Bilanz der Mobilitätskampagne „Da läuft etwas VERKEHRt!“

Eisenstadt, 4. 12. 2019

ÖAAB: „Pendler müssen entlastet werden“

Das Burgenland ist beim Pendleranteil österreichweit Spitzenreiter. 81 Prozent pendeln täglich zur Arbeit, rund die Hälfte davon in ein anderes Bundesland. Mit der im Sommer gestarteten Kampagne „Da läuft etwas VERKEHRT!“ wurde burgenlandweit auf die ganz besondere Situation der  Pendlerinnen und Pendler hingewiesen. „Das Angebot von Bus und Bahn muss attraktiver werden.  Unsere Pendlerinnen und Pendler müssen entlastet werden“, ziehen Christian Sagartz, ÖAAB-Landesobmann und ÖAAB-Landesgeschäftsführer Johannes Mezgolits Bilanz der Mobilitätskampagne.

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ÖAAB-Landesobmann Christian Sagartz und ÖAAB-Landesgeschäftsführer Johannes Mezgolits

Nur rund sieben Prozent der Burgenländer nutzen den öffentlichen Verkehr. „Das ist keine Frage des Wollens, sondern des Könnens“, so Sagartz. Vor allem in den südlichen Bezirken sind Pendler überwiegend auf den eigenen PKW angewiesen, weil es weder passende Bahn- noch Busverbindungen gibt. „Bei unserer Tour durch alle Bezirke wurden die regionalen Unterschiede deutlich. Im Norden ging es hauptsächlich um die notwendige Infrastruktur bei Bahnhöfen und Park & Drive-Anlagen, im Süden vor allem um die Schaffung von vernünftigen Verbindungen. Die rasche Umsetzung unseres Burgenland-Busses wäre eine Lösung dieser Probleme“, fasst Sagartz zusammen. Mit kleinen, regionalen Bussen sollen direkte und schnelle Verbindungen geschaffen werden. „Von allen Ortsteilen unserer Gemeinden muss es möglich sein, mittels Kleinbusse und Taxi-Verbindungen zu den zentralen Verkehrsknoten zu gelangen, um dort auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen“, so Sagartz. Mobilität muss sicher, leistbar, bequem und klimagerecht sein. Die vom Land Burgenland versprochenen 20 Millionen Euro an Investitionen in den öffentlichen Verkehr allein im heurigen Jahr sind bei den Pendlern nicht angekommen.

 

Sagartz: „Neue Bundesregierung wird starker Partner für Pendler“

Sagartz ist überzeugt, dass die Themen ‚Öffentlicher Verkehr‘ und ‚Mobilität‘ wichtige Schwerpunkte der neuen Bundesregierung sein werden: „Die neue Bundesregierung wird ein starker Partner für unsere Pendler sein. Es muss künftig ein besseres Angebot bei weniger Kosten für den Einzelnen geben“, ist Sagartz überzeugt. Besonders im ländlichen Raum braucht es Verbesserungen bei Bus und Bahn: „Thomas Steiner ist im Verkehrsbereich im Verhandlungsteam von Sebastian Kurz. Damit bringen wir die Anliegen der burgenländischen Pendlerinnen und Pendler auch direkt ein“, so Sagartz.

 

Mezgolits: „ÖVP Arbeitnehmer setzen sich weiter für Pendler ein!“

„Seit dem Sommer waren wir mit unserer Kampagne „Da läuft etwas VERKEHRT!“ in allen Bezirken unterwegs“, so Mezgolits. Zusammenfassend kann festgehalten werden: Für viele Pendler ist die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arbeitsplatz unzumutbar, sofern es überhaupt eine öffentliche Verbindung gibt. Der Ausbau von Zugverbindungen ist seit Jahren ein großes Thema. „Es braucht bessere Verbindungen in die nächstgelegenen Ballungszentren mit einer besseren Taktung, vor allem nach Wien und Graz“, erklärt Mezgolits. Von den knapp 100.000 burgenländischen Pendlern zieht es immerhin ein Viertel täglich nach Wien. Darüber hinaus klagen Pendler über fehlende Park & Drive-Anlagen mit sicheren und beleuchteten Parkflächen. „Und jene, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen können, werden durch jährliche Tariferhöhungen belastet. Das Land Burgenland soll diese Preiserhöhung übernehmen und sich für den Ausbau der Verkehrsverbindungen einsetzen, damit endlich Verbesserungen für die burgenländischen Pendlerinnen und Pendler eintreten“, so Mezgolits.

Wenn es um die Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind wir ein starker Partner: Die Anrechnung der Karenzzeiten, die Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages sowie die Anhebung der Mindestpension für all jene, die ein Leben lang hart gearbeitet haben, wurden bereits umgesetzt. „Genauso wie wir im Bund unsere Ideen einbringen, sind wir als ÖVP Arbeitnehmer in der Vollversammlung der Arbeiterkammer ein konstruktiver Ideenbringer. Unser Antrag zur Wiedereingliederungsteilzeit wurde einstimmig angenommen“, so Mezgolits abschließend.

 

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