Ist die Breitspurbahn gestoppt?

Neusiedl, 4. 11. 2019

Das Thema Breitspurbahn in den Bezirken Neusiedl am See und Bruck an der Leitha bewegt die Einwohner im Bezirk. Ende September wurde seitens der ÖBB die „Strategische Planung“ zu diesem Projekt vorgestellt. In den vergangenen Tagen überschlugen sich die Ereignisse zum Thema Breitspurbahn. „Das Projekt stehe den Zielen der EU-Schienenpolitik entgegen, die ein möglichst durchgängiges Netz in den verschiedenen EU-Staaten vorsieht – etwa was die Breite der Schienen betrifft. Daher ist aus heutiger Sicht die Breitspurbahn in unserer Region Geschichte“, zeigt sich Markus Ulram über die neuen Erkenntnisse erfreut.

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Gerald Handig, Markus Ulram, Gerhard Schödinger, Rudolf Strommer und Hannes Hornek

Land Niederösterreich gegen die Breitspurbahn.

Das Land Niederösterreich habe von Anfang an klargestellt, dass der Ausbau der Breitspurbahn, die aktuell im slowakischen Kosice endet, die Region im Osten des Bundeslandes nicht überfordern dürfe, auch die EU stehe einem derartigen Projekt negativ gegenüber. „Seitens des Landes werde es daher keine Unterstützung geben. Alle 33 Gemeinden im Bezirk Bruck an der Leitha seien gegen die Breitspurbahn und die damit verbundene Errichtung eines Güterterminals“, sagte der Wolfsthaler Bürgermeister Gerhard Schödinger (ÖVP).

Antrag an den Burgenländischen Landtag.

„Dieses gewaltige Projekt ist zu groß für die Region, die mit Windrädern, Outlet-Center, Großkino, Ost-West-Verkehr auf der A4 und A6 schon extrem stark belastet ist. Daher werden wir einen Antrag in den Burgenländischen Landtag gegen die Breitspurbahn einbringen um eine klare Positionierung des Burgenlandes gegen die Breitspurbahn aufzuzeigen. Bisher hat Rotblau nichts dazu beigetragen, dass dieses Megaprojekt verhindert wird.“, schildert 2. LT-Präs. Ing. Rudolf Strommer.

Die betroffenen Gemeinden im Bezirk Neusiedl am See werden zur „Strategischen Planung“ Stellungnahmen abgeben und haben dafür auch einen Rechtsanwalt zu Rate gezogen. Diese Kosten dürfen nicht an den Gemeinden hängen bleiben. „Wir fordern Rotblau dazu auf, sich ein Beispiel an der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem zuständigen Landesrat Ludwig Schleritzko zu nehmen, endlich klar Stellung zu beziehen und die Gemeinden zu unterstützen. Es kann ja nicht sein, dass unsere Gemeinden die Aufgaben der untätigen Landesregierung im Burgenland übernehmen müssen“, schließen Strommer und Ulram ab.

 

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