Millionenausbau am FH-Campus in Pinkafeld

Pinkafeld, 5. 12. 2019

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Siegerprojekt für „LowErgetikum“ wird vorgestellt

 

Ein ambitioniertes Bauprojekt der FH Burgenland und der Forschung Burgenland am Campus Pinkafeld startet mit der Vorstellung der Baupläne für das Low-Tech-Gebäude „LowErgetikum“. Das Siegerprojekt für die erste Bauphase bringt Forschung und Zukunft nachhaltig zusammen und macht den Standort Pinkafeld zu dem Forschungshotspot in der Region. Land, Bund und EU fördern das neue Zentrum mit 1,8 Millionen Euro. Baubeginn ist im September 2020, die Fertigstellung ist für September 2021 geplant.

Pinkafeld, 5. Dezember 2019 – Der Millionen schwere Ausbau der FH Burgenland und der Forschung Burgenland am Standort in Pinkafeld startet im kommenden Jahr mit dem Bau des „LowErgetikums“. Nun wurden die Baupläne für diese erste Bauetappe fixiert. Sie wird das Zentrum für Forschung, Technologie und Innovation erweitern und zukunftsfit machen. Landesrätin Astrid Eisenkopf stellte das Siegerprojekt für die Bauplanung des „LowErgetikum“ gemeinsam mit Bürgermeister Kurt Maczek,
FH-Geschäftsführer Georg Pehm und Forschung Burgenland Geschäftsführer Marcus Keding vor. Das neue, nachhaltige Low-Tech-Gebäude bringt eine noch bessere Vernetzung zwischen Forschung, Industrie und regionaler Wirtschaft und macht Forschung – auch international – besser sichtbar.

Investition in Innovationshotspot

Die Projekte zum Ausbau von Forschung, Technologie und Innovation werden vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), finanziert und von Bund und Land Burgenland kofinanziert. Von insgesamt sieben Millionen Euro, die in drei zukünftige Großprojekte investiert werden, fließen 1,8 Millionen Euro in den Bau des Low-Tech-Gebäudes. Es dient zukünftig als Demonstrations- und Versuchsgebäude zur integralen und interdisziplinären Untersuchung von Low-Tech-Ansätzen.

„Wird im Burgenland von Forschung gesprochen, spricht man vor allem vom Standort Pinkafeld – deshalb investieren wir in den Neubau des ‚LowErgetikum‘, damit hier ein moderner Hotspot für Forschung und Hochschule entstehen und die Region noch weiter gestärkt werden kann“, betont Forschungs-Landesrätin Astrid Eisenkopf. Über die EU-Kofinanzierung hinaus stellt das Land 450.000 Euro für Außengestaltung und Innenausstattungen bereit. „Das ‚LowErgetikum‘ ist im bunten Gesamtbild des nachhaltigen Burgenlandes ein kräftiger Farbtupfer, der Forschung und Innovation noch sichtbarer macht“, sagt Eisenkopf.

 

Besondere Erfolgsgeschichte

„Die FH Burgenland und die Forschung Burgenland gelten als das Zentrum für Lehre, Wissenschaft und Innovation in der Region. Wir sind wichtige Partner für Wirtschaft und Gesellschaft. Mit dem ‚LowErgetikum‘ bringen wir einmal mehr Forschung & Zukunft erfolgreich zusammen“, unterstreicht Georg Pehm, Geschäftsführer der FH Burgenland. Zurzeit wird an mehr als 120 Forschungs-Projekten gearbeitet. FH und Forschung Burgenland stehen für Innovationsleistungen, die es zuvor im Burgenland in diesem Ausmaß nicht gegeben hat. „Diese außergewöhnliche Entwicklung erzählt eine ganz besondere Erfolgsgeschichte, die wir nun fortschreiben,“ betont Pehm.

 

„Wir bauen unsere starke Rolle als Energie- und Umweltexperten weiter aus, unterstreichen unsere wissenschaftliche Kompetenz in diesen Wissenschafts-Disziplinen und bieten damit Studierenden spannende Einblicke in Spitzenforschung, die dem Klimawandel entgegenwirkt.“ Damit sich Studierende und Öffentlichkeit ein Bild vom nachhaltigen, energieeffizienten Bauvorhaben machen können, werden alle eingereichten Projekte ab Donnerstag (05.12.) in einer Ausstellung gezeigt.

 

Nachhaltiges Baukonzept

Fünf geladene Architekten konnten bis Ende Oktober 2019 ihre Konzepte einreichen, die schließlich von einer Expertenjury bewertet wurden. Als Sieger des Wettbewerbes ging schließlich das Architektenbüro POS architekten hervor, das mit intelligenter Gebäudearchitektur punktete.

„Dieses Projekt ist eine der schönsten Herausforderungen, die wir nun verwirklichen können. Denn hier handelt es sich um einen Raum für nachhaltige und klimaaktive Forschung, dessen besondere Anforderungen wir gerecht werden wollen. Die Themen Nachhaltigkeit, Klimasensitivität und Zukunftsfähigkeit sind Themen, die wir in all unseren Projekten gezielt verfolgen,“ erläutert Architektin Ursula Schneider. „Ziel unserer Arbeit ist es, ein Gebäude zu realisieren, das aus sich selbst optimal auf das Klima reagiert und daher wenig zusätzliche Technik benötigt.“

 

Forschung von „Low“ bis „High Tech“

„In der Gebäudetechnik stellt sich zunehmend die Frage, ob ‚HighTech‘ oder ‚LowTech‘ der bessere Ansatz für mehr Energieeffizienz und Nachhaltigkeit ist“, sagt Marcus Keding, Geschäftsführer der Forschung Burgenland. Mit dem 2015 eröffneten Forschungsgebäude „Energetikum“ wurde in Pinkafeld bereits ein einzigartiges Forschungsgebäude für den Bereich „High Tech“ errichtet. Seither wird gemeinsam mit Unternehmen an technologischen Lösungen der Zukunft geforscht.

„Mit dem ‚LowErgetikum‘ sollen nun auch verschiedenste Low-Tech-Ansätze untersucht werden“, führt Keding weiter aus. „Mit der geeigneten Infrastruktur können wir auch in den nächsten Jahren Spitzenforschung auf nationaler und internationaler Ebene durchführen.“ Weitere Forschungsbereiche im ‚LowErgetikum‘ werden Energiespeicherung, nachhaltiger Baulebenszyklus, digitalisiertes Facility Management und begrünte Fassaden sein. Damit leisten FH und Forschung Burgenland einen aktiven Beitrag zur Umsetzung wichtiger Strategien zu Klimaschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.

 

Pinkafeld noch zukunftsfitter

Kurt Maczek, Bürgermeister von Pinkafeld, sieht in diesem Bauvorhaben eine besondere Entwicklung: „Der Standort Pinkafeld wird zukunftsfitter und strahlt in den gesamten südburgenländischen Raum aus. Nicht nur für die Stadt, sondern auch für angesiedelte Unternehmen bedeutet dieses Projekt eine enorme Stärkung.“ Bisher haben der FH-Campus, das Technologiezentrum und der Wirtschaftspark viele positive Aspekte in die Region gebracht. Mit dem „LowErgetikum“ sehe er einen weiteren Schritt, Pinkafeld als ‚erstrangigen Entwicklungsplatz für Nachhaltigkeit‘ zu positionieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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