FPÖ Molnár reagiert scharf auf Kölly-Angriffe

Eisenstadt, 28. 8. 2019

FP-Politiker legt unfreiwilligem LBL-Eremiten Nebenwohnsitz beim Staatsanwalt nahe

Mit einer nicht alltäglichen verbalen Kaskade niedrigsten Niveaus gegen die FPÖ und insbesondere deren Parteiobmänner in Bund und Land lässt der verlassene Landtagsabgeordnete Manfred Kölly (LBL) im heute erschienen Sommergespräch mit der BVZ aufhorchen. Die Freiheitlichen reagieren nicht minder heftig.

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LAbg. Klubobmann Geza Molnar, FPÖ

Norbert Hofer, designierter Bundesparteiobmann, habe – Stichwort „Ibiza“ – „alles gewusst“, Hans Tschürtz, Landesparteiobmann, sei „kein Politiker“ und statt ihm solle Géza Molnár, FP-Klubobmann, „Verantwortung übernehmen“. Mit diesen und anderen An- bzw. Untergriffen kämpft Kölly verzweifelt um Aufmerksamkeit.

Zumindest heute bekommt er sie für ein paar Stunden. Der FP-Vize-Landesparteiobmann und von Kölly angesprochene Klubobmann Géza Molnár attestiert seinem „einstigen Parteifreund, ganz schön viel Meinung für so wenig Ahnung“ zu haben und erinnert Kölly an dessen eigene Vergangenheit in der FPÖ, seinen unrühmlichen Abgang und seine aktuellen Probleme.

Molnár: „Mag sein, dass wir Kölly heute auf den Leim gehen. Aber das, was er da von sich gibt, kann tatsächlich nicht unwidersprochen bleiben. Wenn er Norbert Hofer in möglicherweise kriminelle Machenschaften verwickelt sieht, dann soll er das dem Staatsanwalt erzählen. Bei dem hat er in eigener Sache ohnehin schon einen Nebenwohnsitz.

Es ist nicht hinnehmbar, dass Kölly in seinem Überlebenskampf mit derartigen Behauptungen um sich wirft, ohne eine Beweisführung auch nur zu versuchen. Übrigens soll er sich daran erinnern, warum er selbst unehrenhaft aus der FPÖ geflogen ist: Er war der korrupteste FPÖ-Politiker in der Geschichte des Burgenlandes.“

Dem gegenüber sei Hans Tschürtz, so Molnár, „der erfolgreichste FPÖ-Politiker in der Historie des Landes“, von dem zu hoffen sei, das er den Freiheitlichen noch lange als Obmann erhalten bleibe. „Hans Tschürtz ist für die größten Siege und eine erfolgreiche Regierungsbeteiligung der FPÖ verantwortlich. Mit ihm an der Spitze werden wir auch weitere Wahlen gewinnen.“

Einmischung von außen verbitten sich die Freiheitlichen sowieso. Géza Molnár abschließend: „Der soll sich um seinen eigenen erodierenden Haufen kümmern. Und wenn mich jemand, der Korruption in seinem Lebenslauf stehen und den Staatsanwalt wegen Wahlbetrugs im Genick hat, als ‚guten Mann‘ bezeichnet, muss ich mich eigentlich selbst infrage stellen.“

 

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