15. 4. 2019 – Polizei News

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Internetbetrug

Bekanntschaft aus dem Internet ergaunerte Geld unter Vorspiegelung von Zuneigung.

Eine 69-jährige Frau aus Neusiedl am See wurde Opfer eines Internetbetruges. Auf einer Social Media Plattform lernte sie im Sommer 2018 einen angeblichen französischen Staatsangehörigen kennen, der angab, sich in Afrika aufzuhalten. In den nächsten Monaten baute der Betrüger ein Vertrauensverhältnis zu der Frau auf und bat sie um Geld, um nach Österreich zu einem Treffen zu gelangen. Von Anfang Februar bis Mitte März 2019 überwies die Frau Geld über diverse Money – Transferdienste an den Mann, bis ihre finanzielle Lage schließlich weitere Überweisungen nicht mehr zuließ. Sie brach den Kontakt ab und erstattete die Anzeige bei der Polizei. Der Frau entstand ein finanzieller Schaden im fünfstelligen Eurobereich.

Bei diesem Fall von Internetbetrug handelt es sich um das so genannte „Love Scamming“, einen Partnervermittlungsbetrug.

Dabei wird mit dem späteren Opfer über soziale Medien Kontakt aufgenommen und in weiterer Folge sein Vertrauen erschlichen. Unter dem Vorwand einer Notsituation wird anschließend um finanzielle Unterstützung ersucht. Durch die zum Teil sehr emotionellen Kontakte werden die Geschädigten manchmal um sehr hohe Geldbeträge betrogen. Tatsächlich jedoch existiert das verehrte Gegenüber in dieser Form gar nicht, sondern es stecken Betrüger mit vorgeschobenen Identitäten und einem einzigen Ziel hinter den Geschichten – das Geld der Betrogenen zu erschleichen.

Die Polizei rät bei Kontaktaufnahmen mit unbekannten Personen in sozialen Netzwerken zu besonderer Vor- und Umsicht:

  • Der Schutz der eigenen Identität im Internet hat Vorrang – sämtliche bekannt gegebenen persönlichen Daten erleichtern den Tätern ihr Vorhaben.
  • Es sollte unbedingt vermieden werden, persönliche Fotos oder Videos mit dem Gegenüber auszutauschen. Durch Veröffentlichung dieser Fotos, etc. könnte man unter Druck gesetzt werden.
  • Keine Angst vor einer Anzeigeerstattung – die Täter nutzen die Gefühlswelt der Opfer aus, um an deren Geld zu gelangen.

Vermeintliche Diebe in Parndorf und Marz erwischt

 Nach einem Ladendiebstahl in einem Sportgeschäft in Parndorf, Bez. Neusiedl am See, wurde ein Serbe der Täterschaft überführt, in Marz, Bezirk Mattersburg, wurde ein rumänisches „Pärchen“ nach einem Einschleichdiebstahl in ein Einfamilienhaus vom Hauseigentümer ertappt, angehalten und schließlich der Polizei übergeben.

Am Samstag, den 13. April 2019, kam ein 57-jähriger Serbe mit einem Reisebus aus seinem Heimatland bereits mit dem Vorsatz nach Parndorf, um dort in einem großen Einkaufszentrum Diebstähle zu begehen. In einem Marken Sportgeschäft stahl der Mann im Laufe des Tages zwei Paar Sportschuhe. Dabei wurde er von der Shop-Managerin ertappt und angehalten. In der Folge stieß er sie zur Seite und flüchtete. Die sofort verständigte Polizei Parndorf nahm umgehend die Ermittlungen auf. Schließlich konnte der vermeintliche Dieb am Abend im Reisebus am Gelände des Einkaufszentrums festgenommen werden, noch bevor er wieder nach Serbien zurückreisen konnte. Er wurde von Angestellten eindeutig wieder erkannt. Bei seiner Vernehmung auf der Polizeiinspektion in Parndorf gestand der Mann den Diebstahl. Des Weiteren gestand er auch noch, bereits seit März des heurigen Jahres, mit weiteren Männern aus Serbien, mehrmals in diesem Einkaufszentrum Sportbekleidung und Jacken aus diversen Geschäften gestohlen und außer Landes verbracht zu haben. Die ermittelte Schadenshöhe beläuft sich auf einen fünfstelligen Eurobereich. Der Mann wurde in die Justizanstalt Eisenstadt eingeliefert, die Recherchen und Fahndungen nach den weiteren Verdächtigen sind im Laufen.

In Marz bei Mattersburg stellte am Abend des 13. April 2019 ein 63-jähriger Mann fest, dass aus seinem Einfamilienhaus Bargeld in einem niedrigen dreistelligen Eurobereich und eine Damenarmbanduhr gestohlen worden waren. Sofort stellte er selbständig Nachforschungen an und konnte im Nahbereich seines Hause ein verdächtiges Pärchen anhalten. Die verständigte Polizei aus Mattersburg nahm das rumänische Pärchen, beide 19 Jahre alt, vorläufig fest und brachten zu zur Vernehmung zur Polizeiinspektion. Die Armbanduhr wurde zwischenzeitlich auf einem Wegabschnitt zwischen dem Tatort und dem Ort der Anhaltung der beiden Rumänen aufgefunden, Bargeld wurde bei den Verdächtigen keines aufgefunden. Bei der Vernehmung bestritten sie jeglichen Tatzusammenhang. Die vermeintlichen Einschleichdiebe werden der Staatsanwaltschaft Eisenstadt auf freiem Fuße zur Anzeige gebracht.


Raubüberfall auf Tankstelle im Bezirk Oberwart

Vier männliche Täter überfielen in den frühen Morgenstunden des 12. April die Tankstelle der Raststation Loipersdorf auf der A2

Um 03.27 Uhr betraten vier schwarz gekleidete und maskierte, männliche Täter die Tankstelle auf der Raststation der Autobahn A2 im Gemeindegebiet von Loipersdorf-Kitzladen. Sie bedrohten den Angestellten mit einem Messer und Baseballschlägern. Hinter dem Verkaufspult wurden von einem der Täter mehrere Packungen Zigaretten und Tabak entwendet. Ein weiterer Täter schlug mit dem Baseballschläger mehrmals auf das Verkaufspult und verlangte vom Angestellten Bargeld. Schließlich sprang der Mann dabei auf das Pult und versuchte mit einem Messer die Kassenlade aufzubrechen, was ihm auch gelang. Daraufhin riss er die Kassa aus der Befestigung, in welcher sich jedoch kein Bargeld befand.

Nach ca. 35 Sekunden flüchteten die vier Täter zu Fuß über den Parkplatz in unbekannte Richtung.

Die Täter werden wie folgt beschrieben: ca 170 bis 185 cm groß, schlank und zwischen 18 und 20 Jahre alt. Sie waren alle dunkel bekleidet und trugen Handschuhe. Als Tatwaffen verwendeten sie ein Messer sowie Baseballschläger aus Holz. Einer der Täter trug eine „Anonymous“-Maske, die übrigen schwarze Unterziehhauben.

Durch den Raub entstand lediglich ein geringer Schaden. Die Raubgruppe des Landeskriminalamtes Burgenland hat die kriminalpolizeilichen Ermittlungen aufgenommen. Um die vor allem zu Anfang sehr spezifischen Nachforschungen nicht zu gefährden, ergeht erst jetzt die Presseaussendung dazu.

 

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