Grüne und Unabhängige starten AK Wahlkampf 2019

Eisenstadt, 13. 3. 2019

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Die Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen (AUGE/UG) Burgenland gehen mit zwei SpitzenkandidatInnen in die AK Wahl 2019. Sie setzen sich für eine Arbeitswelt ein, in der alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gut miteinander arbeiten können und nicht gegeneinander ausgespielt werden. Georg Gossi, Spitzenkandidat der AUGE/UG zu seinen Schwerpunkten: „Wir kämpfen gegen Lohndumping und für lebensfreundliche Arbeitsbedingungen. Damit die Arbeit nicht dein Leben frisst.“

Die Arbeitswelt ändert sich, und mit ihr die Ansprüche, die an sie gestellt werden.
Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt und dennoch verteilt sich dieser Reichtum allzu ungleich. Während einige wenige immer mehr Reichtum anhäufen, werden jene, deren tägliche, harte Arbeit diesen Reichtum schafft, oft gegeneinander ausgespielt. Gossi: „Die Frage nach gerechter Verteilung wird kaum gestellt, stattdessen wird von den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen immer mehr Leistung verlangt, nur das Stück vom Kuchen, das wird nicht größer.“ Antworten auf die Herausforderungen der nahen Zukunft vermisst Gossi.
„Klimawandel, Digitalisierung, Umweltschutz, Globalisierung – das sind die großen Fragen der Arbeitswelt. Wir wollen mitarbeiten an einer gerechteren und zukunftsfitten Welt, in der die nächste Generation von unserer Vorarbeit profitiert, so wie wir von der Vorarbeit unserer Elterngeneration profitieren.“
BUNTE LISTE AUS ARBEITERiNNEN UND ANGESTELLTEN

Die Wahlliste der AUGE/UG setzt sich aus ArbeiterInnen und Angestellten zusammen, die nicht – wie die Spitzenkandidaten der anderen Fraktionen – als hauptamtliche Funktionäre, Dienstgeber oder Polit-Angestellte in die Wahl gehen. „Wir sind Arbeiternehmerinnen und Angestellte, die die Hürden und Probleme der Arbeitswelt aus erster Hand kennen. Wir sind Menschen, die in den verschiedenen Branchen und Tätigkeitsfeldern täglich mit genau jenen zusammen sind, die die AK vertreten soll“, betont Georg Gossi, Spitzenkandidat der AUGE/UG. „Bei der AUGE hat die Selbstbestimmung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen hohen Stellenwert. Wir stehen für ein neues Selbstbewusstsein der ArbeiterInnenschaft, das uns motiviert uns einzubringen und an einer Gegenwart und Zukunft zu arbeiten, wie wir sie für uns und unsere Kinder wünschen.“

KEINE LÄNGEREN ÖFFNUNGSZEITEN MEHR

Aliz Sagi, die als partiunabhängige Kandidatin auf dem 2. Listenplatz der AUGE/UG kandidiert, ist Handelsangestellte und will sich auch für Lehrlinge einsetzen: „Wichtig ist die Menschlichkeit in den Betrieben. Denn wir sind keine Maschinen, sondern Menschen. Ich will auch, dass unsere Arbeit etwas wert ist. Daher meine ich, dass der Mindestlohn auf 1750 Euro angehoben gehört. Wir wollen auch noch Freude am Leben haben und uns ein wenig auf die Seite legen können. Das ist beim jetzigen Einstiegsgehalt nicht möglich.“

Besonders bedrohlich ist für die Handelsangestellten die Debatte um längere Ladenöffnungszeiten. Aliz Sagi weiß aus eigener Erfahrung: „Die längeren Öffnungszeiten bringen nicht mehr Umsatz. Sie sind für die Angestellten eine große Zusatzbelastung und für den Arbeitgeber kein Gewinn. Noch dazu führen sie zu einer größeren ökologischen Belastung. Denn der Stromverbrauch ist höher, weil Licht und Geräte länger in Betrieb sind. Die Ware muss länger heraußen liegen, verdirbt dadurch, muss aber immer ansprechend ausschauen. Da wird von einem Stück Fleisch nach und nach schon mal so viel weggeschnitten, dass nicht mehr viel übrigbleibt.“

ZUKUNFTORIENTIERT HANDELN

Die AUGE/UG sieht eine besondere Aufgabe in der zukunftsträchtigen Ausbildung und Förderung der Jugend, ob als Lehrling oder SchülerIn. Gossi: „Der Blick in die Zukunft steht bei uns an vorderer Stelle – so werden wir Antworten auf die neuen Herausforderungen der Arbeitswelt finden. Die Digitalisierung wirft komplexe Fragen auf, die oft nur oberflächlich diskutiert werden. Die nächste Arbeitszeitverkürzung ist seit Jahren überfällig. Das ist keine Sozialromantik, sondern Notwendigkeit, wenn nicht mehr und mehr Menschen vom Arbeitsmarkt verdrängt werden sollen. Ebenso braucht es Weitblick bei der Eröffnung und Schaffung neuer Berufsbilder.“
Für die AUGE/UG gehört zur Befassung mit der Arbeitswelt auch der Blick über die Türen und Tore des Betriebes hinaus. „Unsere Umwelt und unsere Zukunft gehören uns und dürfen nicht weiter an Konzerne verscherbelt werden, die kein Recht haben, aus dem Kapital zu schlagen, was uns allen gehört. Für uns von der AUGE ist das Engagement für ein Leben in einer intakten Umwelt selbstverständlich. Die Leistung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist der Motor der Wirtschaft – deren Lebensqualität ist ein hohes Gut.“

DIE ZENTRALEN FORDERUNGEN DER AUGE/UG

  • Digitalisierung muss unsere Arbeit erleichtern – nicht ersetzen
  • Mehr Lebenszeit statt längerer Arbeitszeit
  • Keine weitere Verlängerung der Ladenöffnungszeiten
  • Lehrlinge durch Bezugspersonen lernen und wachsen lassen
  • Sozialberufe stärken, wo Menschen für Menschen arbeiten
  • Einen gerechten Anteil am Wert unserer Arbeit und unserer Produktivität
  • Geförderte und attraktive Umschulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Entlastung der Steuern auf Arbeit und gerechte Besteuerung von Konzernen
  • Umwelt, Wasser und Boden müssen uns allen gehören, nicht den Konzernen
  • Öffentliche Verkehrsmittel müssen für Pendler leistbar sein
  • Infrastrukturausbau in den Strukturschwächeren Regionen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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