SPÖ Preiner: Geplante Weingesetz-Novelle benachteiligt auch kleine Weinbaubetriebe im Burgenland!

Wien, 8. 5. 2019

„Und wieder stellt die türkis-blaue Bundesregierung Konzerninteressen an die Spitze ihrer politischen Arbeit. Die geplante Novelle des Weingesetzes, die für Qualitätsweine aus Trauben aus DAC-Gebieten, die nicht als DAC-Weine in Verkehr gebracht werden, vorsieht, dass kleinere geografische Angaben als das Bundesland (z. B. Gemeindenamen und Riedbezeichnungen) auf der Flaschen-Etikette für Qualitätswein nicht verwendet werden dürfen, stellt eine gravierende Benachteiligung kleiner, eigenständiger Weinbaubetriebe dar“, kritisiert der Bereichssprecher für Landwirtschaft und ländlichen Raum, SP-NR Erwin Preiner den vorliegenden Entwurf der Gesetzesnovelle im Landwirtschaftsausschuss des Parlaments. Weiters besagt die Novelle des „neuen Weingesetzes“, dass die regionalen Weinkomitees diese Regelung festlegen können.

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NR, Bgm. Erwin Preiner, SPÖ

Betriebe aus Regionen, die keine DAC Produkte erzeugen oder vermarkten, aber trotzdem erfolgreich sind und sich eine eigene herkunftsbetonte Absatzschiene aufgebaut haben, werden daher benachteiligt. Bisher gesetzte und oft sogar mit öffentlichen Mitteln geförderte Marketingmaßnahmen könnten durch diese Änderung konterkariert werden.

„Hinter dieser Gesetzesänderung steckt nichts anderes als die Absicht des Bauernbundes und Landwirtschaftsministerin Köstinger, erfolgreiche kleine Weinbaubetriebe durch Benachteiligungen zu zwingen, einer DAC-Region beizutreten. Die regionalen Weinkomitees können nach Gutdünken die Bestimmungen festlegen. Dass Ministerin Köstinger für kleine Weinbaubetriebe und Nebenerwerbsbetriebe nichts übrig hat, zeigt, dass ein Weinbaubetrieb  mindestens 1,5 ha bewirtschaften muss, um überhaupt Förderungen durch die öffentliche Hand zu bekommen. Großagrarbetrieben hingegen wirft man das Geld nach!“, so Preiner.

 

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