SOS Kinderdorf Pinkafeld – Krisenfest. Wortwörtlich.

Pinkafeld, 19. 6. 2019

Was es bedeutet, ein Fest zu organisieren und gleichzeitig eine Krise zu meistern, davon kann SOS-Kinderdorfleiter Marek Zeliska „ein Lied singen“.

sos

Im 70 Jahre Jubiläum hat das SOS-Kinderdorf Pinkafeld, übrigens das 7. im Gründungsreigen, mit derzeit 70 Kindern, ein besonders schönes großes Dorf- und Familienfest gefeiert. Während die Vorbereitungen auf Hochtouren liefen, rund um Spielestationen, Festprogramm, Bewirtung, Gäste, Festzeltaufbau und allem was dazu gehört, läutete das Telefon im Büro von SOS-Kinderdorfleiter Marek Zeliska.

Es war eine Sozialarbeiterin, die akut Platz für drei Kinder suchte und schon im ganzen Burgenland herum telefoniert hat. Die drei Geschwisterkinder im Alter zwischen 2 und 12, ein Mädchen und zwei Buben, fanden ihre Mama auf einmal bewusstlos in der Wohnung vor. Plötzlich alleine, die Mama im Spital.

Besonders in solchen Situationen ist es wichtig, die Geschwisterkinder zusammen zu halten. Doch dann auf die Schnelle den entsprechenden Platz und die Betreuung zu finden, ist nicht immer leicht. Im SOS-Kinderdorf Pinkafeld haben die Kinder kurzfristig Platz und Halt gefunden.

Drei Kinder, drei verschiedene Schulen, eine knappe Stunde von Pinkafeld – alles konnte schnell aufgestellt werden, um möglichst weiterhin, trotz der schwierigen Situation, Alltagsstruktur bieten zu können.

„Es gibt leider viele Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, keinen Zugriff auf ein vertrautes, familiäres Netzwerk haben, und wo auch finanziell kein Spielraum vorhanden ist. Da braucht es einfach unkomplizierte schnelle Lösungen. Ich bin froh und dankbar, dass wir diese anbieten können!“ sagt Marek Zeliska, SOS-Kinderdorfleiter im Burgenland.

 

„Reds nit, tuats was“

Unkompliziertes Handeln – ganz im Sinne des Erfinders der Kinderdorfidee Hermann Gmeiner, der in diesen Tagen seinen 100. Geburtstag feiern würde. Wie pflegte er immer zu sagen?

„Reds nit, tuats was“.

 

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