Plattform appeliert an Doskozil – KUZ Mattersburg wiedereröffnen

Eisenstadt, 4. 4. 2019

Plattform appelliert an Doskozil – Bestandsobjekt revitalisieren – schnell und kostengünstig wiedereröffnen 

ag

Obwohl für die neue Nutzung bestens geeignet soll das Kulturzentrum Mattersburg in den nächsten Wochen zu großen Teilen abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden. Die online publizierten Vorentwurfspläne zeigen eindeutig, die gewünschten neuen Anforderungen lassen sich im Bestand leicht und mit weit geringeren finanziellen Mitteln realsierein als im derzeit geplanten Abbruch- und Neubauprojekt. Die überparteiliche Plattform appelliert seit Monaten in schriftlichen Stellungnahmen an Landeshauptmann Doskozil das Gebäude zu erhalten und schnellstmöglich wiederzueröffnen, sämtliche Schreiben blieben bisher unbeantwortet.

Wie durch Publizierung der Vorentwurfspläne noch deutlicher ersichtlich ist, ist das bestehende Haus – sowohl in seinen Funktionen, als auch flächenmäßig – bestens für das neue  Raum-  und Funktionsprogramm geeignet und mit geringen Mitteln adaptierbar und erweiterbar. Eine notwendige Erweiterung für das Archivdepot könnte leicht auf der südseitigen Grünfläche in Form eines zeitgemäßen Zubaus errichtet werden.

Es grenzt an eine Farce, dass die aktuellen Planungen, welche sowohl architektonisch, als  auch funktionell nicht im geringsten die Qualitäten des europaweit bekannten und unter Experten hochgeschätzten Bestandsgebäudes erreichen, weiterhin ernsthaft verfolgt werden.  Das aus den Vorentwurfsplänen ersichtliche Raum- und Funktionsprogramm zeigt eindeutig, dass der Bestand für die neuen Nutzungsanforderungen leicht adaptierbar wäre. Um eine schnellstmöglich Wiedereröffnung zu gewährleisten, wäre auch eine Sanierung und Erweiterung in Etappen denkbar.

„Wir haben diese Fakten unmittelbar nach der Publizierung der Pläne mehrmals Herrn Landeshauptmann Doskozil in detaillierten Schreiben mitgeteilt. Bis heute haben wir darauf keine einzige Reaktion erhalten“ so der ehemalige Bürgermeister und Plattformgründungsmitglied Eduard Sieber.

 

Unabhängige Prüfung fand bis heute nicht statt – Kostenexplosion zu erwarten

Entgegen der Ankündigung von Landehauptmann Doskozil  die Baukosten überprüfen zu lassen, fand auch bis zum heutigen Zeitpunkt keine unabhängige internationalen Standards entsprechende Überprüfung der Baukosten bzw. des ganzen Bauvorhabens statt. Einzig drei Akteure, welche alle bereits in die Planungen zum Neubau seit mehreren Jahren involviert waren, „prüften“ das Vorhaben. Wie aus einer Anfragebeantwortung vom Sommer 2018 hervorgeht, mussten jene Akteure im Zuge der Berechnungen sogar eingestehen, dass die Gesamterhaltung des Kulturzentrums Mattersburg samt einem Zubau des Archivs billiger wäre.

– Variante 2 Sanierung (Erhalt Gesamtbestand) und Neubau Archiv (€15.012.500,00)

– Variante 7 Holodeck-Projekt mit kleinerem Saal + Archiv und Bibliothek (€15.600.018,00)[1]

Zahlreiche von der Plattform befragte Experten und Ziviltechniker gehen darüber hinaus von einer weit höheren Kostenersparnis bei einer Sanierung und Erweiterung und von weit höheren Baukosten bei einer Realisierung des derzeit geplanten Projektes aus.

 

Appell an Landeshauptmann Doskozil –  Revitalisierung und Erweiterung – schnelle Wiedereröffnung

Die Plattform appelliert daher an Landeshauptmann Hans Peter Doskozil dringend, von einer voreiligen Zerstörung des Kulturzentrums Mattersburg abzusehen, um das Bauwerk doch noch einer den internationalen Expertenmeinungen entsprechenden, kostengünstigen Revitalisierung und Erweiterung zu unterziehen.

„Der „point of no return“ ist beim Kulturzentrum Mattersburg noch nicht erreicht, noch wären sowohl politisch, als auch finanziell – und natürlich baulich alle Möglichkeiten offen, eine andere Lösung einzuschlagen um damit das Gebäude zu erhalten zu optimieren und schnellstmöglich wiederzueröffnen. Damit würde den Matterburgerinnen und Mattersburgern wieder ein architektonisch und funktionell erstklassiges Kulturzentrum, erweitert um das Landesarchiv und Bibliothek, zur Verfügung stehen“ so der ehemalige Bürgermeister Eduard Sieber.

 

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