Mercosur Abkommen bedroht die österreichische Landwirtschaft

Wien, 26. 7. 2019

SPÖ-NR PREINER: Mercosur-Abkommen: Weltweite Gefahr für Klima und Umwelt!

„Das umstrittene Mercosur-Handelsabkommen zwischen Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und der EU ist nicht nur eine Gefahr für Umwelt und Klima, es bedroht die österreichische Landwirtschaft massiv“, betont SP-NR und Bereichssprecher für Landwirtschaft und ländlichen Raum, Erwin PREINER.

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Die kleinstrukturierte Landwirtschaft, die bäuerlichen Familienbetrieb, die Bio-Betriebe geraten durch den Gammelfleisch-Import südamerikanische Rinder- und Geflügelfabriken und den Import von GV-Soja unter Existenzdruck. Die SPÖ will von der Bundesregierung ein klares „Nein“ zum Mercosur-Abkommen.

„Genau betrachtet unterstützt die EU-Kommission mit Abschluss des Handelsabkommens Mercosur direkt den brasilianischen Präsidenten Bolsonaro, der den Regenwald nicht mehr schützen will, Umweltagenturen schließen möchte und die Abholzung des Amazonas Regenwaldes großflächig ermöglicht.

„Solche Handelspartner kommen für Österreich nicht in Frage. Mercosur befeuert die Lebensmittelproduktion auf gigantischen Monokulturen. Dafür werden Regenwälder gerodet und massenhaft Pestizide wie Glyphosat eingesetzt“, betont PREINER.

Der Regenwald ist die Wetterküche Europas. Wird die Regenwaldfläche durch Brandrodung verringert, beschleunigt sich die Erderwärmung, denn bei der Verbrennung wird der in der Biomasse gespeicherte Kohlenstoff als Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre freigesetzt. Mit jedem abgebrannten Hektar tropischen Regenwalds sind das etwa 220 Tonnen CO2.

PREINER warnt auch vor den Auswirkungen auf das Klima. „In Zeiten der Klimakrise ist es unverantwortlich, 100.000 Tonnen Gammelfleisch über zehntausende Kilometer zu verschiffen, die qualitativ hochwertig und pestizidfrei bei uns produziert werden könnten.

Die Arbeitsbedingungen auf den südamerikanischen Mega-Plantagen unter Einsatz von Pestiziden und ohne jede Rücksicht auf soziale Standards, lediglich im Interesse der Profitgier der Agrarkonzerne und der Industrie, geht allein zu Lasten der Gesundheit der Menschen – die auf den Plantagen arbeiten und die das Gammelfleisch konsumieren.

„Die EU-Kommission unter Noch-Kommissionspräsident Juncker unterstützt diese Politik, die ÖVP und der Bauernbund tragen diese Politik nicht nur mit, sie fördern sie auch noch. Ich fordere daher den VP-Bauernbund auf, ehrliche Agrarpolitik zu betreiben. Für die österreichischen Landwirte und Konsumenten, die auf hohe Qualität und giftfreie Lebensmittel vertrauen!“, so PREINER.

 

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