Neue Wege im Pflegebereich

Mattersburg, 26. 2. 2019

Im Pflegebereich steuern wir auf große Herausforderungen zu. „Um den drohenden Versorgungskollaps abzuwenden und unseren Bürgerinnen und Bürgern bei Bedarf die bestmögliche Pflege zu bieten, braucht es bereits jetzt umfassende Maßnahmen“, fordert Bezirksparteiobmann Christian Sagartz und ergänzt: „Es ist wichtig, dass das Pflegeangebot auf die regionalen Bedürfnisse abgestimmt wird, denn nur so kann eine wohnortnahe Pflege abgesichert werden.“

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Thomas Niklos und Christian Sagartz

Menschen wollen zu Hause in den eigenen vier Wänden alt werden. „Damit das möglich ist, müssen wir in der Pflege umdenken und neue Wege beschreiten“, so Sagartz. Als Gesundheitssprecher der Volkspartei Burgenland hat er viele Gespräche mit Betroffenen und Experten geführt. Dabei wurden wichtige Probleme angesprochen und Lösungsansätze erarbeitet. „Beim Bezirksparteitag der Volkspartei Mattersburg wurde ein Leitantrag zur Pflege beschlossen, damit rechtzeitig die richtigen Weichen gestellt werden“, informiert Sagartz.

 

Konkrete Forderungen zur Absicherung der Pflege:

  • Unterstützung pflegender Angehöriger

durch Beratung und einem verbesserten Angebot der mobilen Pflege

  • Ausbau von Tagesheimplätzen

zur Entlastung pflegender Angehöriger. In vielen Fällen ist anstelle der stationären Pflege eine Tagesbetreuung ausreichend und sinnvoller.

  • Schaffung eines Gütesiegels für die 24-Stunden-Betreuung,

um die Qualität der Pflege abzusichern.

  • Mehr Pflegebetten in unserem Bezirk schaffen

Wenn eine stationäre Betreuung nötig ist, soll diese auch wohnortnah möglich sein. Im Burgenland ist die Zahl der stationär betreuten Menschen von 2012 bis 2017 um 45 Prozent gestiegen, das ist im Bundesländervergleich die höchste Steigerung.

  • Schaffung eines Pflege-Lehrberufs,

damit auch künftig ausreichend Pflegepersonal verfügbar ist.

 

Sagartz: „Rot-blaue Landesregierung wirkt ratlos!“

Um für den künftigen Bedarf an Betreuungsangeboten und Pflegeplätzen Vorsorge zu treffen, braucht es eine Gesundheitspolitik mit Weitblick. „Leider wirkt die rot-blaue Landesregierung bei der Absicherung der Pflege ziemlich ratlos. Die Vorlage des Pflegebedarfs- und Entwicklungsplans wird ständig verschoben und nach einem Jahr Untätigkeit soll ein ‚Arbeitskreis‘ die Lösung bringen. Das ist mittlerweile grobe Fahrlässigkeit“, kritisiert Sagartz und weist darauf hin: „Um auf die Wichtigkeit des Themas aufmerksam zu machen, hat die Volkspartei Bezirk Mattersburg einen Informationsflyer mit konkreten Ideen gemacht. Denn die Burgenländerinnen und Burgenländer müssen sich darauf verlassen können, dass rechtzeitig die richtigen Weichen gestellt werden, damit die Pflege und Betreuung in Zukunft gesichert ist.“

 

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