ÖVP zu Breitbandmilliarde: Burgenland hat Chance versäumt

Eisenstadt, 7. 8. 2019

Unvorstellbar in der heutigen Zeit, aber Tatsache: Nicht überall gibt es eine Internetverbindung, vor allem im Süden des Burgenlandes gibt es noch massive Lücken. „Während andere Bundesländer durch die Breitbandmilliarde die Chance ergriffen haben, bleibt das Burgenland leider wieder auf der Strecke weil sich niemand dafür zuständig fühlt“, kritisiert Landesparteiobmann Steiner. Verkehrsminister Reichhardt hat heute die Breitbandstrategie 2030 vorgestellt, welche sich aus den verbleibenden Mitteln und den zukünftigen Erlösen zusammensetzt. Schnelles Internet ist die Grundlage, damit sich auch strukturschwache Regionen entwickeln können. „Mit einer Landesgesellschaft für den flächendeckenden Glasfaser-Ausbau wäre das möglich“, so Steiner.

„Seit Jahren wissen wir, dass das Burgenland im Breitbandausbau massiv hinterherhinkt und es wird nichts dagegen getan“, kritisiert Steiner und ergänzt: “Niemand in der rot-blauen Regierung fühlt sich dafür verantwortlich.“ Selbst der Rechnungshof kritisierte den schleppenden Ausbau. In anderen Bundesländern sieht man es als selbstverständliche Pflicht an, für eine moderne Infrastruktur zu sorgen. Vor allem in Nieder-, Oberösterreich und Tirol wurde kräftig ausgebaut. Durch das gemeinsame Vorgehen mehrerer Gemeinden konnten viele Förderungen abgerufen werden. „Laut letzter Evaluierung haben bis dato knapp 840.000 Personen von der Breitbandmilliarde profitiert – wir im Burgenland leider nicht“, so Steiner, der einmal mehr auf die langjährige Forderung der Volkspartei hinweist: „Wir brauchen eine Landesgesellschaft für Glasfaser-Ausbau, die auch in kleinen Gemeinden für diese Infrastruktur sorgt. In unserem ‚Plan für das Burgenland‘ ist diese Forderung zentral. Denn es muss das Ziel unserer Landesregierung sein, schnelles Breitband in alle Gemeinden zu bringen.“

 

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