Dr. Astrid Mayer übernimmt Ärztliche Direktion im Krankenhaus Oberwart

Oberwart, 5. 2. 2019

Landesrat Doskoszil: „Es ist wichtig, zur richtigen Zeit die richtigen Personalentscheidungen zu treffen.“

Priv. Doz. Dr. Astrid Mayer hat am 1. Februar 2019 die medizinische Leitung des KRAGES-Schwerpunktspitals übernommen. Nach 20 Jahren in England ist sie wieder in ihre Heimatstadt Oberwart zurückgekehrt. Am 5. Februar wurde sie im Rahmen eines Festaktes im Krankenhaus Oberwart begrüßt. Landesrat Mag. Hans Peter Doskozil: „Im Hinblick auf den „Masterplan Burgenlands Spitäler“ und auf den startenden Neubau des KH Oberwart im Jahr 2020 sind Weichenstellungen zu treffen. Es ist wichtig, zur richtigen Zeit die richtigen Personalentscheidungen zu treffen. Frau Dr. Mayer ist eine hervorragende Ärztin und Expertin. Sie wird sich durch ihre internationale Erfahrung auch in die Weiterentwicklung des gesamten burgenländischen Gesundheitssystems einbringen können. Die Entscheidung für Frau Dr. Mayer als leitende Ärztin im größten Spital ist ein Signal für den gesamten südlichen Teil des Burgenlandes.“
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Die Geschäftsführung der Burgenländischen Krankenanstalten-Ges.m.b.H. (KRAGES) hatte im Oktober 2018 Privatdozentin Dr. Astrid Mayer zur neuen Ärztlichen Direktorin des Krankenhauses Oberwart bestellt. Die Fachärztin für Innere Medizin mit dem Zusatzfach Onkologie hat nunmehr wie geplant ihren Dienst am 1. Februar 2019 im Südburgenland angetreten. Die in Oberwart aufgewachsen Ärztin sagte am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Krankenhaus: „Das ist ein besonderer Tag für mich. In den vergangenen Jahren habe ich mich immer wieder mit der Rückkehr aus England nach Österreich auseinandergesetzt. Das Burgenland war die bevorzugte Destination.“ Vor ihr liege nun eine „spannende Aufgabe, auf die ich mich sehr freue“. Sie habe bereits in den ersten Tagen im neuen Job die Chance bekommen, „viele Menschen aus einem hochmotivierten Team kennen zu lernen“.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im KH Oberwart wurde Dr. Astrid Mayer im Rahmen eines Festaktes am Dienstag, 5. Februar 2019, als Ärztliche Direktorin, im Beisein von KRAGES Aufsichtsratsvorsitzenden Landesrat Mag. Hans-Peter Doskozil, KRAGES-Geschäftsführer Mag. (FH) Harald Keckeis, MPH, LL.M sowie der kollegialen Führung des größten Landesspitals, des interimistischen Ärztlichen Direktors Primar Dr. Herbert Gruber, des kaufmännischen Direktors Ing. Johann Nestlang sowie von Pflegedirektor Andreas Schmidt, MSc., vorgestellt. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit einer international dermaßen erfahrenen Expertin. Davon wird die KRAGES insgesamt profitieren“, so KRAGES-Geschäftsführer Harald Keckeis.

Priv. Doz. Dr. Astrid Mayer hat in Oberschützen maturiert. Sie studierte Medizin an der Universität Wien und promovierte dort im Jahr 1990 zur Dr. med. Während des Studiums famulierte sie unter anderem am Krankenhaus Oberwart. Kurz nach der Promotion absolvierte sie den Interdisziplinären Lehrgang für Krankenhausmanagement an der Wirtschaftsuniversität Wien. Nach den Facharztdiplomen für Innere Medizin (1998) und Hämatoonkologie (2000) habilitierte Dr. Mayer 2004 zu Antikörper in der Krebstherapie. 1996 ging sie erstmals mit einem Forschungsstipendium als Assistenzärztin nach London. 1997 kehrte sie zur Beendigung der Ausbildung ans Wiener Wilhelminenspital zurück und wechselte ab 1999 wiederum nach England, wo sie nach einer Station an einem Onkologischen Zentrum in Cambridge am Royal Free Hospital in London als Fachärztin im Einsatz war – seit 2005 auch als Oberärztin, bis zu ihrer Heimkehr ins Burgenland. Das Royal Free Hospital ist ein Universitätsspital und arbeitet mit einer der weltweit angesehensten Hochschulen, dem University College London (UCL) zusammen. Im Zeitraum von August 2013 bis Jänner 2018 leitete Dr. Mayer als eine von mehreren Managementfunktionen die Onkologie am Royal Free Hospital. In dieser Zeit kamen auch zwei Spitäler zum Royal-Free-Verbund dazu. Der Spitalsverbund Royal Free versorgt heute einen Einzugsbereich von rund 750.000 Menschen im Norden von London und hat insgesamt 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dr. Mayer arbeitete auch an internationalen Projekten in der Krebsforschung mit, etwa im Bereich der interaktiven medizinischen Technologie sowie bei computergestützten Entscheidungshilfen. Sie hat zahlreiche Papers, Abstracts, Fachartikel, Kommentare und Buchbeiträge verfasst – hauptsächlich im onkologischen Fach, aber auch in Computerwissenschaften.

 

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