Neuer Brunnen in Winden am See

Winden, 8. 8. 2019

Die neue Brunnenanlage in Winden am See ist ein aktuelles wichtiges Projekt des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland. Die Brunnenanlage wurde vor kurzem fertiggestellt und hat in den Hochverbrauchszeiten des heurigen Sommers bereits ihren ersten Härtetest bestanden. Der 28 m tiefe Brunnen stellt einen wichtigen zusätzlichen Wasserspender für die Region dar. Durch die Absicherung mit einem Notstromaggregat ist eine unterbrechungsfreie Wasserbereitstellung auch bei einem Stromausfall im Bereich des öffentlichen Stromnetzes möglich. Weiters wurden umfassende Erneuerungsarbeiten bei der Quelle Winden, welche die am weitesten östlich gelegene Karstquelle Österreichs ist, durchgeführt, sowie der nahegelegene Heidebrunnen saniert. Insgesamt stehen somit drei wichtige, auf neuestem Stand befindliche, Wasserspender in der Gemeinde Winden Am See für die Wasserversorgung der Region zur Verfügung.

wlv
DI Lukas Kolla, DI Dr. Helmut Herlicska, Bgm. Josef Tschida, Bgm. Ing. Gerhard Zapfl, NR Bgm. Erwin Preiner, Mag. Nikolaus Sauer direkt beim neuen Brunnen in Winden

Nach umfangreichen Vorarbeiten zur Wassererkundung und Wassererschließung konnte in Winden am See ein neuer Brunnen errichtet werden, welcher qualitativ hochwertiges Wasser erschließt. Im Zuge des Projektes wurde auf Basis umfangreicher Voruntersuchungen und Vorarbeiten der neue Brunnen 2, welcher eine Förderleistung von über 15 l/s aufweist, errichtet. Weiteres wurde eine Anbindung an den GHB Winden errichtet, sowie vorhandene Anlagen und Leitungen bei der Quelle Winden, sowie dem Heidebrunnen umfassend saniert. Die neue Brunnenanlage wurde weiteres mit einem Notstromaggregat ausgestattet, um auch bei Stromausfall einen Betrieb zu gewährleisten. Insgesamt wurden ca. 1 Mio. € investiert.

„Der heurige Sommer hat wieder Temperaturrekorde erbracht, und die Wasserversorgung im Bereich des Nordburgenlandes gefordert. So wurden Tagesspitzen des Wasserverbrauchs von über 81.000 m³ gemessen (der durchschnittliche Verbrauch im Winterzeitraum lieg bei etwa 35.000 m³). Um diese Spitzen abdecken zu können, und die Erfordernisse des Wasserbedarfs sowohl hinsichtlich des Klimawandels, wie auch der Bevölkerungsentwicklung abdecken zu können, müssen laufend neue Wassererschließungen durchgeführt werden. Der neue Brunnen in Winden am See, sowie die getätigten Erneuerungsarbeiten an der Quelle und dem Heidebrunnen liefern hierbei einen wichtigen Beitrag“, erläutern der Obmann des WLV, Bgm. Ing. Gerhard Zapfl, sowie der Obmannstellvertreter, Bgm. Josef Tschida.

„Von der Idee eines neuen Brunnens bis zur Wasserfügbarkeit im Netz braucht es eine Vielzahl von Schritten, die jedenfalls mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Unsere Bemühungen haben sich hier bezahlt gemacht. Eine wichtige Maßnahme beim Ausbau der neuen Brunnenanlage stellt die Notstromversorgung dar. Nur so kann sichergestellt werden, dass eine Wasserversorgung in der Region auch im Falle eines großflächigen länger anhaltenden Stromausfalles, eines sogenannten Blackouts, aufrechterhalten werden kann“, meint der Technische Leiter des WLV, DI Dr. Helmut Herlicska.

„Der Ausbau und Erhalt der Wasserversorgung im Bereich des nördlichen Burgenlandes ist eine große finanzielle Herausforderung. Die hier investierten Gelder sind jedoch zweifellos erforderlich, um eine gesicherte zukünftige Entwicklung der Wasserversorgung im Nordburgenland zu ermöglichen, und somit gut angelegt“, so der kaufmännische Leiter des WLV, Mag. Klaus Sauer.

„Als Bürgermeister der Gemeinde Winden am See bin ich stolz mit dem Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland einen verlässlichen Partner zu haben, welcher die Wasserversorgung nachhaltig sicherstellt. In Winden am See wurden Quellen bereits zu Zeiten der Römer genutzt. Mit dem aktuellen Projekt wird somit die wichtige Position unserer Gemeinde für die Wasserversorgung zukunftsträchtig fortgesetzt“, meint NR Abgeordneter, Bgm. Erwin Preiner.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass mit dem erfolgreich umgesetzten Projekt wieder wesentliche Akzente zum Ausbau und zur nachhaltigen Sicherung der Wasserversorgung der nordburgenländischen Bevölkerung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser in ausreichender Menge gesetzt werden konnten.

 

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