Zufriedenheit an den Volksschulen

Zurndorf, 4. 4. 2019

Mehr als 90 % der burgenländischen Eltern sind mit Volksschulen ihrer Kinder zufrieden

Landesweite Befragung: Eltern stellen Volksschulen im Burgenland ein sehr gutes Zeugnis aus

Eine landesweite Elternbefragung zum Thema „Zufriedenheit in den Volksschulen“ hat das Land Burgenland in Zusammenarbeit mit der die Bildungsdirektion, der Pädagogischen Hochschule und der Fachhochschule Burgenland im Vorjahr durchgeführt. Die Ergebnisse präsentierten Bildungslandesrätin Daniela Winkler und Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz gemeinsam mit dem Projektleiter Herbert Gabriel, PH Burgenland, und Direktorin Petra Schmidt am Donnerstag, 4. April, in der Volksschule Zurndorf. Fazit: Mehr als 90 % der Eltern im Burgenland sind mit den Volksschulen ihrer Kinder sehr zufrieden, und 93 % der Volksschüler gehen gerne zur Schule.

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Bildungsdirektor Mag. Heinz Josef Zitz, Bildungslandesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler, Direktorin Petra Schmidt, BEd und LAbg. Bgm. Werner Friedl mit Kindern der Volksschule Zurndorf

Meinungen der Eltern sollen in bildungspolitische Maßnahmen einfließen
Ziel der landesweiten Befragung war, die Meinungen, Wünsche und Interessen der Eltern einzuholen und diese als Basis für strategische und operative Maßnahmen in die bildungspolitischen Überlegungen einfließen zu lassen. „Wir wollen mit dieser Befragung aufzeigen, wie wichtig uns die Meinung der Eltern und Kinder ist. Es freut uns besonders, dass so viele Eltern teilgenommen und die Möglichkeit genützt haben, uns ihre Meinung mitzuteilen“, erklärte Winkler. Die Rücklaufquote sei mit 73 % „herausragend“ gewesen; die Ergebnisse der Auswertung basieren auf 7.000 beantworteten Fragebögen. Es war nach 2015 die zweite Vollerhebung im burgenländischen Schulwesen.

93 % der Volksschüler gehen gerne zur Schule
Laut Meinung von 93 % der Eltern der burgenländischen VolksschülerInnen gehen ihre Kinder gerne zur Schule, womit der ohnehin hohe Wert von 2015 um 2 % übertroffen wurde. Ähnlich hoch ist mit 90 % die Zufriedenheit mit der allgemeinen Ausstattung der Schulen; auch dieser Wert stellt eine Steigerung gegenüber der letzten Befragung dar. Die Zufriedenheit mit der technischen Ausstattung und dem Zustand der Sportstätten liegt bei nahezu 80 %.

Drei von vier Kindern sind gut auf weiterführende Schulen vorbereitet
Drei von vier Kindern sind laut Aussage der Eltern gut auf die weiterführenden Schulen vorbereitet, und 84 % stimmen zu, dass ihr Kind im richtigen Ausmaß gefördert wird. Dass ihr Kind bei schulischen Problemen ausreichend unterstützt wird, bejahen 74 % der Eltern, und 90 % halten ihr Kind für gerecht beurteilt. Ein Drittel ist allerdings der Meinung, dass sich ihr Kind immer wieder überfordert fühlt; hier dürften nach Einschätzung von Projektleiter Gabriel und Bildungsdirektor Zitz auch der Besuch von Sport- und Freizeitangeboten außerhalb des Unterrichts – Stichwort Freizeitstress, aber auch der Druck von außen, etwa die Erwartungshaltung der Eltern, eine Rolle spielen. 97 % der Eltern legen Wert darauf, dass auch der Spaß in der Schule nicht zu kurz kommt, und ebensoviele wünschen, dass Fleiß und Leistung im Unterricht/in der Schule geschätzt und belohnt werden.

Eltern wünschen ergänzenden Einsatz digitaler Unterrichtsmaterialien
Die Befragung ergab auch, dass sich annähernd 50% der Eltern für die Verwendung von Tablets im Unterricht aussprechen. Dagegen wird das Benützen von Smartphones zum Lernen von 84 % abgelehnt. 67 % meinen, dass die Lehrer digitaler Medien im Unterricht nutzen sollten, allerdings lehnen 81 % ab, dass analoge Schulbücher (auf Papier) durch digitale Unterrichtsmaterialien ersetzt werden. Dagegen halten 44 % einen ergänzenden Einsatz digitaler Unterrichtsmaterialien für sinnvoll.

Mehr als 90 % der Eltern sind mit der Volksschule ihrer Kinder zufrieden
Erfreuliches Fazit: Über 90 % der Eltern sind insgesamt mit der Volksschule ihrer Kinder zufrieden. „Damit haben wir uns weiter dem absoluten Wert von 100 % genähert. Dafür möchte ich allen Beteiligten ein großes Kompliment und Dank aussprechen“, so Winkler. Die Studie – sie umfasst mehr als 700 Seiten – soll nun evaluiert werden. „Genauer anschauen werden wir uns jetzt zunächst auf jeden Fall den Bereich Überforderung“, verspricht die Bildungslandesrätin.

 

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