FCG-Jugend und Vereinsinitiative fordern mehr Unterstützung für ehrenamtliche Arbeit

Wien, 5. 12. 2019

Anlässlich des „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ fordert die Junge Christgewerkschaft (FCG-Jugend) gemeinsam mit der Initiative „Rettet die Vereinsfeste“ mehr Unterstützung für ehrenamtliche Arbeit. Ein entsprechender „7-Punkte-Forderungskatalog“ wurde deshalb ausgearbeitet. Das Freiwilligen- und Vereinswesen soll etwa durch eine bessere Einbindung und Koordination oder eine gemeinsame Interessensvertretung gestärkt werden. Jüngsten Erhebungen aus dem heurigen Jahr 2019 zufolge, engagieren sich rund 3,5 Millionen Menschen ehrenamtlich in unserem Land.

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„Österreichs Ehrenamtliche leisten ungefähr 14 Millionen unbezahlte Arbeitsstunden für unsere Gesellschaft. Um dieses bemerkenswerte Engagement aufrechtzuerhalten muss die Politik auch entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Als Junge Christgewerkschaft setzen wir uns auch gemeinsam mit der Vereinsinitiative für entsprechende Verbesserungen auf der Basis unseres 7-Punkte-Forderungskatalogs ein. Dazu gehören etwa ein entsprechendes Ehrenamtsgütesiegel und die Schaffung einer kostenfreien Rechtsberatungsstelle“, so Thomas Rack, der Bundesvorsitzende der FCG-Jugend. Seit einer Anzeigenwelle gegen Vereinsfeste, im Jahr 2015 macht sich die burgenländische Initiative „Rettet die Vereinsfeste“ für die Anliegen von Ehrenamtlichen stark. In den Folgejahren wurden schließlich wichtige Reformen umgesetzt, welche jedoch aus der Sicht der Initiative nicht ausreichend sind.

„Unser Freiwilligen- und Vereinswesen muss endlich nachhaltig zukunftsfit gemacht werden. Um diesen Eckpfeiler unserer Gesellschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln, braucht es politische sowie staatliche Anerkennung. Ziel muss es sein, insbesondere die Selbstgestaltungs- und Selbstorganisationsfähigkeit zu erhöhen. Hierfür gilt es auch die Kräfte der Verbände und Vereine aus den verschiedensten Bereichen innerhalb einer anerkannten Interessensvertretung zu bündeln und das Vereinsministerium aufzuwerten. Darüber hinaus sollten die Feuerwehr und die Rettung österreichweit beim Kauf von Einsatzfahrzeugen von der Umsatzsteuer befreit werden, was bisher leider nur in Einzelfällen der Fall ist“, hält Sascha Krikler, der Initiator der Initiative „Rettet die Vereinsfeste“, fest. Der gemeinsame „7-Punkte-Forderungskatalog“ der FCG-Jugend und der Vereinsinitiative beinhaltet:

1.) Installierung einer anerkannten gemeinsamen Interessensvertretung für Freiwilligenorganisationen und Vereine mit einem „Parlament der Ehrenamtlichen“ am „Tag des Ehrenamtes“ zur Förderung des Dialogs mit der Politik

2.) Verstärkte Einbindung von Freiwilligenorganisationen und Vereinen in den Gesetzgebungsprozess über einen neuen überparteilichen Beirat auf der Ebene der Bundes- und Landespolitik

3.) Einrichtung einer österreichweit kostenfreien Rechtsberatungsstelle

4.) Aufwertung des Vereinsministeriums und mehr Zusammenarbeit mit den Gemeinden

5.) Bundessweite Umsatzsteuerbefreiung für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und der Rettungsorganisationen

6.) Bewusstseinsbildung für ehrenamtliche Arbeit bereits in der Schulzeit regelmäßig forcieren

7.) Erhöhung der Wertschätzung für ehrenamtliche Funktionsträger durch ein Ehrenamtsgütesiege

 

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