Die burgenländischen Frühkartoffeln sind da!

Draßburg, 1. 7. 2019

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Ende April machte die Landwirtschaftskammer gemeinsam mit burgenländischen Erdäpfelbauern unter dem Motto „Schützen wir unsere Erdäpfeln – für Konsumenten und Bauern“ auf den drohenden Versorgungsengpass mit heimischen Erdäpfeln aufmerksam. 2018 wurden im Burgenland aufgrund des Drahtwurms und der Dürre 40 Prozent weniger geerntet. Unter anderem fehlten notwendige Wirkstoffe für Bauern, um den Drahtwurm abzuwehren. Aufgrund des Versorgungsengpasses wurden vermehrt Erdäpfel aus Ägypten, Zypern und anderen Ländern zum Verkauf angeboten.

Ein Rückblick

Drahtwurm und Hitze waren verantwortlich für eine Versorgungsknappheit bei heimischen Erdäpfeln. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) überbrückte die Versorgungsknappheit bis zum Start der Heurigensaison mit ausländischer Importware. „Die Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln muss garantiert werden. Unsere Bauern wollen regionale hochwertige Erdäpfel produzieren. Um die Versorgung mit heimischen Erdäpfeln zu gewährleisten, brauchen unsere Bäuerinnen und Bauern wirksame Mitteln und Instrumentarien um den Drahtwurm abzuwehren“, betont NR DI Nikolaus Berlakovich, Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer.

Nach Versorgungsknappheit: Regionale Frühkartoffeln

Doch seit letzter Woche können die burgenländischen Erdäpfelbauern nach dem Versorgungsengpass aufatmen. Einige starteten schon letzte Woche mit der Haupternte der Frühsorten. Die Heurigen sind von guter Qualität und weisen derzeit noch keinen Schaden durch den Drahtwurm auf. Dennoch könnte die aktuelle Hitzewelle eine Bedrohung für die Ernte darstellen. Denn die enorme Hitze zieht Schädlinge an. Mit dem Einsatz von notwendigen Pflanzenwirkstoffen in Ausnahmesituationen könnte den Bauern geholfen werden. Der Ernteschaden würde geringer ausfallen. Als Landwirtschaftskammer rufen wir heute verstärkt wieder in Erinnerung, dass heimische Ware importierter Ware vorzuziehen sei. Die heimische Produktion ist zu sichern. „Das AMA-Gütesiegel und das AMA-Biozeichen sind Garantie für österreichische Produkte. Der Kauf direkt beim Bauern stärkt zusätzlich die regionale Landwirtschaft und erhält die Vielfalt unserer bäuerlichen Produkte“, so Präsident Berlakovich.

Andrea Tobler, Bezirksbäuerin aus Mattersburg, war beim Aktionstag für gesunde Lebensmittel dabei und erregte Aufmerksamkeit im Bezug auf die Versorgungsknappheit. Umso mehr lässt die aktuelle Situation mit guter Qualität von Frühkartoffeln die Familie aufatmen. „Wir sind ein Familienbetrieb mit einem Viertel Hektar Erdäpfelfläche in Draßburg. Letzte Woche haben wir die ersten Frühkartoffeln ausgehoben. Wir sind zufrieden mit der Qualität. Nur darf die Erde in nächster Zeit nicht allzu stark austrocknen, sonst haben wir wieder das Problem mit dem Drahtwurm“, so Kammerrätin Andrea Tobler.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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