Bildungsstandards im Fach Mathematik in der Volksschule

Eisenstadt, 22. 2. 2019

2.468 burgenländische Schülerinnen und Schüler der 4. Schulstufe nahmen im Frühjahr 2018 an der Überprüfung der Bildungsstandards im Fach Mathematik in der Volksschule teil. Nun wurden die Ergebnisse dieser Testung veröffentlicht und es zeigt sich, dass das Burgenland einmal mehr seine hervorragende Bildungsarbeit bestätigen kann.

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Schülerinnen und Schüler, die die Bildungsstandards in Mathematik am Ende der 4. Schulstufe erreichen, können mathematische Fähigkeiten und Fertigkeiten in realitätsnahen und variablen Situationen zur Lösung von Aufgaben oder Problemen anwenden. Der Fokus liegt hier vor allem auf eine praxisnahe Anwendung im Alltag.

Im Burgenland erreichten 87% der geprüften Schülerinnen und Schüler die Bildungsstandards in Mathematik, was neben Salzburg mit 88% den höchsten Wert aller österreichischen Bundesländer darstellt. Damit liegt das Burgenland deutlich über dem Österreichschnitt von 82%.

Lediglich 4% der burgenländischen Pflichtschülerinnen und Pflichtschüler haben die Standards nicht erreicht, was den niedrigsten Wert aller österreichischen Bundesländer bedeutet. Der Durchschnitt beträgt hier für Österreich 8%.

Landeshauptmann und oberster Bildungsreferent Hans Niessl betont: „Das Burgenland hat sich in den letzten Jahren in vielen Bereichen hervorragend entwickelt. Diese positive und steile Entwicklung nach oben ist ebenso im Bildungsbereich zu spüren. Es freut mich sehr, dass die bundesweiten Standardüberprüfungen in Mathematik dies auch belegen. Ein großer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen in den Schulen.“

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Auch im Vergleich zur Testung aus 2013 können die burgenländischen Schulkinder ihre Kompetenzen deutlich verbessern:

 8% mehr Schülerinnen und Schüler haben die Bildungsstandards übertroffen
 2% mehr Schülerinnen und Schüler haben die Bildungsstandards erreicht
 3% weniger Schülerinnen und Schüler haben die Bildungsstandards nur teilweise erreicht
 7% weniger Schülerinnen und Schüler haben die Bildungsstandards nicht erreicht

Mit diesen Kompetenzverbesserungen liegt das Burgenland ebenso überall deutlich über dem Österreichschnitt.

Sehr hoch ist im Burgenland auch die Freude an der Mathematik. So geben 70% der Schülerinnen und Schüler an, dass sie eher hohe oder hohe Freude an diesem Gegenstand haben. Gleichzeitig bestätigt sich auch die äußerst positive Einstellung zur eigenen Schule: 71% der Kinder gehen gern oder sehr gern in die Schule und 85% sind mit ihrer Klasse zufrieden oder sehr zufrieden. 96% der befragten Schülerinnen und Schüler fühlen sich in der Schule äußerst sozial eingebunden.

Bildungsdirektor Mag. Heinz Josef Zitz sieht hier auch Parallelen: „Geht ein Kind gerne in die Schule und hat dabei ein sehr hohes Vertrauen zur Lehrerin oder Lehrer, dann lernt es sich viel besser. Klassenkolleginnen und Klassenkollegen sowie ein freundschaftliches Klassenklima unterstützen hier und schaffen auch eine gewisse Wohlfühlatmosphäre, die es unter den jungen Schülerinnen und Schülern braucht. Diese publizierten Ergebnisse zeigen ganz klar zwei Sachen: Die Kolleginnen und Kollegen können wesentliche schulische Inhalte pädagogisch und didaktisch hervorragend vermitteln, und die Kinder sind dabei aber auch nicht überfordert. Außerdem sorgen sie auch dafür, dass ihnen die Motivation und Freude am Lernen langfristig erhalten bleibt. Diese Studie unterstreicht unsere harte, aber sehr erfolgreiche Arbeit im burgenländischen Schulwesen, und dies ist auch ein Verdienst aller Kolleginnen und Kollegen, die täglich in der Klasse unterrichten und den Kindern wesentliche Inhalte über alle Altersgruppen hinweg vermitteln.“

Im Mai 2018 wurden insgesamt rund 74.000 Schülerinnen und Schüler der Volksschulen österreichweit auf ihre Mathematik-Stärken hin überprüft. Diese Kompetenzen wurden nun nach 2013 zum zweiten Mal flächendeckend überprüft. Standardisierte und bundesweit einheitliche Beispiele stellen sicher, dass eine Vergleichbarkeit zwischen den Bundesländern gegeben ist. Für die Schulen und Lehrerinnen und Lehrer liefern die nun veröffentlichten Ergebnisse darüber hinaus wertvolles Feedback, wie gut die nachhaltige Vermittlung von Grundkompetenzen gelingt.

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