Positive Bilanz bei ARBÖ-Ortsklubkonferenz 2019

Horitschon, 21. 10. 2019

Bei der alljährlichen Obmännerkonferenz des ARBÖ Burgenland wurden die 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Ortsklubs über die aktuellsten Entwicklungen in der Landesorganisation informiert. ARBÖ-Präsident Dr. Peter Rezar referierte zu den neuesten Investitionen und aktuellen verkehrspolitischen Themen, Landesdirektorin Gabi Rittenbacher informierte über die Geschäftsentwicklung. Gäste waren Infrastrukturlandesrat Mag. Heinrich Dorner, Baudirektor DI (FH) Wolfgang Heckenast und ARBÖ-Bundesgeschäftsführer Mag. Gerald Kumnig. Die Konferenz fand am 19. Oktober 2019 in Horitschon statt.

arbö
ARBÖ-Vizepräs. Dr. Robert Tauber, LR Mag. Heinrich Dorner, Landesdir. Gabi Rittenbacher, Präs. Dr. Peter Rezar, Bundesgesch. Mag. Gerald Kumnig, Baudir. DI (FH) Wolfgang Heckenast und Vizepräs. Gerhard Pongracz

In ihrer positiven Bilanz für das Jahr 2018 konnte Landesdirektorin Rittenbacher von einem Umsatzplus von mehr als fünf Prozent des ARBÖ im Burgenland berichten: Es gab Steigerungen bei allen Serviceangeboten des ARBÖ. 2018 hat der ARBÖ allein im Burgenland 8.000 Pannenfahrten sowie 28.000 Pickerl-Überprüfungen durchgeführt. Im Burgenland hat der ARBÖ 28.000 Mitglieder, die in den 61 Ortsklubs organsiert sind. In ganz Österreich hat der ARBÖ 400.000 Mitglieder.

Präsident Rezar ergänzte, überall, wo der ARBÖ in neue Serviceangebote investiere, mache sich das für den Autofahrerklub bezahlt: Derzeit werde das Prüfzentrum in Mattersburg neu errichtet, jenes in Parndorf werde ausgebaut. Insgesamt investiert der ARBÖ im Burgenland rund 1,7 Mio. Euro in diese beiden Standorte. Auch in anderen Bundesländern hat der ARBÖ seine Prüfzentren ausgebaut: In Saalfelden, Reutte, Mistelbach und Attnang-Puchheim wurden neue Servicezentren errichtet, in der Steiermark wird aktuell in Deutschlandsberg gebaut. „All diese Investitionen sind wichtig für die Betreuung der Mitglieder“, sagte Rezar, „wie auch die Schulung der Mitarbeiter auf die neueste Kfz-Technik.“

Die aktuellen verkehrspolitischen Themen für den ARBÖ sind Umwelt, Sicherheit und Mobilität. „Es braucht intelligente Lösungen und realitätsnahe Konzepte. Die Politik darf nicht mit Fahrverboten antworten“, so Rezar. So müsse eine Verschränkung von Individualverkehr und öffentlichen Verkehr ermöglicht werden. Als Beispiel nannte Rezar den Ausbau der Park & Ride-Anlagen in Wien. „Täglich pendeln 300.000 Menschen mit dem Pkw zu ihrem Arbeitsplatz in Wien, es gibt jedoch nur 30.000 Park & Ride-Parkplätze. Hier muss etwas passieren!“

Die neuen Antriebstechnolgien, wie Elektrofahrzeuge, bewertete Rezar aus Sicht der Autofahrer noch skeptisch: Der Kaufpreis von Elektroautos sei derzeit noch zu hoch, die Reichweite zu gering. Dennoch müssten neue, alternative Antriebsarten getestet und erprobt werden, wie zum Beispiel Wasserstoff.

ARBÖ-Bundesgeschäftsführer Kumnig führte aus, dass die ARBÖ-Techniker – aufgrund des permanenten Schulungsprogramms – auch für die Technik bei modernen Fahrzeugen bestens gerüstet seien: In neun von zehn Fällen können die ARBÖ-Pannenfahrer vor Ort helfen.

Infrastrukturlandesrat Dorner sagte, trotz der intensiven Klimaschutzdiskussion mit der CO2-Problematik dürfe der motorisierte Autoverkehr nicht verbannt werden. Im Burgenland müsse die ländliche Struktur berücksichtigt werden. Die Straßenverkehrsinfrastruktur sei für die wirtschaftliche Entwicklung des Burgenlandes sehr wichtig. Positive Beispiele dafür seien der Bau der S31 im Mittelburgenland mit der Verlängerung durch die B61a oder der Bau der S7 im Südburgenland.

Im Burgenland werde intensiv an klimafreundlichen Mobilitätsmodellen gearbeitet, wie beispielsweise dem Masterplan Radfahren. Ebenso werden die Gemeinden bei der Ausarbeitung von Konzepten für den öffentlichen Verkehr in den Kommunen unterstützt. Als weitere Maßnahme der Landespolitik zur Unterstützung des öffentlichen Verkehrs nannte der Landesrat den Ausbau des Bahnverkehrs mit ÖBB und Raaber Bahn. Zur Förderung von alternativen Antriebsarten bei Kraftfahrzeugen werde das Land Burgenland die Ladeinfrastruktur für E-Autos ausbauen, und ab 2021 solle es Tests von Bussen mit Wasserstoffantrieb geben. Der ARBÖ sorge mit seiner Arbeit für mehr Verkehrssicherheit auf den burgenländischen Straßen, schloss Dorner.

Zu einem Wechsel im ARBÖ-Präsidium kam es durch das Ausscheiden von Finanzreferenten KR Mag. Alfred Koller, der Präsident des ASKÖ wurde und sich dieser neuen Aufgabe voll und ganz widmen will. Die Funktion des Finanzreferenten im ARBÖ Burgenland wird künftig LAbg. Wolfgang Sodl ausüben.

 

 

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