A3-Lärmschutz soll Energie tanken

Eisenstadt, 29. 11. 2019

„Lärmschutzwall mit Solaranlage“ – das ist der Vorschlag der Volkspartei Burgenland für die geplanten Maßnahmen an der A3. Eine derartige Wand beim geplanten Abschnitt könnte laut dem Experten von der TU, Manfred Schrödl, den jährlichen Strombedarf von 100 Haushalten abdecken. Landesparteiobmann Thomas Seiner dazu: „Das ist eine echte Zukunftschance für das Burgenland. Das Burgenland hat als Land der Sonne großes Potenzial mit der Sonnenenergie.“  Ein derartiges Projekt gibt es schon in Deutschland – mit großem Zuspruch. Landegeschäftsführer Christoph Wolf erklärt: „Nachhaltigkeit nimmt in unserer Gesellschaft einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Wir müssen uns Gedanken darüber machen, wie wir Bewährtes durch Innovationen aufwerten können und so einen schonenderen Umgang mit der Umwelt gewährleisten können.“

övp
Thomas Steiner, Manfred Schrödl und Christoph Wolf

 

„In Österreich wäre das natürlich etwas ganz Neues. Aber wie ein Blick nach Deutschland zeigt, ist es nicht nur theoretisch möglich, sondern auch praktisch umsetzbar“, meint Steiner. Er sieht in dem Lärmschutzwall mit integrierter PV-Anlage ein zukunftsträchtiges Konzept, das der Umwelt einen Gefallen tut: „Wenn wir hier mit gutem Beispiel vorangehen, könnte es bald in ganz Österreich Photovoltaikanlagen an den Lärmschutzwänden geben.“ Steiner wird das Thema auch in die Regierungsverhandlungen mitnehmen. Er verhandelt die Themen „Verkehr und Infrastruktur“.

Zweckmäßiges mit Sinnvollem zu verbinden und Lärmschutz mit Solarstromerzeugung in einem Objekt zu vereinen – die bayrische Ortschaft Neuötting hat dies bereits versucht und war damit so erfolgreich, dass dem Projekt sogar ein Preis verliehen worden ist. Dort schützt eine Lärmschutzwand entlang einer viel befahrenen Straße nicht nur Anwohner vor Verkehrslärm: Eine integrierte PV-Anlage produziert zugleich Strom aus Sonnenenergie. Hinzu kommt, dass die vorgeschlagene Photovoltaik-Lärmschutzwand optisch ansprechender ist, als ihre Alternativen. „Ähnliche Lösungen findet man auch andernorts in Deutschland. Oft werden sie nur durch Platzprobleme verhindert. Die Strecke zwischen Großhöflein und Müllendorf auf der A3 bietet aber ausreichend Platz und ist auch geographisch mit der Südausrichtung ideal“, so TU-Experte Schrödl.  Platz für eine modular aufgebaute Wand, deren Abschnitte aus je drei Teilen bestehen: einem akustischen Dämmsystem unten, einem Acrylglasfenster in der Mitte und Photovoltaikzellen im oberen Teil. Details entnehmen Sie bitte dem beigefügten Handout von Prof. Schrödl.

 

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