Familienministerin Dr. Juliane Bogner-Strauß auf Besuch im SOS-Kinderdorf Pinkafeld

Pinkafeld 5. 2. 2019

Gestern hat die Familienministerin Dr. Juliane Bogner-Strauß das SOS-Kinderdorf Pinkafeld besucht. Die Kinderdorf Mitarbeiter haben sich sehr über das Interesse der Ministerin gefreut.

övp

Außer der SOS-Kinderdorf Besichtigung wurden auch folgende Themen besprochen:

Behandelt wurden auch die aktuellen politischen und fachlichen Kinder- und Jugendhilfe Themen:

  • Die Kompetenzverschiebung in der Kinder- und Jugendhilfe bereitet uns Sorgen. Das Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetz war nicht völlig ausgereift, aber ein wichtiger Schritt in Richtung bundesweiter einheitlicher Standards.
  • Viele haben gehofft, dass nach der Vorlage der Evaluierung das bestehende Gesetz weiterentwickelt wird aber es kam anders. Unklar ist uns, Was mit dem Ergebnis dieser Evaluierung passiert? Die Länder können, müssen es aber nicht berücksichtigen.
  • Damit ist etwa die Zukunft des verpflichtenden Vier-Augen-Prinzips (mindestens zwei Fachleute sind in der Abklärung bzw. Maßnahmenentwicklung) oder der Lösung der Care-leaver-Frage (18plus) völlig offen. Unterschiedliche Regelungen dazu in den Ländern stellen aber eindeutig eine Verletzung der UN-Kinderrechtskonvention dar.
  • Die geplante 15a-Vereinbarung zur Kinder- und Jugendhilfe ist ein sehr schwaches Instrument. Die Bundesländer werden sich bei Nichteinhaltung kaum gegenseitig weh tun. Seitens des Bundes ist NICHT die Familienministerin, sondern der Justizminister Vertragspartner. Das ist schade. Denn damit besteht auf Bundesseite kein engagiertes Fachinteresse an einer Weiterentwicklung dieser 15a-Vereinbarung.
  • Wichtig wäre noch die Einrichtung eines Fachbeirates, der für die weitere bundesweite Evaluierung und auch Weiterentwicklung der 15a-Vereinbarung zuständig wäre. Die Bundesländer werden das – pragmatisch gesehen – freiwillig nicht machen. Wir appellieren an die Familienministerin diesbezüglich noch auf Justizminister Moser bzw. die Landeshauptleute einzuwirken.“ Mag. Marek Zeliska, SOS-Kinderdorfleiter Burgenland
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