NR Preiner: Schutzwaldbewirtschaftung

Wien, 31. 1. 2019

SP-NR PREINER: Rechnungshofbericht UND die jüngsten Schneefälle zeigen die Notwendigkeit einer guten Schutzwaldbewirtschaftung zur Sicherheit der Menschen auf!

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NR, Bgm. Erwin Preiner, SPÖ

„Die jüngste Schneesituation in Österreich ist ein guter Zeitpunkt, vernachlässigte Maßnahmen zum Schutz der Wälder endlich umzusetzen“, mahnt SP-Agrarsprecher Erwin PREINER im NR-Plenum ein.

Die Schutzwaldbewirtschaftung durch die Österreichischen Bundesforste (ÖBF) ist nicht nur nach Einschätzung des Rechnungshofs verbesserungsfähig. Maßnahmen zur Stabilisierung und Sanierung der Schutzwaldflächen drängen und angesichts zunehmender Wildschäden im Wald ist auch die Verantwortung der Jägerschaft einzumahnen.

„In den vergangenen Jahren wurde zu wenig in den natürlichen Schutzraum – vor allem im alpinen Bereich – investiert. Wirtschaftlicher Gewinn wurde vor die Bewirtschaftung der Schutzwälder gestellt. Zudem sind technische Schutzmaßnahmen um bis zu 150fach teurer als Maßnahmen durch Pflege und Aufforstung der Schutzwälder“, zeigte PREINER auf.

Die von Bundesministerin Köstinger für 2019 angekündigten Mittel in der Höhe von 18 Mio EUR zur Förderung der Schutzwaldbewirtschaftung sind viel zu wenig und entsprechen den erforderlichen Kosten bei weitem nicht.

Allein die Antwort der Ministerin im Ausschuss: „Dem Wald ist der Rechnungshof-Bericht relativ egal“, zeigt, welchen Stellenwert der Schutz der Menschen vor Naturkatastrophen hat.

Für die Nachhaltigkeitsministerin steht auch hier Profit vor Schutz: Nur ¼ der Pflegemaßnahmen werden im Schutzwald durchgeführt, im Vergleich zum Wirtschaftswald! Bundesforste entlassen Mitarbeiter, lt RH-Bericht 57, statt welche einzustellen.

„Die letzte Untersuchung über den Zustand des Schutzwaldes stammt aus 2009 – ist also 10 Jahre alt! Das ist grob fahrlässig. Es besteht hohe Gefahr von Schädlingen, wie dem Borkenkäfer. In den Jahren 2010 -2015 wurden keine neuen Schutzwald-Projekte begonnen.

Weiters gibt es keine Berichte über die Höhe des Wildschadens durch Verbiss und Schälung im Schutzwald“, zeigt PREINER auf.

„Sicherheit und Menschenleben müssen im Vordergrund stehen, Frau Ministerin. Auch hier wird wieder beim Menschen gespart“, so PREINER.

 

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