Protestaktion der Volkshilfe „Auf die Straße“

Eisenstadt, 18. 4. 2019

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Die Protestaktion „Auf die Straße“ von Volkshilfe-Chef Erich Fenninger gegen die Abschaffung der Mindestsicherung und den Sozialabbau in Österreich führt diesmal nach Eisenstadt. Hier findet er die Unterstützung der Landtagsabgeordneten Regina Petrik (GRÜNE). Petrik wird wie Fenninger in einem Zelt auf der Fußgängerzone nächtigen und damit ihre Solidarität mit jenen Menschen, die von den Sozialleistungskürzungen der Bundesregierung besonders betroffen sind, zum Ausdruck bringen. Auch Reinhard Fendrich kam nach Eisenstadt um die Aktion zu unterstützen.


Volkshilfe-Protest „Auf die Straße“ erhält Unterstützung von den GRÜNEN

Dem Aufruf des Volkshilfedirektors Erich Fenninger zum Protest gegen die Kürzungen im Sozialwesen folgte am Gründonnerstag auch eine Landtagsabgeordnete des Burgenlands. Regina Petrik (GRÜNE) kam dem Motto der österreichweiten Protesttour „Auf die Straße“ entsprechend mit ihrem Zelt auf die Fußgängerzone in Eisenstadt und verbrachte dort ebenso wie Fenninger und einige andere sozial engagierte Menschen die Nacht. „Die Bundesregierung kürzt bei jenen, die unsere Hilfe am dringendsten brauchen: Obdachlose, Menschen mit Behinderungen und Familien, die auf die Mindestsicherung angewiesen sind. Das dürfen wir nicht hinnehmen. Die Menschen, die sich in Eisenstadt in der Fußgängerzone zum Protest versammelt haben, sind das solidarische Rückgrat unserer Gesellschaft. Gemeinsam kämpfen wir für eine Gesellschaft, in der kein Mensch in Armut oder gar auf der Straße leben muss“, erklärt Petrik ihre Solidarität mit der Aktion der Volkshilfe.

Die GRÜNEN warnen ebenso wie die Volkshilfe vor den Folgen der Änderungen bei der Mindestsicherung, wie sie die schwarz-blaue Bundesregierung durchboxen will. Sie befürchten eine Vermehrung von Armut durch etliche Neuerungen. „Man muss sich die Vorschläge von ÖVP und FPÖ wirklich genau anschauen. Da werden Menschen, die es ohnehin am schwersten im Leben haben, noch mehr in die Armut getrieben. Besonders schlimm trifft es Obdachlose. Wer etwa über keinen Hauptwohnsitz verfügt und bei Bekannten unterkommt, verliert die Voraussetzung für einen Anspruch auf Mindestsicherung. Für diese Menschen ist dann ein Wiedereinstieg in den Beruf oder der Beginn einer Ausbildung so gut wie unmöglich“, kritisiert Regina Petrik. „Auch Menschen mit niedrigem Einkommen oder kleiner Pension, die eine behinderte Familienangehörige pflegen, haben nach den Vorstellungen der Regierung das Nachsehen. Das ist doch unmenschliche Politik, die sich gegen Armen richtet, statt die Armut zu bekämpfen. Da können wir nicht einfach still zusehen. Da müssen wir schärfsten Protest einlegen. Ich finde die Aktion von Erich Fenninger eine großartige und mutige Art, auf diese Missstände hinzuweisen. Darum unterstütze ich ihn aus voller Überzeugung.“

Die nächste Protestnacht findet in Wien am Dienstag, den 23.4. ab 17 Uhr statt. Alle, die sich solidarisch zeigen und sich daran beteiligen wollen, sind mit ihren Zelten willkommen.

 

 

 

 

 

 

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