SPÖ gefährdet bäuerliche Betriebe

Eisenstadt, 21. 2. 2019

Burgenländische Zuckerrübenbauern fordern Gleichstellung mit Berufskollegen in anderen Bundesländern

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Die Trockenheit und das Auftreten des Rübenrüsselkäfers haben den Rübenbauern im Jahr 2018 stark zugesetzt und zu massiven Ertragsausfällen geführt. In Niederösterreich, Oberösterreich und in der Steiermark, aber auch in den angrenzenden Staaten Ungarn, Tschechien und in der Slowakei wurden Notfallzulassungen von Saatgutbeizungen genehmigt. Im Burgenland wurden diese Notfallzulassungen nicht erteilt. Den burgenländischen Rübenbauern erwachsen dadurch enorme Wettbewerbsnachteile gegenüber ihren Berufskollegen in den anderen Bundesländern und den Nachbarstaaten. Der Zuckerrübenanbau, der im Burgenland eine lange Tradition hat, droht nun zu seinem Ende zu kommen. Die Zuckerrübenanbaufläche im Jahr 2019 ist um mehr als die Hälfte kleiner, als noch vor wenigen Jahren.

„Die burgenländischen Rübenbauern sind mit den Rübenbauern in den anderen Bundesländern und in den Nachbarstaaten nicht mehr konkurrenzfähig. Für kleine bäuerliche Betriebe bedeutet diese Ungleichbehandlung, dass sie den Zuckerrübenbau wahrscheinlich ganz einstellen müssen. Folge davon ist, dass viele Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und in den vor- und nachgelagerten Bereichen gefährdet sind. Eine Zuckerfabrik ist von der Schließung bedroht, was weitere Arbeitsplätze kosten wird. Zudem würden auch Rübensammelplätze geschlossen, wodurch für alle Rübenbauern – ob Bio oder konventionell – zusätzlich infrastrukturelle und logistische Probleme ins Haus stehen“ sagt Ing. Markus Fröch, Präsident des Bgld. Rübenbauernbundes.

 

Fröch weiter: „Die Politik, die sich gegen die Notfallzulassungen stark macht, trägt auch eine Verantwortung dafür, dass die Selbstversorgung durch heimischen Zucker gefährdet ist. Es warten bereits Rohrzuckerproduzenten in Übersee, die auch auf neu gerodeten Urwaldflächen Rohrzucker anbauen, diesen zu uns liefern, wodurch das Klima weiter geschädigt wird.“

„Unsere Rübenbauern setzen auf eine vielfältige Landwirtschaft und auf Regionalität. Dazu bedarf es Rahmenbedingungen durch das Land, welches sie gegenüber Zuckerproduzenten in anderen Ländern nicht benachteiligt und der Regionalität wieder Auftrieb gibt“ so Präsident Fröch abschließend.

 

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