Freiwilliges Engagement im SOS-Kinderdorf Burgenland

Pinkafeld, 28. 1. 2019

„Ich freue mich, dass wir im Jahr des Ehrenamtes 2018 im Burgenland ca. 40 neue Freiwillig Engagierte gewinnen konnten“ so SOS-Kinderdorfleiter Burgenland Marek Zeliska. „Seit 2017 will auch das SOS-Kinderdorf den Einsatz der Freiwilligen in der Organisation stärken. Die professionellen Teams bekommen Unterstützung und die Freiwilligen ein erfüllendes Tätigkeitsfeld“ weiter Zeliska, SOS-Kinderdorfleiter.

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Ruth Hanna Görtler Freiwilligenkoordinatorin, Stefanie Moor Freiwillig Engagierte, SOS-Kinderdorfleiter Mag. Marek Zeliska

Die Freiwilligenkoordinatorin Ruth Hanna Görtler hat stellvertretend die Freiwillige Stefanie Moor aus diesem Pool vor den Vorhang gebeten und um ein Interview ersucht.

Stefanie Moor ist seit einem halben Jahr in der Eltern Kind Begleitung in Pinkafeld als Freiwillig Engagierte aktiv.

 

Wie bist du auf die Idee gekommen im SOS-Kinderdorf als Freiwillig Engagierte tätig zu werden?

Stefanie Moor: Prinzipiell entspricht es meiner Einstellung solche für mich sinnvolle Institutionen zu unterstützen. Nach meiner Pensionierung waren auch die entsprechenden Zeitressourcen vorhanden.

 

Wer hat nun den Anstoß für das Engagement im SOS-Kinderdorf gemacht?

Stefanie Moor: Beim Aushelfen im Sportverein Pinkafeld hat mich eine Pädagogische Leiterin darauf angesprochen und gefragt, ob ich mich freiwillig engagieren möchte. Worauf mich Ruth Görtler kontaktiert hat. Wir kannten uns bereits von der gemeinsamen Arbeit im Weltladen und somit konnten meine Aktivitäten umgehend starten.

Ja, ehrenamtliche Tätigkeiten bringen die Leute z´samm.

 

Ich betrachte es als meine soziale Verantwortung, in für unsere Gesellschaft wichtigen Institutionen mein Wissen und Können gut im freiwilligen Engagement einzusetzen. Für mich ist dieser Einsatz auch insofern eine Herausforderung, weil Geduld nicht zu meinen Stärken gehört, eine gute Schule, um meiner Ungeduld keinen Raum zu geben. Ich finde es ist eine gute Idee.

 

Das finden wir auch! Herzlichen Dank!

 

Entspricht deine derzeitige Tätigkeit deinen Vorstellungen?

Stefanie Moor: Da ich von der sprachlichen Seite komme, wollte ich meine Erfahrungen in den Bereichen Nachhilfe und Deutsch als Fremdsprache einbringen. Die Arbeit mit Personen, die gewisse Herausforderungen bewältigen müssen, habe ich bereits während meiner beruflichen Tätigkeit in der VHS und der Frauenberatung gemacht.  Wobei ich bei Bedarf gerne mein gutes Netzwerk aus meiner dieser Zeit aktiviere.

 

Wie nimmst du das SOS-Kinderdorf als Freiwillig Engagierte wahr?

Stefanie Moor: Der offene, herzliche und freundliche Umgang mit den MitarbeiterInnen unterstützt mich sehr bei der Lernhilfe. Durch intensiven Austausch können Anregungen und Impulse wahrgenommen und umgesetzt werden.

 

Deine Schülerin ist über 30 Jahre alt. Funktioniert euer Miteinander?

Stefanie Moor: Meine Erfahrung aus der Frauen -und Gewaltberatung sind hierbei sehr wertvoll. Aus der anfänglichen Vorsicht meiner „Schülerin“ ist nun ein offenes und lernbereites Miteinander entstanden. Nach meinem Empfinden kommt sie gerne, ihre Unterlagen sind ihr wichtig und die Alphabetisierung macht Fortschritte. Durch die Betreuung ihrer Kinder hat sie nun den „Kopf“, sich den Lerninhalten zu widmen. Der Beginn war zäh. Kleine Schritte wie das kleine „Einmaleins“ der Terminvereinbarung und –einhaltung sind auch schon auf Schiene. Ich habe das Gefühl, sie freut sich über die je 2 Stunden, die ich zweimal in der Woche mit ihr verbringe. Ich möchte sie nicht „über behüten“, nur begleiten.

 

 

Persönliches zu Stefanie Moor: verheiratet, 2 erwachsene Kinder, wohnhaft in Pinkafeld

Beruflich war sie vor der Pensionierung in der VHS Oberwart Regionalstellenleiterin, sowie dort Bildungsberaterin und Projektleiterin in den Bereichen Kompetenzfeststellung und -anerkennung.

 

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