Be female – act female

Eisenstadt, 8. 10. 2019

Der weiblichen Gesundheit und Frauenangelegenheiten wie etwa der Menstruation widmet sich die FH Burgenland am 16. Oktober gezielt zum zweiten Mal im Rahmen eines Symposiums. In Fachvorträgen wird dabei nicht allein auf die gesundheitlichen und sozialen Aspekte der Frauengesundheit im Burgenland eingegangen, sondern auch über internationale Grenzen hinausgeblickt.

fh

Mit dem Ziel, das Thema Frauengesundheit in den Vordergrund zu rücken, lädt die FH Burgenland erneut zu einem Symposium ein, in dem die vielfältigen Faktoren von weiblicher Gesundheit behandelt werden. Dieses Mal wird unter dem Motto „Be female – act female #Frauengesundheit #auchMännersache“ jedoch nicht nur explizit gesundheitliches Wissen geteilt, sondern auch auf gesellschaftliche Kausalitäten Bezug genommen.

Die FH Burgenland, der Verein alumni FH Burgenland, die ÖH und die Departmentsektion Gesundheit und Soziales wollen dabei zusammen als Veranstalter der Konferenz besonders auf die Tabuisierung von Frauenangelegenheiten aufmerksam machen.

Nach einer Begrüßung durch Frauenlandesrätin Astrid Eisenkopf bieten Expertinnen und Experten in fünf Fachvorträgen mehr als nur wissenschaftliche und medizinische Einblicke. Neben den gesundheitlichen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten wird auf die aktuelle Situation im Burgenland bzw. Österreich eingegangen und auch ein Blick über die Grenzen hinaus in die ärmsten Regionen Asiens, wie Myanmar oder Indien gewagt.

Kultursensible Gesundheitsbildung

Bildungswissenschaftlerin Birgit Phillips, Department Gesundheit, geht in ihrem Vortrag „Krankheit Frau? Stigmatisierung und Tabuisierung als soziokulturelle Determinanten von Frauengesundheit“ vor allem auf das stille Leiden von Frauen in Kulturkreisen ein, in denen Frausein mit Demütigung, Tabuisierung und sogar Dämonisierung verbunden ist. Denn Frauen gelten in Teilen Asiens während ihrer Menstruation als unrein und dürfen weder Speisen zubereiten, noch am gesellschaftlichen Leben Teil haben. „Die Frauen haben durch die traditionell verankerte Ausgrenzung und Diskriminierung die Abwertung ihres Körpers und von sich selbst verinnerlicht, was nicht nur fürchterliche gesundheitliche Konsequenzen, sondern auch gravierende gesellschaftliche Folgen hat“, erklärt sie.

Seit Jahren setzt sich Birgit Phillips mit ihren Projekten für diese Frauen und Mädchen ein. Aktuell gibt die Hochschullehrende der FH Burgenland in Indien und Myanmar durch kultursensible Gesundheitsbildung und Aufklärung Frauen Hilfe zur Selbsthilfe und engagiert sich ehrenamtlich, um deren Bewusstsein zu stärken.

Gesundheitsförderungsprojekt mit Studierenden

Gesundheitsthemen mit kulturellen Schwerpunkten wie diesem behandeln auch bereits ihre Studierenden im Bachelorstudiengang Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung an der FH Burgenland am Studienstandtort Pinkafeld. Im Rahmen eines Projektes werden aktuell von den Studentinnen und Studenten Konzepte zur Aufklärung und Bewusstseinsförderung rund um das Thema Gesundheit entwickelt, die in Zukunft auch in Myanmar umgesetzt werden sollen.

„Vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen werden interkulturelle Kompetenzen immer wichtiger, da die Bevölkerung in den ärmsten Regionen rasant steigt, aber gerade dort die gesundheitlichen Standards auf der Strecke bleiben“, so die Hochschullehrende. Frauen und Mädchen seien dabei am stärksten benachteiligt, denn für sie komme noch die traditionell verbreitete Diskriminierung hinzu. Jede Kultur habe andere Zugänge zum Thema Gesundheit, daher sei es wichtig an die Dinge sensibel herangehen zu können, sagt Phillips.

Eine Anmeldung zu der kostenlosen Konferenz ist für Kurzentschlossene noch bis 11.10.2019 unter alumni@fh-burgenland.at möglich. Infos zum Programm finden Sie unter https://www.fh-burgenland.at/fileadmin/user_upload/Termine/2019/Einladung_SymposiumFrauengesundheit_Okt2019_A4.pdf

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