Neues von der St. Georgener Rebe

St. Georgen, 12. 9. 2019

Wir konnten auf unserem Rebblütenfest am 22. Juni schon mehr als 200 Besucher begrüßen. Besonders gut angenommen wurde die Vertikalverkostung 2015/2016/2017/2018. Diese hat beeindruckend und unverkennbar die Stilistik und Typizität der uralten Sorte St. Georgener Rebe erkennen lassen.

va

Auch zeigt sich bei dieser Vertikale – beginnend mit dem ältesten Jahrgang – dass die Reben von Jahr zu Jahr vitaler werden und zunehmend Trauben von immer besserer physikalischer Reife bringen. Für den 2018er haben wir schon den Traubenansatz um ca. 50 % ausgedünnt, außerdem mit einer Hefeselektion von DI Herbert Gangl vom Bundesamt für Weinbau in Eisenstadt – der Hefe St. Georgen, selektioniert im Jahr 2017 aus dem Weingarten der St. Georgener Rebe – vergoren.

„Wie alle Jahrgänge braucht der 2018er derzeit etwas Luft, um nach 10-20 Minuten im Duft vielschichtige Aromen und komplexe Struktur am Gaumen zu entfalten.“ – sagt Hans Moser unser Vereinsoenologe. Auch für Hermann Höld – Vorstandsmitglied – und Christian Zechmeister MA – Obmannstellvertreter – ist eine kurze Belüftung der Weine von Vorteil, siehe Anhang Fakten und Weinbeschreibung.

Der Preis für eine Flasche 0,75-l St. Georgener Rebe ist € 20,00 ab St. Georgen. Die 0,5-l Flasche Trebernbrand – brandneu und sensationell aus 4 Jahrgängen optimal kombiniert – kostet € 40,00.

Das Angebot des Vereins zur Kultivierung der St. Georgener Rebe für Sie:
Rebepaten bis zu 12 x 0,75-l Flaschen à € 13,00 + Versand
Freunde der St. Georgener Rebe bis zu 6 x 0,75-l Flaschen à € 13,00 + Versand
Zusatzangebot: Kleine Vertikale 3 Flaschen (je 1 x 2016/2017/2018) à € 50,00 + Versand
Große Vertikale 6 Flaschen (1x 2016/2×2017/3×2018) à € 90,00 + Versand

Der Versand ist möglich im 3er zu € 7,50/6er zu € 8,50/12er zu € 11,00 und 18er DPD-Karton innerhalb Österreichs. Die Transportspesen ins Ausland geben wir Ihnen auf Anfrage gerne bekannt.
Bestellungen werden gerne unter www.georgirebe.at / www.hans-moser.at oder telefonisch unter 02682/66607 Weingut Hans Moser entgegengenommen.
Der Verein zur Kultivierung der St. Georgener Rebe freut sich auf Ihre Bestellung
Wichtiger Hinweis:

Im Rahmen des Tages der offenen Keller in St. Georgen am Samstag, 14. September 2019 gibt es im „Weinbauarchiv altes Presshaus – Kirchenplatz 21“ von 14:00 bis 17:00 h eine „Exclusiv-Verkostung“ St. Georgener Rebe 2018 und eine Vertikale von 2015 bis 2018.

va

FAKTEN UND WEINBESCHREIBUNG

Die St. Georgener Rebe – die Mutterrebe des Grünen Veltliners – galt bis zum Jahr 2006 als verschollen. Sie wurde auf einer Hutweide, die bis ins 16. Jahrhundert herrschaftlicher bzw. klösterlicher Weinbergsbesitz war, gefunden. Diese historische Unikatrebe war in ihrem langen Überlebenskampf durch Hagebuttengebüsch geschützt. Zeitzeugen und mündliche Überlieferungen berichten, dass bis in die 1950er Jahre dieser Weinstock geschmackvolle und wohlschmeckende Trauben trug.

Nach mehrjähriger intensiver Pflege durch das Weingut Hans Moser zeigten sich auf den aus Stecklingen gezogenen Rebstöcken erstmals wieder Gescheine und Weintrauben. Die Vermehrungsphase mit Traubenansatz und damit mit Kernen zur natürlichen Arterhaltung war erfolgreich wiederhergestellt.

Seit 2016 ist die historische Rebsorte am Beginn ihres „Leistungsmodus“, das heißt, es wachsen immer mehr wohlschmeckende Trauben, die Jahr für Jahr zu noch physiologisch reiferen Weinen ausgebaut werden (siehe Expertisen). Die Weine zeigen Potenzial und entwickeln erstaunliche Finesse und Aromastruktur, gestützt durch die Mineralität vom Leithakalk.

Jahrgang 2016:
• Strahlend klares Strohgelb mit leichten grünen Reflexen und mittlerer Viskosität.
• Vielschichtiges Bukett nach reifen Äpfeln, weißem Pfirsich mit zarten Anklängen von reifen Mandarinen und exotischen
Früchten, noch immer jugendlicher Charakter.
• Trocken mit lebendiger-spritziger Säure, feinen würzigen Nuancen, fruchtig mit schlankem Körper und mittlerem Alkohol,
jugendliche Zitrusnoten treten in den Vordergrund, sehr frisch im Abgang.

Jahrgang 2017:
• Strahlend klares Strohgelb mit leichten grünen Reflexen und mittlerer Viskosität.
• Intensiver Duft nach gelben Früchten (vor allem Golden Delicious, Williamsbirne, Ringlotten)
mit deutlich würzigen Anklängen, leicht florale Noten, durchaus komplex.
• Am Gaumen trocken mit spritziger Säure, leicht cremiger Struktur, sehr fruchtig nach reifen
Birnen und Honigmelone, mittlerer Körper und mittlerer Alkohol, erfrischender von Zitrusnoten
geprägter Abgang.

Jahrgang 2018:
• Strahlend klares Strohgelb mit leichten grünen Reflexen und mittlerer Viskosität.
• Sehr intensiver Duft nach reifen gelben Früchten, exotischen Noten wie Litschi und Mango,
spannende würzige Anklänge nach Teeblättern mit überaus einladenden floralen Noten (vor
allem Rosenblätter), komplex.
• Am Gaumen trocken mit eleganter – gut stützender Säure, sehr cremiger Struktur, fruchtig,
Pink Grapefruit und Maracuja, sehr würzig, mittlerer Körper und mittlerer Alkohol, langer – sehr
cremiger Nachhall.

Alle drei Jahrgänge entfalten ihr volles Aroma nach kurzer Belüftung!
Weinbeschreibung: Christian Zechmeister MA · Weinakademiker

 

Share Button

Related posts