„Woche der Generationen“ unter Schwerpunkt Pflege

Eisenstadt, 6. 5. 2019

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„Familien verbinden die Generationen miteinander, Jung und Alt gestalten gemeinsam ihr Leben und übernehmen füreinander Verantwortung“, so Landesparteiobmann Thomas Steiner zum Motto der Aktionswoche der Volkspartei, die dieser Tage zum bereits zweiten Mal startet. In der „Woche der Generationen“ wird die Volkspartei sich heuer weiter verstärkt mit dem Thema Pflege beschäftigen. „Das ist notwendiger denn je. Denn Rot-Blau wird mit seinen angekündigten, unausgegorenen Maßnahmen unsere Pflege nicht nachhaltig absichern können“, so Steiner. „Die Pflege wird parteipolitisch organisiert und die Familie verstaatlicht“, erneuert Landesgeschäftsführer Christoph Wolf die Kritik der Volkspartei.

Dem sachpolitischen Druck der Volkspartei ist es zu verdanken, dass Rot-Blau hier Aktionen setzen will und nun zumindest zugibt, dass Pflegebetten im Land benötigt werden. Doch gerade die jüngst präsentierten Ausbaupläne sind fragwürdig, vor allem die aufgezwungene Gemeinnützigkeit und der Zug zur Zentralisierung bei den Pflegeheimen. „Die Regierung hält an der Mindestbettenanzahl von 60 fest. Damit ist der bisherige Konsens, eine wohnortnahe Pflege für die ältere Generation zu schaffen, Geschichte“, so Steiner. Denn im Schnitt hat ein burgenländisches Heim derzeit 51 Betten. Die Heime können Pflegebedürftigen ein familiäres Ambiente in ihrer Wohnumgebung bieten. „Große Einheiten mit mindestens 60 Betten sind im urbanen Bereich passend, aber sicher nicht in vielen Regionen des Burgenlandes. Wir wollen, dass die Menschen so wohnortnahe wie möglich gepflegt werden können“, so Steiner. Offen sind dabei noch mehrere Fragen, vor allem aber auch: „Wer wird darin arbeiten?“, fragt Steiner. Hochgerechnet brauchen wir alleine für diese Vorhaben 120 neue Diplomierte, und das bei einer Ausbildungszeit von drei Jahren. Laut WIFO-Umfrage werden bis zum Jahr 2030 im Burgenland 500 qualifizierte Pflegekräfte benötigt! „Man darf hier nicht in Spatenstichen und Fotos denken, sondern ganzheitlich. Wir brauchen bei diesem sensiblen Thema ganze Lösungen, keine halben Sachen“, so Steiner.

Steiner: „Pflegegipfel mit allen Proponenten am Tisch“

Das fordert er jetzt auch bei der weiteren Vorgehensweise: „Wir brauchen jetzt endlich einen Pflegegipfel, bei dem auch wirklich ALLE Proponenten am Tisch sitzen“, so Steiner. Dabei müsse man die Ausbaupläne einer Analyse unterziehen und dann auch festlegen, was die Organisationen anbieten und wer welchen Bedarf decken kann.

„Auf den ersten Blick sieht dieser Ausbauplan nach reiner SPÖ-Freunderlwirtschaft aus. Die Pflege wird jetzt nicht nur zentralisiert, sondern auch noch politisch vereinnahmt – auf dem Rücken der Familien und der zu Pflegenden. Das ist eine Schande“, so Landesgeschäftsführer Christoph Wolf. „Oder will das wirklich jemand als Zufall sehen, dass die einzige Organisation ohne Zusage genau jene ist, die sich im Vorfeld kritisch zu den Regierungsplänen geäußert hat“, so Wolf. 400 neue Plätze soll es laut Aussendung des Landes geben, doch keines der 40 Betten, auf deren Finanzierungszusage das Burgenländische Hilfswerk seit Oktober 2017 wartet, wurde nun genehmigt. Nachdem schon die privaten Heimbetreiber auf der Abschussliste stehen, werden jetzt auch denen, die sich kritisch äußern, Steine in den Weg gelegt – zum Schaden des Landes und der Familien“, so Wolf. Freunderlwirtschaft und die Politik des Einschüchterns haben mittlerweile Methode. „Auch für die Verstaatlichung der Familie ist die Volkspartei nicht zu haben“, so Wolf.

 

Zur „Woche der Generationen“ (6. bis 18. Mai)

Mandatare, Bünde und Gemeindeparteien beteiligen sich mit öffentlichen oder internen Aktionen an der ‚Woche der Generationen“. In die ‚Woche der Generationen‘ sind der Weltrotkreuztag, der Tag der Pflege, der Muttertag und der Tag der Familie eingebettet. Es gibt einen Seniorenwandertag, JVP-Aktionstag sowie kleine Events auf Gemeindeebene.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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