Lange MRT-Wartezeiten KH Güssing: Temmel fordert rasche Aufklärung

Eisenstadt, 6. 6. 2019

Im Juli 2018 wurde im Krankenhaus Güssing ein Magnetresonanz-Tomographiegerät (MRT) neu in Betrieb genommen, um die Wartezeiten auf Untersuchungstermine zu verkürzen. Laut Medienberichten hat sich die durchschnittliche Wartezeit aber nicht verkürzt, sondern sogar verdreifacht. „Lag die Wartezeit beim privaten Anbieter bei durchschnittlich sieben bis zehn Tagen, liegt sie jetzt laut Angabe der KRAGES im Spital Güssing bei drei Wochen. Einzelne Patienten berichten sogar von Wartezeiten von sechs bis acht Wochen“, kritisiert Landtagsabgeordneter Walter Temmel. „Um diesen Missstand aufzuklären, habe ich eine schriftliche Anfrage an Landeshauptmann Doskozil gestellt.“

övp

Nachdem im Juli 2018 ein neues MRT-Gerät im Krankenhaus Güssing in Betrieb genommen wurde, versprach die KRAGES deutlich kürzere Wartezeiten auf MRT-Untersuchungen. „Ein Jahr später ist leider klar, dass die Millioneninvestitionen nichts gebracht haben. Die Wartezeiten haben sich verdreifacht, statt verkürzt“, hält Temmel fest. Auch die Zahlen der durchgeführten Untersuchungen beweisen das. „Laut Medienberichten hat das private Röntgen-Institut im Jahr 7800 Untersuchungen gemacht, das Land in einer vergleichbaren Zeitspanne rund 2800 Untersuchungen. Damit ist die angekündigte Verbesserung für die Patienten ausgeblieben und die Situation hat sich sogar verschlechtert. Das muss sich rasch ändern“, so Temmel.

 

Schriftliche Anfrage soll Klarheit bringen

Zahlen Patienten beim Privatanbieter 280 Euro, haben sie am nächsten Tag einen Termin. Geld gibt es von der Krankenkasse nicht zurück, weil das Krankenhaus jetzt für die Kassenpatienten zuständig ist. „Menschen in einer Notsituation werden vom Land hier im Stich gelassen, das darf nicht sein“, unterstreicht Temmel.

Um hier schnell eine Lösung zu finden, hat die Volkspartei eine schriftliche Anfrage gestellt. „Darin fragen wir Herrn Landeshauptmann Doskozil, wie es zu dieser enormen Verschlechterung für die Patienten kommen konnte. Außerdem fordern wir Lösungsmaßnahmen“, erklärt Temmel abschließend.


Landtagsabgeordneter Walter Temmel

 

An die

Präsidentin des Burgenländischen Landtages

Frau Verena Dunst

Landhaus

7000 Eisenstadt

 

Eisenstadt, am 5. Juni 2019

 

Sehr geehrte Frau Präsidentin!

 

Gemäß § 29 GeOLT stelle ich Herrn Landeshauptmann Mag. Hans Peter Doskozil als zuständiges Ressortmitglied der Burgenländischen Landesregierung folgende

schriftliche Anfrage

 

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann!

Im Juli 2018 wurde im Krankenhaus Güssing ein Magnetresonanz-Tomographiegerät (MRT) neu in Betrieb genommen, um die Wartezeiten auf Untersuchungstermine zu verkürzen. Laut Medienbericht lag beim Radiologie-Institut Maurer, der zuvor die Untersuchungen durchführte, die durchschnittliche Wartezeit bei sieben bis zehn Tagen. Die jetzige durchschnittliche Wartezeit im Spital Güssing beträgt laut Angabe drei Wochen, Patienten berichten sogar von Wartezeiten von sechs bis acht Wochen.

Dazu stelle ich folgende Fragen:

  1. Warum haben sich die Wartezeiten dermaßen verlängert anstatt verkürzt?
  2. Vom Radiologie-Institut wurden im Jahr 2018 bis zur Umstellung 7.800 Untersuchungen durchgeführt. Im Spital Güssing wurden laut KRAGES von Juli 2018 bis April 2019 nur 2.600 Termine durchgeführt. Wie erklären sie diesen hohen zahlenmäßigen Unterschied?
    1. Wie viele MRT-Untersuchungen wurden seit Juli 2018 bis dato im Spital Güssing durchgeführt?
  3. Welche Veränderungen bei der Genehmigung einer MRT-Untersuchung hat es aufgrund der Umstellung gegeben?
    1. Wie werden diese begründet?
    2. Führen diese Veränderungen ebenfalls zu einer Verzögerung beim Untersuchungstermin?
  4. Welche konkreten Maßnahmen planen Sie, um die Wartezeiten auf eine MRT-Untersuchung auf ein akzeptables Ausmaß zu verringern?
  5. Warum wurden nicht schon längst entsprechende Maßnahmen gesetzt, damit die Wartezeiten tatsächlich wie angekündigt kürzer sind?

 

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