ÖVP: 11-Punkte-Plan für den ländlichen Raum

Eisenstadt, 23. 8. 2019

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„Zwei Drittel der Menschen in Österreich leben in ländlichen Regionen –  im Burgenland deutlich mehr. Für diese Menschen und ihre Zukunft tragen wir eine besondere Verantwortung“, so Landesparteiobmann Thomas Steiner und ÖVP-Regionalsprecher Niki Berlakovich unisono. „Wer im ländlichen Raum lebt, muss gleichwertige Chancen vorfinden wie im urbanen Gebiert. Das ist derzeit nicht so und betrifft vor allem die Gesundheitsversorgung genauso wie Infrastruktur und Arbeitsplätze. Wir wollen daher in enger Zusammenarbeit mit den Ländern und Gemeinden Anreize schaffen, um den ländlichen Raum als attraktiven Wohn-, Arbeits- und Lebensraum zu erhalten“, so Steiner. Sebastian Kurz hat dafür ein Programm vorgestellt, dass 11 Punkte umfasst, um den ländlichen Raum noch mehr zu unterstützen. Viele Maßnahmen daraus finden sich auch im Plan für das Burgenland, der bereits vor einem Jahr von Landesparteiobmann Thomas Steiner vorgestellt wurde.

„Das große Ziel ist eine Attraktivierung des ländlichen Raums durch gezielte Infrastruktur-Maßnahmen. Wir müssen hier grundlegende Bereiche ausbauen, damit Menschen und Unternehmen das vorfinden, was sie für einen Verbleib im Land brauchen“, so Steiner. Das gehe nicht von heute auf morgen, aber auch nicht von alleine. Der Plan für das Burgenland und das Programm von Sebastian Kurz können dafür die Basis sein. Steiner weiter: „Wir müssen die großen Themen wie öffentlicher Nahverkehr und Breitband endlich gezielt und strukturiert angehen“, so Steiner. Steiner verweist dabei auf sein Pilotprojekt mit einigen umliegenden Gemeinden um Eisenstadt. „Der Stadtbus geht in die Regionen. Das möchten wir flächendeckend haben. Kleine Busse mit hoher Frequenz, die die Menschen in den Gemeinden miteinander und mit wichtigen Knotenpunkten verbinden“, so Steiner.

 

Berlakovich: „Gleiche Chancen für die Menschen im ländlichen Raum“

„Die Menschen leben gerne im Burgenland, aber wir müssen dafür sorgen, dass sie in allen Regionen das vorfinden, was sie zum Leben brauchen. Wir müssen mehr tun, dass auch die Menschen in den strukturschwächeren Regionen des Landes die gleichen Chancen haben, wie jene in den Ballungszentren. Denn nach wie vor gibt es hier Defizite“, so Berlakovich. Im ländlichen Raum muss es dieselbe Versorgungssicherheit geben, wie in der Stadt. Auch die Unterstützung der Pendler spielt eine große Rolle. Das Burgenland ist über weite Strecken ein Pendlerland. Jede CO2-Steuer würde also gerade die Burgenländer besonders treffen. „Wer den ländlichen Raum stärken will, der schafft keine neuen Belastungen, sondern Anreize. Jemand, der mit den Öffis oder einem Elektrofahrzeug zur Arbeit pendelt, muss dafür auch belohnt werden“, so Berlakovich. Die Volkspartei tritt deswegen für eine Ökologisierung der Pendlerpauschale ein.

„Der ländliche Raum ist unsere Zukunft – wir müssen sicherstellen, dass es auch in Zukunft ein blühendes Leben in unseren Gemeinden und Dörfern gibt, dass Menschen dort eine Arbeit haben und eine gute Infrastruktur in allen Bereichen. In den Dörfern und Städten wird unsere österreichische Kultur weitergegeben und dort fühlen sich die Menschen zuhause“, so die beiden ÖVP-Politiker unisono.

 

Der 11-Punkte-Plan für den ländlichen Raum 

  1. Neugestaltung und Ökologisierung des Pendlerpauschale
  2. Keine neuen CO2-Steuern
  3. Flächendeckende Versorgung mit Elektro- und Wasserstoff-Tankstellen
  4. Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs
  5. Österreichweite Abdeckung von schnellem Breitband-Internet und Forcierung 5G
  6. Flächendeckende qualitative Gesundheitsversorgung
  7. Ausbau von Bürogemeinschaften und Telearbeit
  8. Verlagerung von Verwaltungstätigkeiten in die Regionen
  9. Kunst- und Kulturinitiativen auch in den Regionen fördern
  10. Ehrenamt als wichtige Säule für die Gesellschaft stärken
  11. Ausbau der Kinderbetreuung in den Gemeinden und Regionen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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