ARBÖ Burgenland Pannenstatistik 2018

Eisenstadt, 25. 4. 2019

Einsätze aufgrund elektronischer Defekte steigen!

„Mehr als 10.000 Mal sind die Techniker des ARBÖ im Burgenland 2018 ausgerückt, um Autofahrern bei technischen Defekten zu helfen“, sagt ARBÖ-Präsident Dr. Peter Rezar bei der Präsentation der zweiten ARBÖ-Pannenstatistik für das Burgenland. Mit der Auswertung dieser großen Datensätze kann man Rückschlüsse auf die Beanspruchung von bestimmten Bauteilen aller Fahrzeuge schließen. „Wir wollen die burgenländischen Autofahrer auf die häufigsten Gründe für ein Liegenbleiben mit dem Pkw hinweisen. Damit beim Service die besonders stark beanspruchten Bauteile ganz genau geprüft und unnötige Pannen vermieden werden.“

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Fakten & Zahlen der ARBÖ-Pannenstatistik:

  • Über 10.000 Mal – davon 670 Mal in der Nacht – sind die Techniker des ARBÖ Burgenland 2018 ausgerückt, um burgenländischen Autofahrern bei Pannen mit dem Kraftfahrzeug zu helfen.
  • Die Einsatzfahrzeuge haben mehr als 250.000 Kilometer zurückgelegt.
  • 150 Mal musste ein Fahrzeug in Folge einer Panne oder eines Defekts durch technisches Gebrechen oder Unfall abgeschleppt werden.
  • Im Durchschnitt waren das 27 Pannen und 550 Kilometer pro Tag, die von den ARBÖ-Technikern gefahren wurden.

 

Der ARBÖ hat mit seinen Prüfzentren im Burgenland – wie in ganz Österreich – für Pannen die entsprechenden Leistungsangebote und Einsatzfahrzeuge. Für Abschleppungen gibt es drei Lkw und drei sogenannte Unicars (Hubbrillenfahrzeuge). In den ARBÖ-Niederlassungen gibt es die Werkstättenausrüstung für Kleinreparaturen, damit Autofahrer nach einer Panne wieder mit dem eigenen Pkw weiterfahren können.

 

Der ARBÖ-Pannendienst hat sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten wie die Technik der Autos stark verändert: Früher war die Technik an den Fahrzeugen relativ simpel. Jetzt wird für den Pannendienst viel Erfahrung und Knowhow über die vielen Automarken und unterschiedlichen Typen sowie die neuesten Entwicklungen bei Elektrofahrzeugen, Autos mit Hybridantrieb u.ä. benötigt. Darauf wurde das Schulungsprogramm für die Mitarbeiter speziell ausgerichtet.

„Der ARBÖ hat seine Mitarbeiter bereits für alle Varianten der E-Mobilität ausgebildet und eigene Schulungsbeauftragte in jedem Bundesland für die permanente Aktualisierung des Wissens in Theorie und Praxis installiert“, betont der ARBÖ-Präsident.

 

So funktioniert der Pannendienst:

Das ARBÖ-Mitglied ruft die Telefonnummer 1 2 3 an und wird automatisch zum nächstgelegenen ARBÖ-Prüfzentrum weitergeleitet, um den Sachverhalt zu beschreiben. Diese Angaben werden in den „Pannenblock“ eingetragen. Diese Datenblätter sind die Grundlage für die Pannenstatistik des ARBÖ Burgenland.

 

Die ARBÖ-Pannenstatistik im Detail:

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„Eine Auffälligkeit im Vergleich zur Pannenstatistik 2017 ist, die Einsätze aufgrund elektronischer Defekte sind um zwei Prozentpunkte gestiegen“, sagt Gerhard Graner, technischer Leiter des ARBÖ Burgenland. „Insgesamt gab es mehr als 1.700 Einsätze wegen Problemen mit der Elektrik. Das ist der dritte Platz in der Statistik. Diese Steigerung belegt den Trend, den die ARBÖ-Techniker in den letzten Jahren festgestellt haben: Elektronik spielt in den modernen Autos eine immer größere Rolle, egal ob bei der Motorsteuerung oder den technischen Assistenzsystemen. Heute reicht ein Programmierfehler im Schlüssel aus, dass das Auto nicht mehr gestartet werden kann.“

Der ARBÖ geht auf Basis dieser Zahlen in der Pannenstatistik davon aus, dass sich dieser Trend in Zukunft weiter verstärken wird.

 

Zum Serviceangebot des ARBÖ für Autofahrer gehört auch Pannenvorbeugung. Dies geschieht beispielsweise bei der § 57a-Überprüfung, bei der Kfz-Besitzer auf schwere oder leichte Mängel hingewiesen werden. Zusätzlich gibt es im Sommer den Urlaubscheck oder im gesamten Jahr für die stark belasteten Akkus in den Kraftfahrzeugen den Batteriecheck.

 

Der „normale“ Pannendienst ist im Leistungspaket jeder ARBÖ-Mitgliedschaft enthalten, Abschleppungen sind im Sicherheitspass inkludiert. Falls nach einer Panne das Fahrzeug nicht flottgemacht werden kann, steht Mitgliedern kostenlos ein ARBÖ-Mobil zur Verfügung.

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