Weinbaupräsident Ök.-Rat Andreas Liegenfeld fordert faire Traubenpreise

Eisenstadt, 23. 8. 2019

Faire Traubenpreise sichern nachhaltig Existenzen – Weinbaupräsident fordert faire Preise für Trauben  

Die Hauptlese wird heuer 10 bis 14 Tage später als im Vorjahr stattfinden. Die Trauben präsentieren sich von hervorragender Qualität. Erste Frühsorten werden bereits für die Erzeugung von Traubensaft, Sturm und Jungweinen geerntet. Wichtig ist, beim Traubenpreis zwischen Sorten und dem Endprodukt, das aus den Trauben entstehen soll, zu unterscheiden.

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Weinbaupräsident Ök.-Rat Andreas Liegenfeld

„Erste Rückmeldungen betreffend die Traubenpreise am freien Markt, lassen bereits vorsichtige Rückschlüsse darauf zu, wie sich der Traubenpreis im heurigen Jahr entwickeln wird“, erklärt Liegenfeld. „Allerdings muss sehr wohl angemerkt werden, dass derzeit eher nur mit frühen Sorten gehandelt wird, welche weitestgehend zu Sturm verarbeitet werden. Außerdem sind diese Preise meist nicht repräsentativ für Trauben, die im Rahmen eines Vertragsverhältnisses zwischen Verkäufer und Käufer vertrieben werden. Dort ist es in der Regel so, dass der Traubenkäufer aktiv Einfluss auf die Produktion im Weingarten nimmt und deswegen bereit ist, einen höheren Preis für die Trauben zu zahlen. Langfristig macht es somit für Produzenten und Abnehmer durchaus Sinn, eine vertragliche Partnerschaft einzugehen“, merkt Liegenfeld an.

Weiters erklärt er: „Wichtig ist ebenso zu unterscheiden, ob vom Preis für Trauben zur Produktion von Qualitätswein, welcher gesetzlich strenger reguliert ist, gesprochen wird oder ob die Trauben für billigen Tafelwein ohne Herkunftsbezeichnung verwendet werden. Der Landesverband Burgenland hat für die heurige Ernte gemeinsam beschlossen, dass es zu keiner Erhöhung des derzeitigen Hektar-Höchstertrags von 9.000 Kilogramm kommen soll.“

„Damit alle Traubenkäufer einschließlich des Handels zukünftig weiterhin verlässliche Lieferanten für qualitativ hochwertige burgenländische Trauben haben, ist es unumgänglich, dass entsprechende Qualitäten mittels fairen Preisen abgegolten werden. Für das langfristige Bestehen der traubenproduzierenden Betriebe ist ein fairer kostendeckender Preis überlebenswichtig. Deshalb appelliere ich als burgenländischer Weinbaupräsident an alle Traubeneinkäufer, die Einkaufspreise so zu gestalten, dass Existenzen langfristig gesichert werden können“, schließt Liegenfeld ab.

 

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