Woche des Waldes

Eisenstadt, 8. 6. 2019

Die Woche des Waldes unter dem Motto „Der Wald im Klimawandel“

Der Wald hat vielfältige Funktionen. Er nutzt und schützt uns. Bietet Erholung und ist wichtig für unsere Umwelt. Im Rahmen der Woche des Waldes soll ganz besonders auf die vielfältigen Funktionen des Waldes aufmerksam gemacht werden und den Stellenwert des Forstbereiches im Burgenland verdeutlichen. Denn ein klimafitter Wald ist wichtig.

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Windschutzgürtel schützen die landwirtschaftlichen Flächen vor Erosion. Der Wald bietet einen natürlichen Lebensraum und der Bevölkerung ein abwechslungsreiches Landschaftsbild. Das Holz nützen wir vom Baustoff bis hin zum Brennmaterial für kalte Tage. Der Wald ist auch Erholungsgebiet und lässt uns zur Ruhe kommen. Auch als Wasserspeicher und Sauerstoffproduzent trägt er vor allem zum Umweltschutz bei. Doch der Klimawandel macht nicht halt vor unseren Wäldern. Er ist „Hauptbetroffener“ und Teil der Lösung des Problems zugleich. Daher schaffen wir dieses Jahr im Zuge der Woche des Waldes (10. bis 16. Juni) unter dem Motto „Unser Wald im Klimawandel – Neue Herausforderungen und starke Antworten“ Aufmerksamkeit für einen klimafitten Wald.

Rund ein Drittel der burgenländischen Landesfläche ist bewaldet (133.000 Hektar). 80 Prozent ist Hochwald und 20 Prozent Niederwald. Mehr als die Hälfte des burgenländischen Waldes befindet sich in den Bezirken Oberpullendorf und Oberwart. Die häufigsten Baumarten im Burgenland sind Weißkiefer, Eiche, Fichte und Rotbuche. Doch so wichtig der Wald auch ist, immer länger anhaltende Trockenperioden und Hitzewellen, gefolgt von Starkregenereignissen, schädigen die Bäume und machen sie anfällig für Schädlinge. Im Burgenland sind aktuell 18 % des gesamten Holzeinschlages (195.441 Festmeter) vom Borkenkäfer geschädigt. Das ist ein Anstieg von 4 % im Vergleich zum Vorjahr. Daher ist es von großer Bedeutung den Wald klimafit zu gestalten. Die Antworten der Landwirtschaftskammer und des Waldverbands sind daher: Verstärkte Beratung betroffener Waldbesitzer. So wird die Baumartenwahl bei Aufforstungen dem Standort angepasst. Die Stabilität und Vitalität des Waldes wird durch gezielte Pflegeeingriffe gefördert. Weitere Maßnahmen für einen gesunden Wald sind die Forcierung von Stammzahlreduktion, Mischwuchsregulierung und Durchforstungen.

„Der Wald ist nicht nur wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzenarten, er ist auch Rohstofflieferant und schafft Arbeitsplätze. Der Klimawandel ist allgegenwärtig und vor allem unsere Bauern sind als erste davon betroffen. Umso wichtiger ist es, den Wald für unsere kommenden Generationen zu sichern. Ein wichtiges Anliegen der Landwirtschaftskammer ist, unseren Wald vor Schädlingen zu schützen und diesen fit für den Klimawandel zu machen“, so DI Nikolaus Berlakovich, Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer.
Geschäftsführer des Burgenländischen Waldverbands und Forstexperte der Landwirtschaftskammer DI Herbert Stummer appelliert an die Waldbesitzer: „Die Verantwortung des Waldbesitzers ist es, den Wald gesund zu erhalten. Ist einmal ein Baum vom Borkenkäfer geschädigt, breitet sich der Schädling rasch auf andere Bäume aus. Daher ist es so wichtig, Waldbegehungen zu machen und befallene Bäume zu melden. Wir Forstberater informieren zu Vorbeugemaßnahmen und Schädlingsbekämpfung. Gemeinsam mit dem Waldverband kümmern wir uns um betroffene Waldflächen und bieten den Waldbesitzern ein Service von der Beratung bis hin zur Holzvermarktung an.“ Weitere Informationen zum Thema klimafitter Wald erhalten Sie bei unserem Berater DI Herbert Stummer, Tel. 0664/4102611.

 

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