Stopp mit dem Bauernbashing!

Eisenstadt, 22. 2. 2019

„Es muss Schluss sein mit diesem Bauernbashing“, so Agrarsprecher Walter Temmel zu den jüngsten Aussagen von Landesrat Doskozil. Dieser hatte in einem Interview angekündigt über das Raumplanungsgesetz keine neuen konventionellen landwirtschaftlichen Betriebe mehr zuzulassen und weiters über Maßnahmen beim Bodenschutz sogar Anbauverbote verhängen zu wollen. „Alle unsere Bauern – landauf und landab – produzieren hochwertige Lebensmittel. Der zukünftige Landeshauptmann propagiert hier keine Biowende, sondern forciert eine Hexenjagd gegen den bäuerlichen Berufsstand“, so der Agrarpolitiker.

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LAbg. Walter Temmel, ÖVP

 

„Es ist schon ein Skandal, dass er in den landeseigenen Küchen das chilenische Bio-Hendl einem hochwertigen, nachhaltigen Hendl aus der Region vorzieht. Aber dass er jetzt den konventionellen Landwirten quasi den Boden abdrehen will, das schlägt dem Fass den Boden aus und zeigt einmal mehr, dass Doskozil von Landwirtschaft keine Ahnung hat“, so Temmel. Denn was wären die Konsequenzen? Es könnte auch innerhalb der Familie keine Neuübernahme eines Betriebes geben. Temmel präzisiert: „Damit wird defakto jungen Hofübernehmern und Quereinsteigern in die Landwirtschaft der Besitz und die Bewirtschaftung von Grund und Boden verboten.“

Die sogenannte Bio-Wende ohne Rücksicht auf Verluste durchzudrücken, ist unverantwortlich und gefährdet Existenzen. Die ÖVP hat mit seinen Agrarministern und Landesräten den schrittweisen Umstieg auf Bio schon vor vielen Jahren eingeleitet und steht zur Bio-Landwirtschaft – aber zu einem organischen Wachstum des Bio-Marktes. „Wir müssen mit der Nachfrage wachsen, sonst verfällt der Preis. Unsere Landwirte müssen schlussendlich von ihren Produkten zu einem fairen Preis leben können.“, so Temmel. Die heimischen Landwirte, egal ob in konventionellen oder in BIO-Betrieben, stehen für qualitativ hochwertige Produkte.

„Nur auf die Bauern draufzuhauen, die bäuerliche Gesellschaft aufzuspalten und die Landwirtschaft einzuschränken, ist mit Sicherheit der falsche Weg. Mit Verboten zu arbeiten, demotiviert alle Landwirte“, so Temmel. Dieses Vorhaben führt nicht nur zur Existenzgefährdung von unseren Betrieben, sondern ist auch ein unangemessener Eingriff ins Eigentum und Planwirtschaft in Reinkultur. „Eine landwirtschaftliche Planwirtschaft wurde schon einmal probiert – die Geschichte hat gezeigt, wie erfolgreich man damit war“, so Temmel, der weiter betont: Da muss sich ja jeder konventionelle Landwirt, der täglich dafür sorgt, dass wir gesundes Essen auf dem Tisch haben, gefrotzelt fühlen“, so Temmel, der weiter betont: „Es ist eine Frechheit den konventionellen Bauern, die hochwertige Produkte anbieten, die Grundlage für eine nachhaltige, landwirtschaftliche Produktion zu nehmen“, so Temmel abschließend.

 

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