Biker helfen Bikern

Eisenstadt, 25. 6. 2019

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LR Dorner, ARBÖ Burgenland und Samariterbund: „Biker helfen Bikern“

Mit Unterstützung des Landes Burgenland mit Infrastrukturlandesrat Mag. Heinrich Dorner organisieren ARBÖ Burgenland und Arbeitersamariterbund Burgenland einen speziell für Motorradfahrer entwickelten Erste Hilfe Kurs. Dieser Kurs für Biker ist auf die besonderen Verletzungsmuster bei Motorradunfällen abgestimmt. Er soll Motorradfahrern das Wissen vermitteln, um bei ihren verunglückten Kollegen die notwendigen Erste-Hilfe-Maßnahmen bis zum Eintreffen der professionellen Rettungsdienste zu leisten.

Die Kurse finden in Eisenstadt und Oberwart statt:
Kurs 1: ARBÖ Landeszentrum, Siegfried Marcus Straße 4, 7000 Eisenstadt
Freitag, 2. August 2019, 13.00 Uhr
Kurs 2: ARBÖ Prüfzentrum Oberwart, Rosengasse 1, 7400 Oberwart
Freitag 9. August 2019, 13.00 Uhr

Die Kurse dauern sechs Stunden und teilen sich in einen theoretischen und praktischen Teil. Die Theorie wird im Seminarraum vermittelt. Beim anschließenden praktischen Teil wird bei einer Ausfahrt mit Motorrädern ein Unfall simuliert, und das erlernte Wissen kann realitätsnahe angewandt werden. Die Teilnahme ist kostenlos.

>>> Zahlen und Fakten:

In Österreich sind über 810.000 Zweiräder (Mopeds und Motoräder) zugelassen, im Burgenland gibt es mehr als 30.000 Zweiräder. Die Zahlen belegen, Motorradfahren ist ein beliebtes Hobby, und Zweiräder sind speziell im urbanen Raum gern genutzte – weil flinke – Transportmittel.
2018 sind in Österreich 99 Motorradfahrer und acht Mopedfahrer ums Leben gekommen. Das sind rund ein Viertel aller im Straßenverkehr getöteten Personen.
Die vielen Zweiräder und die Unfallstatistik des Jahres 2018 zeigen, mit einem Bündel an Maßnahmen muss Motorrad- bzw. Mopedfahren sicherer gemacht werden. Ein solche Maßnahme ist die Initiative „Biker helfen Bikern“ von Arbeitersamariterbund und ARBÖ Burgenland.

ARBÖ-Präsident Rezar: Sicherheit für Zweiradfahrer

ARBÖ Präsident LAbg. Dr. Peter Rezar: „Auf zwei Rädern ist man weniger gut geschützt unterwegs als auf vier. Deswegen ist die Sicherheit von Zweiradfahren für den ARBÖ ein wichtiges Thema.“
Der ARBÖ hat für Biker spezielle Serviceangebote: Dazu gehören Trainings in Fahrsicherheitszentren, um Gefahrensituationen und Fahrfehler zu vermeiden und um die eigenen Fähigkeiten auf zwei Rädern besser einschätzen können. Bei den § 57-Überprüfungen von Mopeds und Motorrädern in den Prüfzentren wird exakt auf den technischen Zustand der Zweiräder geachtet. Denn der Zustand von Reifen, Beleuchtung, Bremsanlage oder Fahrwerk ist bei Zweirädern für die Sicherheit essentiell.
„Motorradfahren ist eine der schönsten Formen der Mobilität, aber nicht ganz ungefährlich. Wer auf dem Motorrad sicher ankommen will, sollte verantwortungsbewusst handeln, sich stets an die Tempo­limits halten und auf Sicherheitsaspekte wie die richtige Schutzkleidung achten. Sollte dennoch etwas passieren, ist es wichtig, bei Unfällen die richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen treffen zu können“, betont der ARBÖ-Präsident.

Landesrat Dorner: Infrastruktur für Biker

Infrastrukturlandesrat Mag. Heinrich Dorner: „Eine große Anzahl von Verkehrsteilnehmern ist auf zwei Rädern unterwegs, daher muss es ein Anliegen des Landes sein, die Infrastruktur auf die Bedürfnisse der Biker entsprechend abzustimmen und die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen und baulichen Maßnahmen zu treffen, damit so wenig Unfälle wie nur möglich passieren.“
Besonderes Augenmerk wird auf die Absicherung entlang jener Landesstraßen gelegt, die als besonders attraktive Motorrad-Strecken gelten wie beispielsweise das Leithagebirge, die Rosalia oder der Geschriebenstein.
„Das Land Burgenland unternimmt sehr viel, damit die Biker aufgrund des baulichen Zustands der Straßen und auf den beliebten Motorradrouten gut und sicher unterwegs sind“, unterstreicht der Landesrat.
·        Auf bekannten Bikerrouten werden Leitschienen mit einem Unterfahrschutz ausgestattet.
·        Die Landesstraßen werden in regelmäßigen Abständen auf Griffigkeit geprüft. Entsprechende Maßnahmen werden unter Berücksichtigung der Motorradsicherheit gesetzt. Dies sind etwa Fräsungen oder spezielle Vergussmaterialien bei Fahrbahnschäden.
·        Bei der Sanierung der Straßenoberflächen (Deckensanierungen) wird auf die Vermeidung von Griffigkeitsunterschieden geachtet, damit sich die Motorradfahrer auf gleichmäßigen Grip verlassen können.
·        Zur Verbesserung der „Kurvenfahrlinie“ wurden in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit Test-Bodenmarkierungen aufgebracht.
·        Im Bereich von unfallauffälligen Motorradstrecken werden Warnschilder als bewusstseinsbildende Maßnahme situiert, damit die Biker ihr Fahrverhalten entsprechend anpassen.
·        Ein großes Gefährdungspotential für Motorräder ist Rollsplit. Daher sehen die Kehrpläne der Straßenmeistereien die vordringliche Beseitigung von Streusplit auf bekannten Motorradstrecken vor.

ASB-Geschäftsführer Dihanits: Kompetent helfen

Es kann schnell gehen, und dann kommt es darauf an, ebenso schnell und richtig zu reagieren, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes kompetent zu überbrücken. Genau dazu sollen die Erste Hilfe Kurse für Motorradfahrer befähigen und die notwendigen praktischen Fertigkeiten vermitteln. Den gerade bei ausgedehnten Touren können die richtigen Erste-Hilfe Maßnahmen entscheidend sein, und diese werden durch die erfahrenen Trainer des Samariterbundes geschult. Dazu gehören beispielsweise die wirbelsäulenschonende Helmabnahme oder – dies ist im Sommer ein wichtiges Thema – richtiges Verhalten bei Sonnenstich, Hitzekollaps und Co. Auf sich gegenseitig Achten und kompetent helfen zu können ist das erklärte Ziel dieses neuen Kursangebotes.
ASB-Geschäftsführer Mag. Wolfgang Dihanits: „In diesem neuen Pilotprojekt nimmt sich der Samariterbund nicht nur die spezielle Schulung von Motorradfahrern vor, es wurde auch eine eigene Motorradstaffel gestartet. Durch die große Flexibilität und die erweiterte Mobilität können die Rettungssanitäter des Samariterbunds raschest zum Notfallort gelangen, auch wenn dieser beispielsweise in einem Verkehrsstau oder in unwegsamen Gelände liegt.“
Die neuen Einsatzmotoräder des Arbeitersamariterbunds stehen in Tirol, Kärnten, Wien und dem Burgenland bereit.

 

 

 

 

 

 

 

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