Baubeginn Wasserwerk Kittsee

Kittsee, 2. 9. 2019

Wasserversorgungsanlage auf modernstem Standard

Der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland errichtet in der Mitgliedsgemeinde Kittsee ein neues Wasserwerk auf modernstem Standard. Mit dem Bodenaushub wurde noch vor dem Sommer begonnen. Mittlerweile sind die Fundierungs- und weiteren Betonarbeiten im Bereich des Tiefgeschoßes bereits großteils fertiggestellt. Das Wasserwerk wird nördlich des Kreuzungsbereichs der Bundesstraße B50 und der Edelstaler Landesstraße errichtet. Es wird von zwei Brunnenfeldern, welche sich in der Gemeinde Kittsee befinden, gespeist. Nach derzeitigem Stand sollen die Bauarbeiten noch vor dem Sommer 2020 abgeschlossen werden und das neue Wasserwerk Kittsee in Betrieb gehen.

wlv

Das größte Einzelprojekt, welches im Jahr 2019 beim Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland zur Bauumsetzung gelangt, ist das neue Wasserwerk in Kittsee. Dieses soll im Jahr 2020 fertiggestellt werden und bereits in der sommerlichen Hochverbrauchsphase 2020 für die Wasserversorgung zur Verfügung stehen. In diesem neuen Wasserwerk werden die Wässer aus drei neu errichteten Tiefbrunnen, sowie den beiden bereits seit Jahrzehnten bestehenden Brunnenanlagen in Kittsee zusammengefasst. Nach der teilweisen Aufbereitung und Mischung der Wässer werden diese in einem 1500 m³ großen, im Bauwerk integrierten Trinkwasserbehälter gespeichert, und sodann in das Versorgungssystem eingespeist. Die Anlagenkapazität des Wasserwerks Kittsee beträgt 60 l/s. Für die Errichtung des Wasserwerks samt Tiefbehälter, neuen Brunnenanlagen und Zubringerleitungen ist ein Investitionsvolumen von insgesamt ca. € 5 Mio. vorgesehen.

„Durch den Bau des neuen und modernen Wasserwerks Kittsee wird die Versorgungssicherheit im besonders stark prosperierenden nördlichen Teil des Bezirkes Neusiedl am See weiter verbessert, sowie für die Zukunft die Versorgung in höchster Qualität abgesichert“, meinen der Obmann des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland, Bgm. Ing. Gerhard Zapfl, sowie der Obmannstellvertreter, Bgm. Josef Tschida, unisono.

Die Ausmaße des zukünftigen Wasserwerks samt Tiefbehälter sind bereits deutlich ersichtlich. Es besteht im Wesentlichen aus zwei integrierten Bauwerken. Es wird ein Tiefbehälter mit einem Speichervolumen von ca. 1.500 m³, einer Aufbereitungshalle mit diversen Filter- und Membrananlagen, sowie ein umfangreicher Rohrkeller errichtet. Im Rohrkeller, welcher sich unterhalb der Aufbereitungshalle befindet, werden die erforderlichen Stromzuleitungen und die für den Betrieb des Wasserwerks notwendigen Pumpanlagen installiert. Weiters ist die Errichtung einer Schaltwarte mit Spülbecken vorgesehen. Die Gesamtnutzfläche der Aufbereitungshalle beträgt insgesamt ca. 680 m².

Für den Fall eines Blackouts wird eine Notstromversorgungsanlage mit ca. 200 kVA an der Hallenaußenseite errichtet. Weiters wird, um einen Teil des Strombedarfs des Wasserwerks abzudecken, am Dach des Betriebsgebäudes eine Photovoltaikanlage mit 42 kWp installiert.

„Wir errichten hier in Kittsee ein Wasserwerk auf dem neuesten Stand der Technik, in moderner Industriearchitektur an einem „Schaupunkt“. Es wird sowohl mit einer Notstromversorgung für den Fall eines „Blackout“, wie auch mit einer umweltfreundlichen Photovoltaikanlage zur Deckung eines wesentlichen Teiles des Strom-Eigenbedarfs ausgerüstet“, ist der Technische Leiter des WLV, DI Dr. Helmut Herlicska, stolz.

„Das neue Wasserwerk ist eine große und wichtige Investition für die sich stark entwickelnde Region. Nur eine auf die Zukunft ausgerichtete Wasserversorgung mit guter Qualität bildet eine gute Grundlage für die hier lebenden Menschen, den Tourismus, sowie die Wirtschaft“, zeigt sich der kaufmännische Leiter des WLV, Mag. Klaus Sauer, überzeugt.

Bislang liegen die Arbeiten sehr gut im Zeit-, wie auch im Kostenplan. Somit kann derzeit ausgegangen werden, dass das neue Wasserwerk Kittsee termingerecht noch vor dem Sommer 2020 in Betrieb gehen wird.

 

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