GRÜNE zu Blutspenden ohne Ärzte

Eisenstadt, 30. 6. 2019

PETRIK: Blutabnahme ist für diplomiertes Personal Alltag

Unterstützung für den Wunsch des Roten Kreuzes, Blutspende-Aktionen auch ohne ärztliche Begleitung durchführen zu können, kommt von der Landessprecherin der GRÜNEN Burgenland, Regina Petrik. Wenn die Versorgungssicherheit mit Blutkonserven nicht mehr gegeben sei, weil zu wenige Ärzte zur Verfügung stünden, müsse man verantwortungsvoll handeln. „Wenn ich Blut spende, dann fülle ich einen Fragebogen aus, das muss ich gewissenhaft machen und auch ein Arzt vor Ort muss darauf vertrauen, dass meine Angaben richtig sind. Dann wird mein Blutdruck wird gemessen, dafür braucht man keinen Arzt. Nicht offensichtliche Infekte können sowieso erst nachträglich durch die Blutuntersuchung festgestellt werden. Und eine Blutabnahme aus der Vene gehört für diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal zum Berufsalltag. Gesetzlich vorzuschreiben, dass ein Arzt oder eine Ärztin die Blutspende überwachen muss, ist tatsächlich veraltet“, führt Regina Petrik aus. „Es ist bedenklich, dass die Ärztekammer eine Tätigkeit ausschließlich Ärzten vorbehalten will, für die das ärztliche Personal in der Praxis fehlt und die auch von anderem Gesundheitspersonal durchgeführt werden kann.“

gruene

Petrik appelliert an Gaby Schwarz, Gesundheitssprecherin der ÖVP und burgenländische Nationalratsabgeordnete, im Parlament tätig zu werden: „Was hindert die ÖVP daran, die bereits ausverhandelte Gesetzesnovelle in den Nationalrat zur Beschlussfassung einzubringen? Die Gesetze werden ja vom Nationalrat, nicht von der Regierung gemacht. Ein Appell hat sich also nicht an die Regierung, sondern an die Abgeordneten zu richten. Ich denke, die Bundesregierung wird sicher nichts dagegen haben, wenn die Abgeordneten ihre Aufgabe wahrnehmen. Man muss es nur einfach tun.“

 

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