Kultursommer Burgenland 2019

Eisenstadt, 3. 7. 2019

Herausragende Konzerte, aufsehenerregende Operetten- und Opernabende, unterhaltsame Komödien und feine Rock-Beats – der burgenländische Festspielsommer glänzt jedes Jahr mit hochkarätiger Vielfalt.

tb
„Bühne Seefestspiele Mörbisch“: Seefestspiele Mörbisch/Jerzy Bin
Spektakuläre Kulisse – Im Mittelpunkt des heurigen Bühnenbildes steht ein 15 Meter hoher und 12 Tonnen schwerer Drachenkopf. Eine Mannschaft von 16 Personen ist dafür zuständig, die Teile über die 2.500 m2 große Bühnenfläche zu bewegen. Der Drachenkopf kann zu sechst gefahren werden. Hierfür sitzen im Inneren des Drachen vier Bühnenarbeiter auf Autoreifen, die über Pedale angetrieben werden. Eine Neuerung dieses Jahr: Über der Bühne ist ein 16 Meter hoher und 50 Meter breiter Bogen gestaltet, auf dem Ton und Licht untergebracht sind. Es ist das erste Mal, dass Lautsprecher aus dem Bühnenbild ausgelagert sind. Das bringt nicht nur neue Lichteffekte, sondern kommt auch der Klangqualität zugute.

Auch heuer ist der sommerliche Event-Reigen im Land der Sonne wieder reich an außergewöhnlichen und aufregenden Highlights. So entführen die Seefestspiele Mörbisch die Gäste ins „Land des Lächelns“ – und zwar mit der gleichnamigen Operette von Franz Lehár (11.7.-24.8.). Die Oper im Steinbruch St. Margarethen bringt Mozarts „Zauberflöte“ auf die Bühne (10.7.-17.8.). Und „classic.Esterházy“ lädt wieder einmal ins prächtige Barockschloss Eisenstadt ein – u.a. zu Sommer-Matineen mit dem Haydn Quartett sowie zu charmanten Picknickkonzerten.

tb
„Bühnenbild Feuerprobe“: Oper im Steinbruch/Raimund Bauer
In bisher ungekannter Weise bezieht das diesjährige Bühnenbild von Raimund Bauer die gewachsene Landschaft des Steinbruchs in den Entwurf mit ein, vereint also Natürliches und vom Menschen Geschaffenes. Bretterbühne im Universum – Ein himmlischer Wolkenstrudel, der mehr als 20 Tonnen wiegt und auf 18 Laufwägen und 12 Schienensträngen nach hinten verschoben werden kann, Vögel und unheimliche tierische Formationen sollen eine schaurige, merkwürdige Stimmung schaffen.

Auf Schloss & Burg
Überhaupt werden die pannonischen Schlösser und Burgen gerne bespielt: In Güssing lädt Frank Hoffmann mit der Georges Feydeau-Komödie „Wie man Hasen jagt“ zum Kultursommer ein (ab 22.6.), und die Burgspiele begeistern mit der Aufführung von „In 80 Tagen um die Welt“ (24.7.-17.8.). Wolfgang Böck inszeniert bei den Schlossspielen Kobersdorf Nestroys „Mädl aus der Vorstadt“ (2.-28.7.). Mit überraschenden Hörerlebnissen wartet das renommierte Kammermusikfest Lockenhaus auf (4.-13.7.), bei dem heuer nach sechsjähriger Pause Festival-Gründer Gidon Kremer wieder gastiert. Schloss Kittsee bietet für „Carmen“ eine Traumkulisse (3.-27.7.).

In Parndorf sorgt der Theatersommer mit Ferdinand Raimunds Zaubermärchen „Der Verschwender“ für Stimmung (4.-28.7.). Im malerischen Schloss Tabor in Neuhaus am Klausenbach führt jOPERA Friedrich von Flotows „Martha“ auf – eine romantische Komödie, die als echte Opernrarität gilt (1.-11.8.). Und das Eisenstädter Festival Herbstgold setzt mit Klassik, Jazz, Balkan- und Roma-Sounds den fulminanten Schlusspunkt des Festspielsommers – u.a. mit Weltklassemusikern wie Elisabeth Leonskaja, Robert Holl und Harri Stojka sowie der kulinarischen Entdeckungsreise Pan
O´Gusto (11.-22.9.).

Share Button

Related posts