LR Dorner präsentierte neuen Geschäftsführer der BELIG

Eisenstadt, 24. 10. 2019

Gerald Goger folgt Heinz Fellner als Chef der Burgenländischen Beteiligungs- und Liegenschaftsverwaltung

Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner und Landesholding-Geschäftsführer Hans Peter Rucker präsentierten heute, Donnerstag, Univ. Prof. DI Dr.techn. Gerald Goger als neuen Geschäftsführer der Beteiligungs- und Liegenschafts GmbH (BELIG). Er folgt in dieser Funktion Heinz Fellner nach, der die letzten 15 Jahre die BELIG geleitet hat und nun den Ruhestand antritt. Der aus Markt Allhau im Südburgenland stammende Goger war aus einem Ausschreibungsverfahren aus 45 Bewerbern mit Abstand als Bester hervorgegangen. Er wurde für fünf Jahre bestellt und wird seine Funktion mit 4. November antreten. Mit Goger soll die Belig im Hinblick auf die künftige innerbetriebliche Abwicklung von Projekten umstrukturiert und zukunftsfit gemacht werden.

spö
Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner (li.) und Landesholding-Geschäftsführer Hans Peter Rucker (re.) präsentierten Univ. Prof. DI Dr.techn. Gerald Goger als neuen Belig-Geschäftsführer

„Gerald Goger bringt aufgrund seiner Erfahrung und Expertise im Bauwesen und Baumanagement sowohl im privatwirtschaftlichen als auch im wissenschaftlichen Bereich als Lehrender an der Universität hervorragende Voraussetzungen für die Leitung und die notwendige Weiterentwicklung der BELIG mit. Ich bin überzeugt, dass er das Unternehmen erfolgreich auf dem Weg der Neuausrichtung im Hinblick auf die eigenständige Abwicklung von Projekten umgestalten und zukunftsfit machen wird. Ich wünsche ihm für diese verantwortungsvolle Aufgabe alles Gute“, sagte Dorner.

Die Belig habe in den letzten Jahren und Jahrzehnten eine positive Entwicklung genommen, nun solle sie weiterentwickelt werden, erklärte Dorner. Der Fokus solle auch in der Belig auf Insourcing gelegt werden; dazu bedürfe es einer Strukturanpassung. „Die Prozessketten der Abwicklung von Projekten innerhalb der Belig sollen so ausgestattet werden, dass künftig vieles mit internen Ressourcen erledigt werden kann“. In der Belig sind aktuell 25 Mitarbeiter tätig, inklusive FMB mehr als 200. Mit der Neuausrichtung werde künftig auch eine Personalaufstockung notwendig sein, so Dorner.

Im Zuge der Erarbeitung eines Konzeptes zur Restrukturierung der Belig habe er bereits Gelegenheit gehabt, die Mitarbeiter, die Organisation und das Umfeld kennenzulernen, berichtete Goger. Er finde ein wunderbares Umfeld vor und freue sich sehr auf seine neue Aufgabe, die er als große Herausforderung sehe. „Sie bietet aber auch die Möglichkeit, mit der Belig eine Art Versuchslabor zu machen“. Aus seiner wissenschaftlichen Tätigkeit an der TU Wien, die er weiterhin in reduziertem Ausmaß ausüben wolle, würden sich wertvolle Synergien ergeben. „Wir können viele Dinge, die uns in der Lehre, in der Wissenschaft aufgefallen sind, umsetzen“. Ein entscheidendes Kriterium für seine Bewerbung sei für ihn auch die Eigentümerstrategie des Landes gewesen, auf Insourcing zu setzen und „mit dem externen Beraterunwesen Schluss zu machen und Fachkompetenz im Haus aufzubauen“. Goger will den Fokus künftig auf die Lebenszyklusbetrachtung von Bauprojekten legen. Man dürfe nicht nur die Planungs- und Baukosten im Auge haben, zumal die Betriebskosten immerhin rund 80 % der Gesamtkosten eines Projektes ausmachten, diese bisher jedoch vernachlässigt worden seien. Digitalisierung sieht er dabei als einen wichtigen Schlüssel.

Für die Belig als Kompetenzträger innerhalb des Konzerns Burgenland im Bereich Bau sei es wichtig gewesen, „einen Kapazunder zu finden für die Leitung dieses Kompetenzträgers“, erklärte Rucker. 45 Bewerber habe es für die Leitung der Belig gegeben, 13 seien aufgrund ihrer Qualifikation zu einem vertiefenden Gespräch eingeladen worden. Aus einer Shortlist von fünf Kandidaten sei Goger schließlich als mit Abstand bestgereihter aus den Hearings hervorgegangen.

Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Gerald Goger, Jahrgang 1971, studierte Bauingenieurwesen an der TU Wien und promovierte dort in der Fachrichtung Tunnelbau. Er lehrt als am Institut für Interdisziplinäres Bauprozessmanagement an der TU Wien im Forschungsbereich Baubetrieb und Bauverfahrentstechnik. Von 2003 bis 2016 war er als leitender Angestellter bei der Firma Swietelsky Baugesellschaft GmbH tätig. Goger ist Mitglied in verschiedenen Fachgremien und Vereinen und allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für die Fachgebiete „Kalkulation, Vergabe- und Verdingungswesen, Bauabwicklung und Bauabrechnung“ sowie „Tunnel- und Stollenbau“. Er ist an verschiedenen Forschungsprojekten im Bereich Baubetrieb und Bauverfahrenstechnik beteiligt. Die Wochenenden verbringt Goger in seiner Heimat in Markt Allhau.

 

Share Button

Related posts