Sicherheitspartner seit 1. Mai 2019 auch im Bezirk Güssing

Eisenstadt, 4. 5. 2019

Sicherheitspartner als Drehscheibe zwischen Einsatzorganisationen, Gemeinden und Bevölkerung

Laut aktueller Kriminalitätsstatistik ist das Burgenland das sicherste Bundesland – mit 7,4 Prozent weniger Anzeigen und einem Anstieg der Aufklärungsquote auf 52,5 Prozent im Jahr 2018. Wie eine Umfrage im Auftrag des Innenministeriums zuletzt ergeben hat, ist auch die gefühlte Sicherheit gestiegen: 93% der Österreicher fühlen sich sicher. „Im Burgenland tragen auch die Sicherheitspartner zu mehr Sicherheit und einem gesteigerten Sicherheitsgefühl bei“, ist Sicherheitsreferent LH-Stv. Johann Tschürtz, der das Projekt ins Leben gerufen hat, überzeugt.
Sicherheitspartner
Im Oktober 2016 erfolgte der Start als Pilotprojekt in neun burgenländischen Gemeinden. LH-Stv. Tschürtz sieht die Sicherheitspartner als „Drehscheibe zwischen Einsatzorganisationen, Gemeinden und Bevölkerung“. Nach den Bezirken Neusiedl, Mattersburg, Oberwart und Jennersdorf sind die Sicherheitspartner seit 1. Mai auch im Bezirk Güssing im Einsatz. Bis Jahresende soll das Projekt flächendeckend auf das ganze Burgenland ausgeweitet werden.

Derzeit sind 28 Burgenländer beschäftigt. Pro Bezirk ist rund um die Uhr (in 8 Stunden-Schichten) 1 Sicherheitspartner unterwegs. Nach der flächendeckenden Ausrollung werden rund 40 Burgenländer im Rahmen dieses Projektes beschäftigt sein, im Endausbau sind rund 50 Sicherheitspartner geplant.

Augenmerk bei der Anstellung der Sicherheitspartner wird auf Langzeitarbeitslose gelegt. Ein Ziel ist es, diese wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Sicherheitspartner fungieren unter anderem als Ansprechpartner für Bürger in sicherheitsrelevanten Belangen sowie als Bindeglied zur Polizei. Außerdem stehen sie der Bevölkerung für Leistungen wie Einkäufe, Apothekenservice und Älterenbetreuung zu Verfügung – diese Leistungen werden immer mehr angenommen.

LH-Stv. Tschürtz: „Mir ist es wichtig, dass sich die Burgenländer sicher fühlen. Dieses Projekt hat außer Sicherheit auch eine hohe soziale Komponente. Als Sicherheitsreferent freut es mich, dass wir Burgenländer mit den Sicherheitspartnern eine zusätzliche Stütze im täglichen Leben haben, wofür ich mich bei ihnen bedanken möchte.“

Wissenschaftlich begleitet

Das Pilotprojekt wurde von der Forschung Burgenland auch wissenschaftlich begleitet. Aus einem Ende 2018 präsentierten Bericht geht hervor, dass die Präsenz der Sicherheitspartner Wirkung zeigt. So sei die Zahl der Gesamtdelikte in der Gemeinde Kittsee um 25% und in den Gemeinden Pama und Baumgarten sogar um 50% zurückgegangen.

 

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