beschlossen werden. „Eine Ausweitung auf die die Privatwirtschaft – wie von Rot-Blau gefordert – würde einige Branchen massiv in Bedrängnis bringen und den Wirtschaftsstandort Burgenland schwächen“, erklärt Bundesrätin und Unternehmerin Marianne Hackl. „Damit die Menschen trotzdem entlastet werden, fordern wir die Senkung der Steuerlast. Wir müssen die Lohnnebenkosten senken, damit den Menschen mehr im Börsel bleibt.“

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Bundesrätin Marianne Hackl, ÖVP

Als „absurde Idee“ bezeichnet Bundesrätin Marianne Hackl die Forderung, den rot-blauen Einheitslohn auch in der Privatwirtschaft umzusetzen: „Das ist unmöglich, vor allem in kleinen Unternehmen. Wie sollen kleine Unternehmer oder Dienstleister einen Lohn von 1700 netto bezahlen, wenn sie jetzt schon knapp kalkulieren müssen? Den Preis hierfür würden letztendlich die Konsumenten zahlen, wenn sich dann Leistungen dadurch verteuern.“

Auch die Sozialpartner geben zu bedenken, dass durch den Einheitslohn eine Branche nach der anderen nicht mehr konkurrenzfähig bleiben kann. 1.700 Euro netto bedeuten inklusive Dienstgeberanteil über 3.100 Euro brutto und hätten zur Folge, dass zuerst in der Industrie, danach im Gewerbe und später dann im Handel die Lichter ausgehen würden. „Gerade im Burgenland sehen wir uns aufgrund der geografischen Lage zu anderen Staaten in einem ständigen Konkurrenzkampf. Es soll für unsere Unternehmen weiter möglich sein, faire und leistungsorientierte Gehälter zu zahlen“, so Hackl, die betont: „Damit den Menschen trotzdem mehr im Börsel bleibt, braucht es eine Senkung der Lohnnebenkosten. Mehr Netto vom Brutto würde den Mitarbeitern und Kleinbetrieben helfen.“

 

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