8. 2. 2019 – Polizei News

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Suchtgiftlenker in Kittsee

 Am gestrigen Tag wurden in Kittsee zwei suchtgiftbeeinträchtigte Lenker ohne Lenkberichtung angehalten.

Am 7. Februar gegen 17.35 Uhr wurde eine 31-jährige Frau aus der Tschechischen Republik einer Lenker- und Fahrzeugkontrolle am Grenzübergang Kittsee/Jarovce unterzogen. Dabei konnte sie keine gültige Lenkberechtigung vorzeigen.

Die Erhebungen ergaben, dass der Frau diese bereits drei mal entzogen wurden und dies auch dato der Fall ist. In ihrer Handtasche führte sie eine geringe Menge Piko sowie diverse Suchtgift-Utensilien mit.

Bei ihrem 25-jährigen Beifahrer fanden die Beamten ebenfalls Suchtgift und Suchtgift-Utensilien. Ein durchgeführter Urin-Schnelltest verlief bei beiden positiv.

Ein herbeigezogener Arzt diagnostizierte die Lenkerin als nicht fahrfähig. Beide werden angezeigt.

Ebenfalls wurde am 7. Februar ein PKW mit österreichischem Kennzeichen kontrolliert. Der Lenker, ein 30-jähriger in Wien wohnhafter Mann, war ebenfalls nicht im Besitz einer Lenkberechtigung.

Beim türkischen Staatsangehörigen ergaben sich Verdachtsmomente wegen Suchtmittelbeeinträchtigung und er wurde einer genaueren Personen- und Fahrzeugkontrolle unterzogen. Dabei wurde eine geringe Menge Methamphetamin und Suchtgiftutensilien vorgefunden.

Seine 25-jährige Beifahrerin aus Wien, wies sich mit einem Reisepass aus, welcher vollstreckbar entzogen war. In einer von ihr mitgeführten Dokumententasche fanden die Polizisten einen slowakischen Personalausweis vor, welcher zur Fahndung ausgeschrieben ist.

Der Drogenschnelltest beim Lenker verlief positiv. Das Suchtgift, die Suchtgiftutensilien, der Reisepass und der slowakische Personalausweis wurden sichergestellt.

Der Fahrer und seine Beifahrerin werden bei der Staatsanwaltschaft und der Bezirkshauptmannschaft angezeigt.


Versuchter Betrug mit „Neffentrick“

Unbekannte Anrufer versuchten in den Bezirken Neusiedl am See und Eisenstadt zwei betagte Frauen mittels sogenanntem „Neffentrick“ Bargeld zu entlocken

Am 7. Februar 2019 rief ein männlicher Täter mit deutschem Akzent bei einer 92-jährigen Frau im Bezirk Neusiedl am See an und sprach sie mit „Hallo Uromi“ an. Da sie im Familienkreis tatsächlich so angesprochen wird und ihr die Stimme auch bekannt vorkam, fragte sie nach, ob er ihr Urenkel aus Deutschland sei, was der Anrufer bestätigte. In dem weiteren Telefonat teilte der Täter mit, dass er sich in Wien aufhalten würde und dringend für einen Wohnungskauf 20.000 Euro benötige und er von ihr das Geld abholen würde. Die betagte Frau macht dem Anrufer klar, dass sie nicht so viel Geld hätte und auch keines bereit stelle kann, worauf der Anrufer auflegte.

Bereits tags zuvor erhielt eine 85-jährige Dame aus dem Bezirk Eisenstadt einen Anruf einer männlichen Person, welche hochdeutsch sprach. Da die Frau Bekannte in Deutschland hat sprach sie den Anrufer mit einem Vornamen an, was dieser sogleich bestätigte. Im Zuge des Gespräches wollte er von der Frau 20.000 Euro herauslocken. Er gab an, das Geld dringend für einen Wohnungskauf zu benötigen. Auch in diesem Fall gab die Angerufene dem vermeintlichen Täter zu verstehen, dass sie nicht so viel Geld hätte und dies auch nicht bereitstellen könne. Da sich der Anrufer schließlich nach Beendigung des Gespräches nochmals bei der Frau meldete und nochmals eindringlich das Geld forderte, erstattete sie die Anzeige bei der Polizei.

In beiden Fällen kam es zu keiner Geldübergabe an den vermeintlichen Betrüger.

 

Empfehlung der Kriminalprävention

Brechen Sie Telefonate, bei denen von Ihnen Geldaushilfen gefordert werden sofort ab. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden.

Kontaktieren Sie den „vermeintlichen“ Verwandten, indem Sie ihn unter jener Telefonnummer zurückrufen, die Sie sonst auch verwenden.

Bestehen Sie auf ein persönliches Treffen und geben Sie sich nicht mit einer „Vertretung“ zufrieden.

Lassen Sie in Ihr Haus oder ihre Wohnung niemanden, den Sie nicht kennen.

Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme mit solchen Personen die

Gegensprechanlage oder verwenden sie die Türsicherungskette oder den Sicherungsbügel.

Versuchen Sie, sich das Aussehen der Person für eine spätere

Personsbeschreibung genau einzuprägen.

Notieren Sie sich – sofern möglich – Autokennzeichen und Marke, Type sowie Farbe eines vermutlichen Täterfahrzeuges.

Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle (Notruf 059133).

Weitere Information erhalten Sie in der nächsten Polizeiinspektion, auf der Homepage www.bmi.gv.at/praevention und auch per BMI-Sicherheitsapp.

 

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