Jois beschließt FAIRTRADE-Resolution

Jois, 19. 9. 2019

Als erste Gemeinde im Nordburgenland verabschiedete der Joiser Gemeinderat einstimmig die „Resolution zur Förderung des fairen Handels“ (FAIRTRADE-Resolution).  Damit macht sich Jois auf dem Weg zur fünften FAIRTRADE-Gemeinde landesweit, von diesen gibt es bislang vier im Mittel- und Südburgenland. Insgesamt fünf Ziele sollen bis im kommenden Frühling 2020 realisiert werden, die für die offizielle Ernennung erforderlich sind.

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Als künftiger Joiser FAIRTRADE-Beauftragter fungiert Sascha Krikler, der auch den Antrag eingebracht hat. „Um eine ökosoziale Wende herbeizuführen brauchen wir vor allem mehr Regionalität und einen faireren Welthandel. Unfaire Handelsabkommen, wie aktuell der EU-MERCOSUR-Pakt, beschädigen etwa auch unsere Landwirtschaft nachhaltig. Jois nimmt mit diesem einstimmigen Beschluss eine Vorreiterrolle im Nordburgenland ein und setzt damit auch ein aktives Zeichen für mehr Klimaschutz. Ein jeder Ort kann als FAIRTRADE-Gemeinde aktiv einen wichtigen Beitrag für eine ökosoziale und gerechtere Welt leisten“, hält Gemeindevorstand Krikler fest, der für das Gemeindeprojekt verantwortlich sein wird.

Als FAIRTRADE-Gemeinde wird der faire Handel innerhalb der Ortschaft unterstützt und die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung gestärkt, etwa durch entsprechende Informationen oder Veranstaltungen. Zudem wird es in der Gemeindestube, wie bei Sitzungen oder in den Büros, künftig FAIRTRADE-Produkte – wie Kaffee – geben. Außerdem soll die Verwendung von FAIRTRADE-Erzeugnissen darüber hinaus unterstützt werden, etwa auch im Einzelhandel oder der Gastronomie. „Wir sind stolz , dass wir als erster Ort des Nordburgenlandes diesen Schritt Richtung FAIRTRADE-Gemeinde gesetzt haben und gehen auch mit gutem Beispiel voran. Der Klima- und Umweltschutz ist unserer Weinbaugemeinde sehr wichtig, daher wird Jois künftig auch glyphosatfrei sein“, so Bürgermeister Hannes Steurer. Ein entsprechender Antrag zum Verzicht auf Glyphosat, wurde bei der Sitzung ebenso beschlossen. Neben der Volkspartei (ÖVP) unterstützten auch die Sozialdemokraten (SPÖ) und die Liste „Gemeinsam für Jois“ (GfJ) diesen Punkt – der somit ebenso einstimmig und damit gemeinsam beschlossen wurde.

 

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