Das Burgenland als Wohnland

Eisenstadt, 17. 6. 2019

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Lebensqualität am Land, verbunden mit der Nähe zu urbanen Zentren – das spricht bereits fürs Burgenland. Die neue Wohnbauförderung und nachhaltige Baukonzepte liefern weitere Anreize.

Menschen, Wirtschaft, Politik: Wenn die neue Wohnbauförderung und innovative Baukonzepte zusammenspielen, ist allen gedient. Darüber waren sich Wohnbaulandesrat Mag. Heinrich Dorner und KommR Dir. Dr. Alfred Kollar von der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) einig. Mit DI Dr. Andreas Pfeiler, Geschäftsführer des Fachverbands der Stein- und keramischen Industrie sprachen sie über ideale Voraussetzungen für nachhaltige Wohn- und Lebensqualität im Burgenland.

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Dr. Reinhold Lindner (Sprecher von BAU!MASSIV!), LR Mag. Heinrich Dorner, KR Dir. Dr. Alfred Kollar (Oberwarter Siedlungsgenossenschaft), DI Dr. Andreas Pfeiler (GF des Fachverbands der Stein- und keramischen Industrie)

„Viele Bürgerinnen und Bürger träumen vom Wohnen am Land – das Burgenland bietet dafür ideale Voraussetzungen, mit guter Lage und hoher Lebensqualität“, stellte Wohnbaulandesrat Dorner fest. Eine repräsentative Market-Meinungsumfrage im Auftrag von BAU!MASSIV! hatte die Attraktivität des ländlichen Raums in Österreich abgefragt. Demnach erscheint einem Großteil der österreichischen Bevölkerung ein Haus mit Garten am Land als Ziel ihrer Träume, konkret sind es 74 Prozent. „Mit unserer neuen Wohnbauförderung kommen wir genau diesem Bedürfnis entgegen“, so Landesrat Dorner, der auf klare Effekte im Burgenland verweist: „Wir haben das Fördermodell 2018 auf neue Beine gestellt, so stiegen die Unterstützungen um mehr als 25 Prozent.“ Die neue Wohnbauförderung zielt auf umweltgerechtes, energiesparendes Bauen oder Sanieren ab. „Sie ist ein wichtiges soziales Instrument, ein Motor für die Wirtschaft und leistet ihren Beitrag zu einer aktiven Klimaschutzpolitik.“ So kommen der Wohnbauförderung auch wichtige Lenkungseffekte zu.

Bauträger mit Verantwortung setzen auf massive Baustoffe
Direktor Kollar von der OSG begrüßt die neuen Regelungen. „Schon 2006 haben wir ein von uns gebautes Ökodorf den Bewohnern übergeben.“ Als größte Baugenossenschaft im Burgenland setzt die OSG wesentliche wirtschaftliche Impulse und sichert etwa 2.000 Arbeitsplätze. In rund 15.000 OSG Wohnungen und Reihenhäusern wohnen 35.000 Menschen. Die Bauten sollen modern sein, aber auch in ihre Umgebung passen. Und schließlich: „Ökologisch sinnvoll zu bauen, ist uns ein großes Anliegen“, betont Kollar, „dafür setzen wir auf natürliche Baustoffe wie Ziegel.“ Die positiven Effekte sind schließlich eindeutig: Langfristig wesentlich niedrigere Heizkosten und höheren Wohnkomfort – unter Schonung von Umwelt und Klima. Massive Baustoffe entsprechen dabei auch den Wünschen der Bevölkerung. In der Market-Studie stufen 95 Prozent der Befragten massive Baustoffe als attraktiv ein.

Massivbau sichert regionale Strukturen/Umwelt und Wirtschaft im Einklang
„Wir sind die Nahversorger im Bauwesen – wir produzieren aus der Region für die Region. Der Transportweg vom Werk bis zu Kunden beträgt durchschnittlich nur 35 Kilometer. So kurze Wege wie die Stein- und keramische Industrie schafft bei den Baustoffen sonst niemand“, betonte Geschäftsführer Pfeiler hervor. Diese Regionalität ist natürlich im Sinne der Umwelt, dazu kommt: Mineralische Baustoffe stehen in Österreich unbegrenzt zur Verfügung und sind nahezu vollständig rezyklierbar.

Die Massivbauwirtschaft liefert aber auch ganz konkrete Zahlen, die von STUDIA für das Burgenland auf den letzten Stand gebracht wurden: Zement, Ziegel, Beton und Putze sichern allein im Burgenland rund 1.800 Arbeitsplätze und so insgesamt rund 3.540 Existenzen, den vor- und nachgelagerten Bereich mit eingerechnet. An rund 20 Werksstandorten werden Umsätze in der Höhe von 62,4 Mio. Euro erzielt und eine Wertschöpfung von 14,2 Mio. Euro erwirtschaftet. Direkt beschäftigt an den Standorten sind mehr als 260 Personen. Durch die regionale Orientierung der Massivbauproduktion und -vermarktung werden die lokalen Strukturen gestärkt. Auf der individuellen Ebene gilt: Eigenheime stellen nachhaltige Werte dar. Wer dabei auf Massivbau setzt, sichert damit quasi die eigene Region ab. Das beweist auch die Market-Studie: Beim Bau neuer Wohnungen und Häuser erwarten sich 85 Prozent der österreichischen Bevölkerung die Nutzung regionaler Anbieter unter Verwendung von Baustoffen aus der Region.

Effekt in der Region fördern durch Herkunftskennzeichnung
Dazu merkte Pfeiler an: „Wir erhalten oft gerade da Strukturen, wo sonst nur wenig zu finden ist – und kaum eine Branche bündelt so viele positive Effekte wie die Massivbauwirtschaft: Bei uns wohnt die Hälfte der Beschäftigten in der Region, also hält sich der Berufsverkehr in Grenzen. Ein Drittel ist über 50 Jahre alt, ein Fünftel mehr als 20 Jahre im Betrieb – das ist nachhaltige Beschäftigungskultur.“ Das neue Wohnbauförderungsgesetz im Burgenland helfe, diese Qualitäten weiter zu gewährleisten und ist ein schönes Beispiel für eine bedarfsgerechte Wohnbauförderung. Nun sind auch weitere Impulse gefragt: „Die nachhaltigen Qualitäten unserer Baustoffe müssen in den ökologischen Kriterien der Förderung berücksichtigt werden und“, so Pfeiler weiter „eine Herkunftskennzeichnung sowie die Berücksichtigung des Lebenszyklus der Baustoffe in den Förderungskriterien, das wären wichtige nächste Schritte. Damit würden die nachhaltigen Verdienste der heimischen Baustoffwirtschaft gewürdigt, von denen ja nicht nur wir selber profitieren, sondern vor allem auch die Regionen.“

Über BAU!MASSIV!
Als Informations- und Nachhaltigkeitsplattform des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie Österreichs vertritt BAU!MASSIV! die Interessen der Mitglieder in den  bauaffinen Branchen.

Weitere Informationen unter: www.baumassiv.at

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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