ARBÖ Pickerl Report 2018

Eisenstadt, 21. 8. 2019

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ARBÖ Burgenland
Pickerl-Report 2018
Wie gut sind die Autos im Burgenland?

Der ARBÖ Burgenland präsentiert zum zweiten Mal den Pickerl-Report: Von 1. Jänner bis 31. Dezember 2018 wurden in den sieben burgenländischen ARBÖ-Prüfzentren insgesamt mehr als 28.000 §57a-Überprüfungen durchgeführt. Eine Auswertung einer so großen Anzahl von technischen Kfz-Prüfungen im Burgenland hat es vor dem Pickerl-Report des ARBÖ noch nie gegeben.

ARBÖ-Präsident Dr. Peter Rezar: „Mit einer Stichprobe von über 28.000 §57a-Überprüfungen ist der Report auch statistisch von hoher Aussagekraft. Denn das sind zirka zehn Prozent aller zugelassenen Fahrzeuge – bei einem Bestand von 280.000 Kraftfahrzeugen im Burgenland. Aufgrund dieser großen Stichprobe können auch Rückschlüsse auf den technischen Zustand und die Verkehrs- und Betriebssicherheit aller Fahrzeuge, die auf den burgenländischen Straßen unterwegs sind, geschlossen werden.“

Der ARBÖ will mit dem Report und der Erstellung der Mängelliste Fahrzeugbesitzer auf die am stärksten strapazierten Bauteile in und an einem Fahrzeug aufmerksam machen. Damit diese bei Service oder Reparatur besonders genau geprüft werden, und dadurch technische Gebrechen als Unfallursache soweit wie möglich ausgeschlossen werden können.
Gerhard Graner, technischer Leiter des ARBÖ Burgenland: „Das Pickerl – wie die §57a-Prüfung von Kraftfahrzeugen umgangs-sprachlich genannt wird – ist eine im Gesetz vorgeschriebene wiederkehrende Begutachtung aller in Österreich zugelassenen Fahrzeuge. Dabei werden mehr als 130 Prüfpositionen auf Basis behördlich vorgeschriebenen Richtlinien gecheckt.“

Generell wird generell zwischen „leichten“ und „schweren“ Mängeln und „Gefahr in Verzug“ unterschieden:

• Bei „leichten“ Mängeln kann ein positives Gutachten erstellt werden. Es besteht dennoch Handlungsbedarf, die Reparatur bzw. der Austausch eines für die Verkehrssicherheit relevanten Bauteils wird mit der Anmerkung „leichter“ Mangel angekündigt.
• Bei „schweren“ Mängeln oder „Gefahr in Verzug“ sind sofortige Reparaturen am Fahrzeug notwendig. Beispiele dafür schwere sind Flüssigkeitsaustritt mit möglicher Umweltschädigung, die Bremsbeläge haben Verschleißgrenze erreicht, eine nicht funktionierende Beleuchtung oder ein durchgehender Sprung der Windschutzscheibe.

Gerhard Graner: „Jede §57a-Begutachtung muss im elektronischen Begutachtungsprogramm, das für jede Zulassungsbehörde einsehbar ist, erfasst werden. Die in den burgenländischen ARBÖ-Prüfzentren gesammelten Daten für das Jahr 2018 haben wir ausgewertet und zu diesem Report zusammengefasst.“

Im ARBÖ Burgenland-Pickerl-Report wurden nur die schweren Mängel und Abnützungen und Beschädigungen bei Gefahr in Verzug berücksichtigt.

Die Auswertung der §57a-Begutachtungen nach Baugruppen:

Nach einer „negativen“ § 57a-Begutachtung Gutachten mit schweren Mängeln können Fahrzeuge innerhalb einer bestimmten Frist zu einer „Nachbegutachtung“ in derselben Begutachtungsstelle vorgeführt werden. Bei der Feststellung von Gefahr in Verzug muss das Auto sofort repariert werden und darf nicht mehr auf die Straße.

Der Vorteil des ARBÖ ist, dieser ist als Autofahrerorganisation bei §57a-Begutachtungen objektiv und unabhängig. Und der ARBÖ ist bei der Pickerl-Überprüfung im Vergleich zu Werkstätten auch sehr günstig, wie ein Preisvergleich der Arbeiterkammer Wien im Mai/Juni 2019 ergeben hat: Die Kosten fürs Pickerl betragen im Schnitt bei Autos mit Benzinmotor 66,92 Euro, bei Kfz mit Dieselmotor 69,98 Euro (je nach Begutachtungsstelle und Automarke). Beim ARBÖ Burgenland kostet die §57a-Überprüfung nur 43,90 Euro (+ 1,90 Euro für die Plakette).

Fazit des ARBÖ Burgenland:

• Von den 28.000 geprüften vom ARBÖ im Burgenland geprüften Pkw und Kombi mussten lediglich 2.500 Fahrzeuge zu einer Nachbegutachtung. Das sind weniger als 9 Prozent.
• Mehr als 80 Prozent aller schwerer Mängel oder starken Beschädigungen und Abnutzungen mit Gefahr in Verzug betrafen drei Baugruppen:
o Räder bzw. Reifen
o Mängel am Fahrgestell
o Bremsanlage.

Die Empfehlung des ARBÖ: Diese drei Baugruppen sollten die burgenländischen Autofahrer genauer prüfen lassen und wenn nötig reparieren lassen.

Präsident Rezar: „Insgesamt legen die burgenländischen Autofahrer auf Wartung und Instandhaltung ihrer Fahrzeuge großen Wert – wie das die große Anzahl von positiven §57a-Überprüfungen zeigt: Über 90 Prozent aller geprüften Pkw und Kombi haben im vergangenen Jahr den Pickerl-Test bestanden. Der ARBÖ Burgenland Pickerl-Report 2018 fällt daher insgesamt positiv aus. Der technische Zustand der Kraftfahrzeuge im Burgenland wird als ‚gut‘ bis ‚sehr gut‘ beurteilt.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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