Goldene Kleeblätter gegen Gewalt 2018 verliehen

Großwarasdorf, 25. 4. 2019

274 Einreichungen zum Internationalen Literaturwettbewerb

„Wir kommen in Frieden!“ war das Thema des vom Forum „Gewaltfreies Burgenland“ ausgeschriebenen Literaturwettbewerbs „Goldenes Kleeblatt gegen Gewalt 2018“. 274 Einsendungen im vorgegebenen Genre „Phantasiegeschichte“ waren eingelangt. Jugendlandesrätin Daniela Winkler und Jugendanwalt Christian Reumann überreichten am Donnerstag, 25. April 2019, in der KUGA in Großwarasdorf die Preise. Erste Preisträgerin ist Bea Schmiedl aus Horitschon, die auch den besten burgenländischen Beitrag und einen Sonderpreis für Jugendliche gewonnen hat. Der zweite und dritte Preis gingen an Malak Aderounmu aus Deutschland und Susanne Karrer aus der Schweiz. Für sechs Einreichungen gab es Jugend-Sonderpreise. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Gruppe Saeitenriss. Die Spenden für die in Buchform veröffentlichten Wettbewerbsbeiträge der letzten Jahre kommen Familien in Notsituationen zugute.    

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PreisträgerInnen des Literaturwettbewerbs „Goldenes Kleeblatt gegen Gewalt 2018“ – v.l. Jugendanwalt Christian Reumann, Susanne Karrer aus Zürich (3. Preis), Landtagspräsidentin Verena Dunst (hinten), Matthias Hirsch aus St. Margarethen (Jugend-Sonderpreis), Jugendlandesrätin Daniela Winkler, Bea Schmiedl aus Horitschon (Hauptpreisträgerin, Jugend-Sonderpreisträgerin u. bester burgenländischer Beitrag), Hanna Domnanovich aus Kroatisch Geresdorf (Jugend-Sonderpreis)

Die Themenstellung „Wir kommen in Frieden!“ fußt auf der Prognose des verstorbenen Wissenschaftlers Stephen Hawking, dass die Erde in 100 Jahren aufgrund von Bedrohungen wie Klimawandel, Epidemien, Überbevölkerung oder Asteroideneinschläge für die Menschheit unbewohnbar und die Menschheit gezwungen sein könnte, sich auf einem noch zu suchenden bewohnbaren Planeten anzusiedeln. Dieser könnte allerdings von einer unser überlegenen Zivilisation bevölkert sein. Wie würde diese auf die Menschen reagieren? „Wir kommen in Frieden“ könnte dann wohl die Botschaft beim Aufeinandertreffen lauten – um ein solches sollte sich die Phantasiegeschichte drehen.

„Gewalt, Auseinandersetzungen und Kriege haben unendlich viel Leid über die Menschheit gebracht und tun es noch immer. Und sie verstellen vielfach den Blick auf das durchaus realistische Szenario, dass die Erde einmal unbewohnbar sein könnte. Die Vorstellung, einst auf einem fremden Planeten einer unbekannten Zivilisation zu begegnen, mag zwar absurd klingen, in jedem Fall wären die Menschen gut beraten, der Gewalt abzuschwören und fremden Wesen friedlich gegenüberzutreten. Ich freue mich, dass zu diesem Thema so viele tolle und hochinteressante Wettbewerbsbeiträge eingelangt sind“, sagte Winkler bei der Verleihung.
Zur Teilnahme am internationalen Wettbewerb waren Personen jeden Alters eingeladen. Es konnten unveröffentlichte Kurzgeschichten in deutscher Sprache zum Thema „Wir kommen in Frieden“ eingereicht werden; 274 Beiträge von AutorInnen aus 7 Ländern – Österreich, Deutschland, Niederlande, Schweiz, Kolumbien, Spanien, Italien – waren eingelangt.
Die Preisträgerinnen und Preisträger
Den 1. Preis erhielt Bea Schmiedl aus Horitschon, die nicht nur den ersten Preis in der Gesamtwertung, sondern auch den Preis für den besten burgenländischen Beitrag sowie einen Sonderpreis für Jugendliche gewonnen hat. Der Titel ihres Beitrags: „Sing mir das Lied vom Frieden, aber ohne Worte!“
Den 2. Preis durfte Malak Aderounmu aus Ober-Ramstadt in Deutschland für ihr Werk „Die Wärme des Moments, wir kommen in Frieden!“ entgegennehmen. Auch sie erhielt zudem einen Sonderpreis für Jugendliche.
Der 3. Preis geht an Susanne Karrer aus Zürich in der Schweiz für ihr Werk „Die Glücklichen“.

Mit Jugendsonderpreisen ausgezeichnet wurden Hanna Domnanovich aus Kroatisch Geresdorf (ihr Beitrag: „Wir kommen in Frieden“), Matthias Hirsch aus St. Margarethen („Frieden zwischen Erde und Lüke“), Julia Lückl aus Eisenstadt („Gedankenfrieden“) und Susanne Schmalwieser aus Niederösterreich („Eingeschnürt, eurer Sonne entgegen“) sowie Bea Schmiedl aus Horitschon und Malak Aderounmu aus Deutschland.

Einige der PreisträgerInnen konnten nicht persönlich bei der Preisverleihung dabei sein.

 

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