Jeder 6. LKW ohne ordentliche Winterausrüstung unterwegs

A 4, 5. 11. 2019

Schwerpunkt-Kontrolle der Polizei und der ASFINAG zeigt: Jeder sechste Lkw immer noch ohne ordentliche Winterausrüstung unterwegs

542 Lkw auf den drei Verkehrskontrollplätzen in Niederösterreich unter die Lupe genommen

Pünktlich zu Beginn der gesetzlich vorgeschriebenen Winterausrüstung für Lkw hat die Polizei gemeinsam mit der ASFINAG auch heuer wieder Lkw-Schwerpunkt-Kontrollen zur richtigen Winterausrüstung durchgeführt. Von den heute – Dienstag, 5. November – kontrollierten 542  Lkw waren knapp 16 Prozent ohne mitgeführten Schneeketten unterwegs. „Rechtzeitige präventive Kontrollen sind notwendig und wichtig, um im winterlichen Anlassfall ein Chaos auf den Autobahnen und Schnellstraßen zu verhindern“, betont Brigadier Ferdinand Zuser, Leiter der Landesverkehrsabteilung (LVA) Niederösterreich, „denn eines ist klar: Schneefälle können für Lkw ohne Ketten zum Problem werden. Fahrzeuge bleiben hängen, behindern damit die Schneeräumung und im schlimmsten Fall passieren Unfälle.“ Beides hat massive Auswirkung auf den Verkehrsfluss und die -sicherheit. „Für uns sind diese Lkw-Kontrollen durch die Polizei sehr wichtig, denn nur damit können die schwarzen Schafe aus dem Verkehr gezogen werden“, ergänzt Stefan Siegele, ASFINAG-Geschäftsführer. Die gesetzlich festgelegte Winterausrüstung für Lkw gilt ab 1. November. Stefan Siegele: „Auch wenn die Temperaturen in den Niederungen derzeit noch recht mild sind, auf höher gelegenen Abschnitten stehen die Zeichen ganz klar bereits auf Winter, und damit braucht es eine Top-Winter-Ausstattung.“ Kontrolliert wurde heuer auf den drei niederösterreichischen Verkehrskontrollplätzen Haag auf der A 1 Westautobahn, Bruck/Leitha auf der A 4 Ostautobahn und auf dem Areal auf der A 5 Nord/Weinviertel Autobahn bei Schrick. Insgesamt rund 28 Einsatzkräfte der LVA NÖ überprüften bei der heuer sehr groß angelegten Lkw-Kontrolle die vorschriftmäßige Winterreifen-Montage und das Mitführen der passenden Schneeketten.

pn

Sicher durch den Winter – Gemeinsam gelingt’s

Damit die Sicherheit auch im Winter bei Schnee und tiefen Temperaturen hochgehalten werden kann, besteht für Busse und Lkw über 3,5 Tonnen ab 1. November Winterausrüstungs-Pflicht. Das bedeutet, zumindest auf den Antriebsrädern müssen Winterreifen montiert sein und geeignete Schneeketten mitgeführt werden – unabhängig davon ob Schnee auf der Fahrbahn liegt oder nicht. Winterreifen sind mit den Bezeichnungen „M+S“, „M.S.“ oder „M & S“ gekennzeichnet. Für Lkw-Reifen für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gilt eine Mindestprofiltiefe von sechs Millimeter bei Diagonalbauweise und fünf Millimeter bei Radialreifen. Die Missachtung der Winterreifenpflicht wird bei Kontrollen mit hohen Strafen geahndet.

In der ASFINAG stehen bei winterlichen Verhältnissen 1.200 Mitarbeiter in insgesamt 42 Autobahnmeistereien rund um die Uhr im Einsatz. Auf exponierten Abschnitten setzt die ASFINAG auf die Unterstützung externer Abschleppunternehmen und auf innovative Wintereinsatzgeräte. Dazu zählen teleskopierbare Frontpflüge (damit kann ein Einsatzfahrzeuge zwei Fahstreifen räumen) oder auch die beiden Fire Storms auf der A 21 Außenring Autobahn und der A 10 Tauern Autobahn. Er wird eingesetzt, wo es aufgrund hängengebliebener Fahrzeuge zum Verkehrsstillstand kommt. 50 Grad heiße Salzsole wird dann mit großem Druck direkt vor die Reifen der Fahrzeuge und zwischen diese gesprüht. Der Schneebelag löst sich rasch, und auch Lkws – mit der richtigen Winterausrüstung – können wieder von alleine anfahren.

 

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