LR Petschnig fordert Verlängerung der Südostautobahn A3 bis zum Grenzübergang Klingenbach

Eisenstadt, 29. 3. 2019

A3-Verlängerung: LR Petschnig für rasche Umsetzung

 

fpö
Landesrat MMag. Alexander Petschnig, FPÖ

Es ist angesichts der weit fortgeschrittenen Bautätigkeit auf ungarischer Seite dringend notwendig, sich mit der Verlängerung der Südostautobahn A3, die gegenwärtig beim Knoten Eisenstadt endet, bis zur Staatsgrenze zu befassen. Insbesondere für die Wirtschaft und den Tourismus im Burgenland stellt ein Lückenschluss bei der A3 eine wichtige Maßnahme dar.

Wirtschaftslandesrat Petschnig spricht sich dezidiert für den Ausbau der Autobahn aus: „Die A3-Verlängerung gehört so rasch wie möglich fixiert. Gute Infrastruktur wie ein hochrangiges Verkehrsnetz sind für einen hoch entwickelten Wirtschaftsstandort wie das Burgenland essenziell. Aus diesem Grund bin ich als verantwortlicher Wirtschaftspolitiker an einer Optimierung der Infrastruktur in unserem Heimatland sowie an der wirtschaftlichen Anbindung des Burgenlandes an wichtige Wachstumsmärkte sehr interessiert“.

Beim Projekt A3 sollen bis zu 250 Millionen Euro in die Verkehrsinfrastruktur und Verkehrssicherheit im Burgenland investiert werden. „Niemand ignoriert die Bedürfnisse der Anrainergemeinden, und niemand möchte über die Wünsche der Bevölkerung ´drüberfahren´. Gerade deswegen bin ich sehr erfreut, dass die Burgenländerinnen und Burgenländer dem Projekt deutlich offener gegenüberstehen als so mancher politischer Entscheidungsträger, denn in der 2018 durchgeführten ´Bürgerbefragung Nordburgenland´ sprachen sich unter 1000 Befragten Landsleuten im Bezirk Neusiedl am See 67%, im Bezirk Mattersburg 60% und sogar im direkt betroffenen Bezirk Eisenstadt 55% für einen unbedingten Ausbau der A3 bis zur Staatsgrenze aus! Die Menschen im Burgenland verfügen über ein sehr gutes Gespür dafür, dass unser Heimatland ein attraktiver Wirtschaftsstandort ist und akzeptieren, dass dazu auch entsprechende Verkehrswege und Anbindungen benötigt werden. Das Thema würde sich auch hervorragend für eine Volksbefragung in den betroffenen Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt, Mattersburg und Oberpullendorf eignen. Ich bin mit absolut sicher, dass die Landesregierung mit Unterstützung unseres Burgenland-Ministers Norbert Hofer eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich sinnvolle Variante des Lückenschlusses der A3 sicherstellen werden!“, so Petschnig.


A3-Verlängerung – Landtag verpflichtet Regierung: Keine Einwilligung gegen betroffene Gemeinden

Der Burgenländische Landtag hat gestern – einhellig – seinen Beschluss bekräftigt, wonach die geplante Verlängerung der A3 bis zur Staatsgrenze alleine unter der Bedingung die Einwilligung der Landesregierung erfahren darf, dass die im Bezirk Eisenstadt-Umgebung betroffenen Gemeinden das Projekt ihrerseits nicht ablehnen.

„Die Burgenländische Landesregierung wird aufgefordert, in die Verlängerung der A3 nicht einzuwilligen, wenn die demokratische Ablehnung der genannten Gemeinden – in der von den Gemeinden selbst gewählten Form – vorliegt“, lautet die Beschlussformel des diesbezüglichen Antrags, der auf einer Vereinbarung zwischen den Koalitionspartnern SPÖ und FPÖ beruht.

Klubobmann Géza Molnár, auch Bezirksparteiobmann der Freiheitlichen in Eisenstadt, zeigt sich zufrieden: „Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz haben sich bereits vor über einem Jahr darauf verständigt, dass das Land die Verlängerung der A3 nicht gegen den Willen der betroffenen Gemeinden unterstützen wird.

Damit ist jedenfalls sichergestellt, dass neben berechtigten Interessen der Wirtschaft auch Fragen der Lebensqualität der an der geplanten Trasse lebenden Menschen die notwendige Berücksichtigung finden.“ Molnár verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Zusagen von FPÖ-Infrastrukturminister Norbert Hofer, der dem Land 2018 schriftlich mitgeteilt hat:

„(…) Das bmvit versucht (…) gemeinsam mit der ASFINAG, unter Beachtung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, jene Trassenvariante der A3 zu planen, welcher in der Lage ist, die negativen externen Wirkungen deutlich zu reduzieren bzw. ganz zu vermeiden. Ich bin davon überzeugt, dass wir unsere Ziele nur durch partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der betroffenen Bevölkerung erreichen können. (…)“

FP-Klubobmann Géza Molnár fasst zusammen: „Es braucht Umsicht, Realismus und Weitblick. Sicher ist, dass die ungarischen Nachbarn mit ihrer hochrangigen Straße bald an der Grenze anstehen werden, nicht ohne Folgen. Daher wird es auch auf unserer Seite eine belastbare Lösung brauchen – eine, die auf Sicht die geringsten Folgen für die Bevölkerung bedeutet.“

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