Bald schon letzter Aufguss in der Landeshauptstadt?

Eisenstadt, 6. 2. 2019

ÖVP-Steiner bittet Kunden vor die Türe, will Sauna schließen

Geharnischtes Schreiben VP-Steiners an Kunden und Schließungspläne erzürnen FPÖ

fpö
LAbg. Klubobmann Geza Molnar, FPÖ

Die Sauna im Eisenstädter Allsportzentrum hat schon bessere Zeiten erlebt. Seit sie von der ÖVP-regierten Stadtgemeinde selbst betrieben wird, geht es bergab. Jetzt könnte sie sogar geschlossen werden, ist einem Schreiben des Bürgermeisters an zahlreiche Saunakunden zu entnehmen. Besagtes Schreiben sorgt nicht nur deshalb für heftigen Protest der FPÖ.

ÖVP-Steiner setzt Kunden der Sauna quasi vor die Tür
„Auch muss ich Ihnen in aller Deutlichkeit mitteilen, dass Sie niemand zwingt, unser Angebot anzunehmen. Wenn Sie wirklich so unzufrieden sind und wir Ihre Ansprüche offensichtlich in keiner Weise erfüllen, könnte ich es verstehen“, schreibt ÖVP-Obmann Steiner, „wenn Sie unser Angebot nicht mehr annehmen und Sie eine andere öffentliche Sauna wählen.“

FPÖ-Stadtparteiobmann Géza Molnár reagiert beinahe ungläubig: „Abgehobenheit ist ja bei der ÖVP durchaus eine Kategorie, aber dieses respektlose Schreiben an zahlende Kunden, Bürger und Besucher der Stadt ist selbst für Steiners Verhältnisse ein starkes Stück. Man sieht, wie ernst es die ÖVP mit Bürgernähe und Kundenfreundlichkeit tatsächlich meint.“

Steiner macht Kunden für schlechten Ruf verantwortlich
Die Freiheitlichen wollen auch die Ankündigung, wonach die Sauna schon bald geschlossen werden könnte, nicht einfach so hinnehmen. Diesbezüglich heißt es im Schreiben Steiners vom 29. Jänner 2019 unter anderem: „Sie können sich sicher vorstellen, dass es massiv zu hinterfragen sein wird, ob es für die Stadt sinnvoll ist, eine Einrichtung zu führen, die von einem relativ eingeschränkten Personenkreis benützt wird, extrem hohe Kosten verursacht und am Ende des Tages auf Grund der offensichtlichen Unzufriedenheit zu einer negativen Beurteilung der Stadt führt.“

FPÖ-Stadtparteiobmann Géza Molnár erwidert: „So geht halt Steiner mit konstruktiver Kritik um. Erst legt er zahlenden Kunden nahe, sich gefälligst eine andere Sauna zu suchen, und dann macht er sie auch noch für den schlechten Ruf des eigenen Betriebs verantwortlich. Wer hat denn jahrelang nicht investiert und die Sauna heruntergewirtschaftet?“

FPÖ fordert: „Konzept für attraktive Sauna erarbeiten.“
Die Freiheitlichen halten eine Diskussion darüber, was Kernaufgabe einer Gemeinde sei und was nicht, zwar grundsätzlich für angebracht, sprechen sich aber ausdrücklich gegen eine Schließung der Sauna aus. Diese sei nicht nur als reines Freizeitangebot zu sehen, sondern werde auch gesundheitspolitischen Zielen gerecht.

„Das bekennt ja auch die Stadt auf ihrer Internetseite. Ich erwarte mir jedenfalls, dass die ÖVP jetzt mit allen, die einen Beitrag leisten wollen, an einem ordentlichen Konzept für die Sauna zu arbeiten beginnt. Landeshauptstadt ohne Sauna, das können sich nur die kleinsten Großhirne der Welt wünschen“, schließt FPÖ-Obmann Géza Molnár.

 

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